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Zürich (awp) - Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat Ende 2010 die Regelungen zu den Pflichten von Finanzintermediären zum Umgang mit Lebensversicherungen mit separater Konto-/Depotführung (insurance wrappers) präzisiert. Das Geschäft mit solchen Produkten lief im vergangenen Jahr sowohl bei Swiss Life als auch bei der Bâloise sehr gut.
Die Präzisierung erfolgte nach ersten Regelungen Ende April 2010 und Diskussionen mit Banken- und Versicherungsvertretern. Für Swiss Life und Bâloise ändert sich wenig. "Dies bedeutet keine Änderung unserer bisherigen Praxis", sagte ein Bâloise-Sprecher auf Anfrage von AWP.
Bei Swiss Life wird die Vertragsdokumentation angepasst. "Der Kunde unterschreibt, dass personenbezogene Daten im Zusammenhang mit dem Versicherungsvertrag dem Finanzintermediär weitergegeben werden dürfen zwecks Identifikation des Versicherungsnehmers und effektiven Prämienzahlers. In der Vergangenheit war die diesbezügliche Praxis bei den Banken sehr unterschiedlich", sagte Swiss-Life-Sprecherin Irene Fischbach gegenüber AWP.
Swiss Life verzeichnete in den ersten neun Monaten einen guten Geschäftsgang mit der so genannten Private Placement Life Insurance (PPLI). So verdoppelte sich das Geschäftsvolumen des Bereichs "Versicherungsgeschäft Übrige" knapp auf 4,1 Mrd CHF. Dieser Anstieg sei "hauptsächlich durch die nach wie vor gute Geschäftsentwicklung im Bereich Private Placement Life Insurance" bedingt, hiess es Anfang November bei der Präsentation der Q3-Zahlen. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf der PPLI", so Fischbach weiter.
"Wir rechnen damit, dass das Geschäft im Jahr 2010 den Break Even erreicht", erklärte Swiss-Life-CFO Thomas Buess im November zum PPLI-Produktbereich. Im Q3 2010 konnte der Lebensversicherer die Einnahmen im Segment "Übrige" um 106% steigern. PPLI machten gemäss damaligen Angaben bereits 95% des Segmentvolumens aus.
Das PPLI-Wachstum sei vor allem auf die Ausweitung des Vertriebsnetzwerkes und ein verbessertes Marktumfeld dieser Produkte zurückzuführen. Gut gewachsen sei das Geschäft weiterhin in Asien, aber auch andere Regionen hätten massgeblich zum Wachstum beigetragen, hiess es bei der Präsentation der Q3-Zahlen.
Die Bâloise wies im Semesterbericht per Ende August 2010 im der Lebensversicherungssparte einen Anstieg des Geschäftsvolumens um knapp 38% auf 4,0 Mrd CHF aus. "Besonders ausgeprägt war der Zuwachs bei den anlagegebundenen Lebensversicherungen der Bâloise Luxembourg, der Baloise Life in Liechtenstein und der Mercator in Belgien", hiess es damals.
Das Volumen der Marktregion "übrige Einheiten" (Österreich, Liechtenstein, Kroatien und Serbien) vervierfachte sich in den ersten sechs Monaten 2010 denn auch auf 922 Mio CHF von 234 Mio CHF. Dabei verzeichnete das Geschäft mit "Variable Annuity"-Produkten für vermögende Kunden aus Liechtenstein heraus einen Anstieg auf 796,3 (104,3) Mio CHF, das Volumen in Luxemburg wuchs um 137,2% auf 621,0 Mio CHF. Das Geschäft habe im ersten Quartal noch den Rückenwind der Steueramnestie in Italien gespürt, dürfte in Zukunft aber weiter wachsen, sagte CEO Martin Strobel damals.
Auch habe die Bâloise mit der FINMA über die entsprechenden regulatorischen Bedingungen Gespräche betreffend des "Variable Annuity"- Geschäfts geführt. "Ich kann diesbezüglich Entwarnung geben. Die FIMMA war sehr zufrieden mit unserem Geschäftsmodell. Unser Ansatz wurde von der FINMA als gutes, tragfähiges Geschäft eingeschätzt", so Strobel damals weiter.
Den Versicherungen wurde in der Vergangenheit verschiedentlich vorgeworfen, dass der Handel mit "insurance wrapper" respektive Versicherungsmäntel ein neues Schlupfloch für Steuersünder sein könnte.
rt/ps

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