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Swiss Re vom Wirbelsturm verweht

Die von den Wirbelstürmen betroffene Bevölkerung braucht eine gute Versicherung. Keystone

Der Branchenzweite Swiss Re verpasst sein angestrebtes Ergebniswachstum von 10%. Die Schäden der Wirbelstürme belasten die Rückversicherer stark.

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2005 - 12:12 publiziert

Swiss Re greift auf Rückstellungen zurück und will den Aktionären die beabsichtigte Dividende auszahlen.

Führende Rückversicherer müssen sich wegen der ungewöhnlich heftigen Hurrikansaison in diesem Jahr von ihren Gewinnzielen verabschieden.

Swiss Re, weltweit die Nummer zwei im Rückversicherungs-Geschäft, schätzt seine Schadenbelastung infolge der Hurrikans "Rita" und "Wilma" auf 750 Mio. Dollar.

Die beabsichtigte Dividende von 2,50 Franken je Aktie für 2005 bleibe aber unverändert, heisst es.

Rückstellungen

Swiss Re wird damit das angestrebte Gewinnwachstum von 10% im laufenden Jahr nicht erreichen.

Die beiden Stürme "Rita" und "Wilma" wirkten sich weniger stark aus als der Wirbelsturm "Katrina". Allein "Katrina" wird die Swiss Re nach eigenen Schätzungen 1,2 Mrd. Dollar kosten.

Das Unternehmen will auf Rückstellungen zurückgreifen, um die Kosten für
die Schäden der Hurrikansaison teilweise auszugleichen.

Konzernchef John Coomber sieht Swiss Re aber weiterhin gut positioniert: "Unsere Finanzkraft ist unverändert hoch - dadurch können wir in der gegenwärtigen Erneuerungsrunde von der ausgezeichneten Preissituation im Markt profitieren."

Ganze Branche betroffen

Der Hurrikan "Rita" hat laut Swiss Re Versicherungsschäden von schätzungsweise rund 10 Mrd. Dollar verursacht. Ein Grossteil davon betreffe vor der Küste liegende Ölförderanlagen.

Für "Wilma" werden die Schäden auf 6 bis 12 Mrd. Franken beziffert. Die Schäden durch den Wirbelsturm "Katrina" waren bereits Mitte September auf rund 40 Mrd. Dollar geschätzt worden.

Der Rückversicher Hannover Rück muss sein Überschussziel 2005 erneut senken.

Branchenprimus Münchener Rück will sich erst an diesem Montag bei Veröffentlichung seiner Quartalsbilanz zu dem Jahresausblick und neuesten Schadenschätzungen für die Wirbelstürme äussern.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Swiss Re schätzt seine Schadenbelastung durch die drei Wirbelstürme "Rita", "Wilma" und "Katrina" auf rund 2 Mrd. Dollar (ca 2,6 Mrd. Franken).

Das Wachstum 2005 um 10% wird nicht erreicht.

Die Dividende soll trotzdem 2,50 Franken pro Aktie betragen.

Swiss Re greift auf Rückstellungen zurück.

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