Navigation

Swiss Re Q1: Solide Zahlen - Kapitalbasis gestärkt - Aktie legt zu (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 06. Mai 2010 - 11:17 publiziert

Zürich (awp) - Die Swiss Re ist gut in das neue Jahr gestartet und hat das erste Quartal 2010 trotz hoher Belastungen aus Naturkatastrophen mit einem Gewinn abgeschlossen. Die Rechnung wurde von guten Kapitalerträgen gestützt und das für ein AA-Rating notwendige Überschusskapital ist weiter gestiegen. Die Aktien tendieren stark im Plus.
Der Gewinn von Swiss Re stieg in den ersten drei Monaten um 22% auf 158 (VJ 130) Mio USD und je Aktie auf 0,46 (0,39) USD, wie der Rückversicherer am Donnerstag mitteilte. Die verdienten Prämien der Gruppe sanken dagegen auf 4'968 (5'680) Mio USD. Im Sach- und Haftpflichtgeschäft (Property&Casualty) gingen die Prämien um 16% auf 2'851 Mio USD, in Life&Health um 8% auf 2'116 Mio USD zurück. Swiss Re publiziert den Quartalsbericht erstmals in der neuen Berichtswährung US-Dollar.
HOHE SCHADENLAST
Das Nichtlebengeschäft war von hohen Belastungen aus Naturkatastrophen geprägt. Die Combined Ratio stieg auf 109,4% (90,2%). Der operative Gewinn der Sparte brach um 69% auf 259 Mio USD ein.
Swiss Re hielt an den im März kommunizierten Schätzungen für das Erdbeben in Chile (500 Mio USD) und den europäischen Wintersturm Xynthia (100 Mio USD) fest. Im Vorfeld hatten Analysten befürchtet, dass die Chile-Schätzungen signifikant erhöht werden müssten. Aus den Unwetterkatastrophe in Australien dürften Kosten von 100 Mio USD anfallen.
Im Bereich Life & Health erzielte Swiss Re ein Benefit Ratio (Leistungsquote) von 87,4 (86,9)%, der operative Gewinn stieg leicht um 0,4% auf 245 Mio USD.
Im Asset Management lag das operative Ergebnis bei 937 (978) Mio USD. Die Wertberichtigungen auf Anlagen sind mit 90 (569) Mio USD stark gesunken, allerdings seien auch deutlich weniger Gewinne realisiert worden. In der Sparte Legacy, in der Swiss Re Altlasten abbaut, betrug der operative Gewinn 33 (10) Mio USD. In den ersten drei Monaten seien verbriefte Papiere im Umfang von 0,5 Mrd USD verkauft worden.
SOLIDE KAPITALBASIS
Das Eigenkapital wuchs auf 26,2 (Ende 2009: 25,3) Mrd USD, die Eigenkapitalrendite (RoE) lag bei 2,7 (2,9)%. Das für ein AA-Rating erforderliche Überschusskapital stieg auf über 12 Mrd USD an. Sowohl die Solvency-I-Rate als auch der Wert nach dem Swiss Solvency Test übersteigen die Marke von 200%.
Auf dem Weg zur Rückgewinnung des AA-Kreditratings sei Swiss Re auf Kurs, sagte Finanzchef George Quinn an einer Telefonkonferenz. Zudem ist Quinn zuversichtlich, dass die 3-Mrd-schwere Wandelanleihe von Berkshire Hathaway zurückbezahlt werden kann.
ZIELE BESTÄTIGT
Swiss Re strebt über den Versicherungszyklus eine Eigenkapitalrendite von 12% an. Weiter will die Gruppe bis Ende 2010 die Kostenbasis um 400 Mio CHF reduzieren. Damit sieht sich der Rückversicherer auf Kurs.
Die Schadenbelastung aus der Katastrophe auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko vom April betrage den gegenwärtig verfügbaren Informationen zufolge rund 200 Mio USD, so Quinn. Für die Versicherungsbranche belaufe sich der Gesamtschaden auf 1,5 bis 3,5 Mrd USD.
Parallel zur Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal hat das Unternehmen Angaben zu der April-2010-Erneuerungsrunde abgegeben. Im zu erneuernden Geschäft, grösstenteils asiatisches Sachgeschäft, habe Swiss Re ihr Geschäftsvolumen gehalten und gleichzeitig langfristig angemessene Prämien durchgesetzt.
Mit Blick auf die kommende Erneuerungsrunde im Juli dürften derweil die jüngsten Grossschäden das Risikobewusstsein erhöht haben und sich stabilisierend auf die Preise für Rückversicherung auswirken, heisst es. Eine Verbesserung der Konditionen dürfte aber mit Verzögerung eintreten.
An der Börse legen Swiss Re gegen 11 Uhr mit 5,5% auf 47,06 (Tageshoch: 47,59) CHF stark zu. Der Gesamtmarkt (SMI) steigt derweil um 0,57%. Swiss Re hat die Vorgaben mit dem Gewinn übertroffen, das operative Geschäft schloss gemessen an der Combined Ratio schlechter als erwartet ab.
mk/ra/rt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?