Swiss Re steigert Reingewinn um 12 Prozent

Der Rückversicherungs- und Finanzkonzern Swiss Re (Schweizer Rück) hat den Gewinn zum sechsten Mal in Serie zweistellig gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahr resultierte 1999 ein um zwölf Prozent höherer Reingewinn von 2,807 Mrd. Franken.

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2000 - 13:45 publiziert

Erfolg hatte die Swiss Re insbesondere im Leben-Geschäft sowie mit Kapitalanlagen. Auch für das laufende Geschäftsjahr gibt sich der Konzern optimistisch.

Die Swiss Re, die Nummer zwei im weltweiten Rückversicherungsgeschäft, blickte an der Bilanzmedienkonferenz vom Mittwoch (10.05.) auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Konzern verdiente 1999 Nettoprämien in der Rekordhöhe von 20,542 Mrd. Franken, 26 Prozent mehr als im Vorjahr.

14,6 Mrd. entfielen auf das Nicht-Leben-, 5,9 Mrd. auf das Leben-Geschäft. Als herausragend bezeichnete Konzernchef Walter B. Kielholz den Prämienanstieg von 78 Prozent im Leben-Geschäft.

In diesem Bereich profitiere die Swiss Re mit einem Weltmarktanteil von über 20 Prozent von ihrer Grösse. Das Leben-Geschäft macht 29 Prozent am gesamten Prämienvolumen aus und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Das von Kielholz als Sorgenkind bezeichnete Nicht-Leben-Geschäft verzeichnete einen Prämienzuwachs von zwölf Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis schrumpfte von 551 Mio. auf 132 Mio. Franken. Dies sei vor allem auf die Häufung von Gross- und Naturkatastrophenschäden zurückzuführen, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz.

Die versicherten Schäden erreichten nach 1992 mit über 20 Mrd. Franken den zweithöchsten Stand in der Geschichte der Versicherungswirtschaft. Auf die Swiss Re entfiel ein Anteil von 1,9 Milliarden Franken. Ein grosser Teil dieser Schadenforderungen wurden mit Rückstellungen für Schadenschwankungen aufgefangen.

Die Aussichten im Nicht-Leben-Geschäft bezeichnete Kielholz als verbessert. Es zeichne sich eine Trendwende ab. Bei der Erneuerung von Verträgen hätten Preisaufschläge durchgesetzt werden können. Zudem habe der Konkurrenzkampf zum Ausscheiden einzelner Bewerber geführt.

Ein starkes Ergebnis verzeichnete der Konzern mit Kapitalanlagen. Die Erträge nahmen gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 7,245 Mrd. Franken zu. Dabei wurde das Risiko laut Kielholz vermindert. Der Aktienanteil wurde um einen Prozentpunkt auf 25 Prozent verringert, die Anlagen in festverzinsliche Wertschriften dagegen um zwei Prozentpunkte auf 65 Prozent erhöht.

Der Wert der gesamten Kapitalanlagen wird in der Bilanz mit 98,2 Mrd. Franken ausgewiesen. Vom guten Geschäftsgang können auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll von 48 auf 50 Franken je Aktie erhöht werden. Zudem stehe eine Milliarde Franken für den Rückkauf eigener Aktien zur Verfügung.

Für das laufende Jahr ist die Swiss Re optimistisch und rechnet mit einem weiteren Gewinnanstieg. Der Konzern will zudem das E-Business forcieren. Dieses Geschäft werde in der gesamten Versicherungsbranche Einzug halten und verspreche Kosteneinsparungen.

Heute verschlinge der gesamte Geschäftsablauf 40 bis 50 Prozent der Prämien, sagte Kielholz. E-Business bringe eine Umgestaltung der Wertschöpfungskette. Die Swiss Re will 2000 sowie 2001 rund ein Prozent der Prämien in den Aufbau der E-Business-Strategie investieren.

swissinfo und Agenturen

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