Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Swiss Re hat den Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr trotz hoher Schäden aus Naturkatastrophen und der vorzeitigen Rückzahlung der Buffett-Wandelanleihe deutlich gesteigert. In Zukunft will der Konzern mit einer neuen Unternehmensstruktur profitabel wachsen.
Der Gewinn wuchs 2010 um 74% auf 863 Mio USD. Dabei belastete die Buffett-Transaktion das Ergebnis mit 1,4 Mrd. "Ohne die Auswirkungen aus der Rückzahlung weisen wir einen Gewinn von 2,3 Mrd USD aus", erklärte CEO Stefan Lippe am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich.
AUSTRALIEN-UNWETTER BELASTEN
Im Bereich Property & Casualty lag die Belastung aus Naturkatastrophen gemessen an der Combined Ratio mit 3,0 Prozentpunkten über den Erwartungen des Rückversicherers. Dagegen führten Reserveauflösungen für frühere Jahre zu einer Verbesserung der Quote um 0,8 Punkte. Total verschlechterte sich die Combined Ratio auf 93,9% nach tiefen 88,3% im Vorjahr.
Nach relativ hohen Kosten aus den Erdbeben in Chile und Neuseeland oder dem europäischen Wintersturm Xynthia, lasteten im letzten Quartal 2010 die Unwetter in Australien (Queensland) mit 100 Mio USD auf der Rechnung. Die Unwetter in der Region Brisbane und Victoria dürften im ersten Quartal 2011 mit 225 Mio und der australische Zyklon Yasi mit 100 Mio auf die Performance drücken.
PROFITABLES LEBENGESCHÄFT
Im etwas kleineren Bereich Life & Health stieg das operative Ergebnis um 18% auf 810 Mio USD. Die Leistungsquote erhöhte sich auf 88,7% von zuvor 83,8%. Im Asset Management stieg der operative Gewinn auf 4'472 (3'624) Mio USD, während die Rendite auf Kapitalanlagen auf 3,5 (1,8)% wuchs.
In der Sparte Legacy, die zur Reduktion von Risiken dient, weist Swiss Re ein operatives Ergebnis von -14 (+128) Mio USD aus. Der Legacy-Prozess sei weitgehend abgeschlossen und das Segment werde daher künftig nicht mehr gesondert ausgewiesen, so Quinn.
DIVIDENDE DEUTLICH ANGEHOBEN
Den Aktionären will Swiss Re eine deutlich erhöhte Dividende von 2,75 (1,00) CHF/Aktie zukommen lassen. Die Auszahlung aus den Reserven ist für Schweizer Investoren von der Verrechnungssteuer befreit. Reserven in der Höhe von 9,8 Mrd CHF könnten in den kommenden Jahren weitere steuerbefreite Dividenden bescheren.
Die Swiss Re sieht sich (Eigenkapital unv. bei 25,3 Mrd USD) gut kapitalisiert. Für die ab Anfang 2011 geltenden Bestimmungen zum Swiss Solvency Test (SST) liege die Gruppe mit über 200% komfortabel im "grünen Bereich". Das für ein AA-Rating notwendige Überschusskapital belaufe sich nun auf über 10 Mrd USD.
FÜR WACHSTUM BEREIT
"Nachdem wir in den letzten beiden Jahren das Unternehmen in Ordnung gebracht haben, sind wir nun bereit, das sich bietende Geschäftspotenzial zu nutzen", gibt sich Stefan Lippe kämpferisch. Mit der neuen Holdingstruktur will die Gruppe Kapital gezielt für die Zeichnung von neuem Geschäft einsetzen. Ein Aktienrückkauf sei derzeit noch kein Thema. Mit den Vertragserneuerungen Januar sei Swiss Re gut ins 2011 gestartet.
Ein Wachstumstreiber seien Erstversicherungen mit Grosskunden. In der Rückversicherung könnte Swiss Re nach Ablauf des Quota-Share-Abkommens mit Berkshire Hathaway Ende 2012 die Prämieneinnahmen mit einem Schlag um 25% steigern. Ausserdem geht Lippe mittelfristig von einer Verbesserung an der Preisfront aus. Im Segment Admin Re könnte es mit Beteiligung von Drittparteien zu sehr grossen Transaktionen kommen.
Weiter definierte Swiss Re neue Finanzziele für die nächsten fünf Jahre. Die Eigenkapitalrendite (RoE) soll im Durchschnitt um 700 Basispunkte über der risikofreien Rendite liegen. Das wären heute 11% (altes Ziel: 12%). Ohne die Berkshire-Transaktion hat Swiss Re 2010 eine Rendite von 9,2% erzielt.
AKTIE GESUCHT
Die Aktien von Swiss Re drehten nach anfänglichen Abgaben in die Gewinnzone und gewinnen um 14.30 Uhr 3,2% auf 57,80 CHF (SMI: -0,11%). Analysten begrüssten die hohe Dividende und die attraktiven Geschäftsaussichten.
mk/gab

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???