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Swiss Life teilt Tochter La Suisse auf

Der traditionsreiche Markenname "La Suisse" wird verschwinden. Keystone

Der Lebensversicherer Swiss Life verkauft das Nicht-Leben-Geschäft seiner Tochter La Suisse. Dabei gehen in den nächsten zwei Jahren 200 Stellen verloren.

Dieser Inhalt wurde am 01. Februar 2005 - 10:12 publiziert

Das Leben-Geschäft von La Suisse wird in die eigene Swiss-Life-Marke integriert, nachdem für einen integralen Unternehmensverkauf kein Käufer gefunden wurde.

Eine Schweizer Traditionsmarke in Sachen Versicherung, La Suisse, verschwindet von der Bildfläche. Die Tochtergesellschaft von Swiss Life wird auf drei Versicherungsunternehmen aufgeteilt. Dabei gehen in den kommenden Jahren 200 Stellen verloren.

Das Leben-Geschäft der La Suisse wird in die Swiss Life integriert, das Nichtleben-Geschäft geht an Vaudoise und Helsana, wie die Konzerne am Dienstag bekannt gaben.

Kein Käufer für Gesamtgesellschaft

Im Zuge der Bewältigung ihrer Vergangenheit als Rentenanstalt hatte die Swiss Life ihre Tochter La Suisse ursprünglich verkaufen wollen.

Nachdem offenbar kein Käufer für die ganze Gesellschaft gefunden wurde, entschloss sich die Swiss Life nun zu einer Dreiteilung: Als grösster Lebensversicherer der Schweiz integriert Swiss Life das Lebengeschäft der La Suisse mit einem Prämienvolumen von rund 770 Mio. Franken in die eigene Organisation und konzentriert sich in der Schweiz auf die Marke Swiss Life.

Das Krankentaggeld- und Unfallversicherungsgeschäft mit Firmenkunden der "La Suisse" wird an den grössten Schweizer Krankenversicherer, Helsana, verkauft.

Tausch: Haftpflicht gegen Leben

Das Motorfahrzeug-, Sachversicherungs- und Haftpflichtgeschäft der La Suisse geht schliesslich an die Vaudoise-Gruppe. Im Gegenzug verkauft die Vaudoise das Pensionskasse-Geschäft an die Swiss Life. Die Transaktionen müssen noch vom Bundesamt für Privatversicherungen genehmigt werden.

Die Aufteilung der La Suisse ist bis 2007 mit dem Abbau von 200 der gegenwärtig rund 900 Stellen verbunden. Noch im laufenden Jahr sollen rund 100 Stellen bei den zentralen Funktionen und im Vertriebsinnendienst gestrichen werden.

In den beiden folgenden Jahren gehen weitere rund 100 Stellen verloren. Mit einem zwischen den Sozialpartnern ausgehandelten Massnahmenplan sollen Entlassungen aus strukturellen Gründen vermieden werden, wie die Swiss Life versicherte.

Einsparungen von 70, Sonderkosten von 80 Mio. Franken

Zu den finanziellen Aspekten der einzelnen Transaktionen machten die drei beteiligten Unternehmen keine Angaben. Die Swiss Life erhofft sich aber ab 2007 jährliche Einsparungen von 70 Mio. Franken.

Im laufenden Jahr wird die Rechnung der Swiss Life aber mit Restrukturierungs-Kosten von rund 80 Millionen Franken belastet.

Die drei Versicherer vereinbarten ausserdem gemeinsame Vertriebskanäle in den übernommenen Geschäftsbereichen. Für die bisherigen La-Suisse-Kunden soll sich nichts ändern.

Die Swiss Life gab sich überzeugt, mit den Transaktionen weitere Marktanteile im Kerngeschäft Leben zu gewinnen und die Profitabilität steigern zu können.

Die Helsana und die Vaudoise versprechen sich ebenfalls Vorteile und verwiesen auf ihren Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Helsana wird Taggeld-Branchenleader

Für die Helsana bedeutet die Übernahme einen Sprung im Prämienvolumen der Firmenkunden um 60% auf 693 Mio. Franken. Sie wird nach eigenen Angaben damit Branchenleader im Krankentaggeldgeschäft und viertgrösster Unfallversicherer.

Das von der Vaudoise übernommene La-Suisse-Prämienvolumen beläuft sich auf rund 140 Mio. Franken.

Das von der Swiss Life übernommene Vaudoise-Portefeuille im Kollektiv-Lebengeschäft (berufliche Vorsorge) umfasst ein Prämienvolumen von rund 500 Mio. Franken.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Das Versicherungs-Unternehmen La Suisse war 1858 gegründet worden.
1988 wurde es von der Swiss Life Group, damals Rentenanstalt, übernommen.
La Suisse beschäftigt 900 Mitarbeitende.
Swiss Life war als Rentenanstalt 1857 gegründet worden.
Die Gruppe beschäftigt über 10'000 Mitarbeiter, hat Aktiven in der Höhe von 162 Mrd. und wies 2003 einen Reingewinn von 233 Mio. Franken aus.

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