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Zürich (awp) - Die Swiss Life hat im vergangenen Geschäftsjahr einen markanten Gewinnsprung geschafft. Der Lebensversicherer konnte über das Effizienzprogramm MILESTONE die Kostenbasis senken, erzielte ein gemäss eigenen Angaben "hervorragendes" Anlageresultat und der Finanzvertrieb AWD schrieb nach dem Verlust aus dem Vorjahr wieder einen Gewinn.
Den Aktionären wird an der kommenden Generalversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 4,50 (2,40) CHF je Aktie in Form einer Nennwertrückzahlung vorgeschlagen. An der Börse geben die Papiere von Swiss Life in einem schwachen Gesamtmarkt dennoch deutlich nach. Die Anleger würden die zuletzt erzielten Kursgewinne ins Trockene bringen, hiess es am Markt.
GEWINN VERDOPPELT
Der Reingewinn verdoppelte sich auf 560 Mio CHF. Der Betriebsgewinn stieg um 23% auf 694 Mio CHF. Auf das Ergebnis drückte die Anhebung des Rentenalters in Frankreich mit 80 Mio CHF und ein Abschreiber auf der MLP-Beteiligung mit 29 Mio CHF. Auf der anderen Seite beeinflussten Anpassungen im Schweizer BVG-Geschäft den Wert mit 22 Mio CHF positiv. Bereinigt hätte der operative Gewinn 781 Mio CHF betragen.
Die Anhebung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre führe in Frankreich dazu, dass Swiss Life laufende Invalidenrenten zwei Jahre länger leisten müsse, erklärte CEO Bruno Pfister an der Bilanzmedienkonferenz die Anpassung in den Reserven.
Die operativen Kosten reduzierte Swiss Life um 8% oder 121 Mio CHF. Per Ende 2010 konnte die Kostenbasis aus dem Jahr 2008 um 311 Mio CHF gesenkt werden. Damit sei das Unternehmen auf Kurs, das Kostensenkungs-Ziel von 350-400 Mio CHF bis 2012 zu erreichen.
Der Finanzvertrieb AWD hat wie erwartet einen Gewinn erwirtschaftet. Der operative Gewinn belief sich auf 49 Mio EUR nach einem Verlust im Vorjahr von 41 Mio EUR.
PPLI-WACHSTUM STAGNIERT
Das Prämienvolumen der Gruppe wuchs (währungsbereinigt) um 4% auf 20,2 Mrd CHF. Im Heimmarkt Schweiz steigerte Swiss Life die Einnahmen um 2% auf 7,6 Mrd CHF. Im Einzellebengeschäft nahm der Versicherer mit Blick auf die Profitabilität einen Rückgang des Volumens um 7% in Kauf. Im Kollektivleben stieg das Volumen um 4%.
In Frankreich erhöhte Swiss Life die Prämieneinnahmen um 9% auf 5,3 Mrd CHF. Dabei stieg der Anteil an fondsgebundenen Produkten auf 22%. Die Prämieneinnahmen in Deutschland legten um 4% auf 2,1 Mrd CHF zu, wobei im Vertrieb der AWD eine immer wichtigere Rolle spiele.
Der Bereich Übrige, der insbesondere das Geschäft mit vermögenden Kunden (PPLI) beeinhaltet, wuchs währungsbereinigt um 4% auf 5,2 Mrd CHF. Die Vorjahresbasis bei PPLI war im vierten Quartal aufgrund der Steueramnestie in Italien sehr hoch und bremste das Wachstum.
Aber auch in Zukunft sei in diesem Geschäft nicht mehr mit hohen zweistelligen oder gar dreistelligen Wachstumsraten bei den Prämien zu rechnen, so Pfister. Viel wichtiger sei dafür die Entwicklung der verwalteten Vermögen bei PPLI, deren Umfang bereits bei 15,5 Mrd CHF liegt.
Die Neugeschäftsmarge der Gruppe stieg von 0,9 auf 1,4% an. Damit sei die Swiss Life vom Margen-Ziel von 2,2% noch ein gutes Stück entfernt. Der Fokus auf Risikoprodukte, weitere Einsparungen und Anpassungen im Pricing sollen die Marge in die Höhe treiben.
SOLIDE BILANZ
In der Bilanz stieg das den Aktionären zurechenbare Eigenkapital per Ende 2010 auf 7'437 (VJ 7'245) Mio CHF. Die Eigenkapitalrendite betrug 7,6% (4,0%) und rückt damit näher an den Zielbereich von 10 bis 12%. Die Gruppensolvabilität wird mit 172 (164)% ausgewiesen. Zudem werde das seit Jahresbeginn geltende Kapitalregime Swiss Solvency Test (SST) auf Basis des internen Modells "problemlos" erfüllt.
Mit Nettokapitalerträgen von 4,6 Mrd CHF wurde eine Rendite von 4,1 (3,9)% erzielt. In der Asset Allocation wurde die Aktienquote auf 2,4 (1,8)% angehoben und soll in etwa dort gehalten werden. Das Exposure auf Bonds aus den PIIGS-Ländern reduzierte die Swiss Life auf 0,8 (Ende Februar 2010: 1,9) Mrd CHF.
An der Börse verlieren die Titel um 14 Uhr 5,4% auf 144,10 CHF (SMI: -0,63%). Seit Jahresbeginn resultiert aber immer noch ein Plus beinahe 7%.
mk/rt

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