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Swisscom/Fastweb Q3: Umsatz- und Gewinnwachstum - Jahresziele bestätigt (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 14:10 publiziert

(Mit Angaben aus der Telefonkonferenz)
Mailand (awp) - Die italienische Swisscom-Tochter Fastweb ist im dritten Quartal 2009 gewachsen und konnte dabei auch gewinnseitig zulegen. Mit einem Kundenwachstum über Markt sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, die finanziellen Ziele für 2009 zu erreichen. 2010 könnte die Dynamik etwas nachlassen.
Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,5% auf 446,1 Mio EUR. Der EBITDA verbesserte sich um 9,1% auf 139,4 Mio EUR, entsprechend einer Marge von 31,2 (30,1)%. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 12,6 Mio EUR nach einem Verlust von 1,8 Mio EUR im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
In den ersten neun Monaten 2009 kletterte der Umsatz um 10% auf 1'365 Mio EUR und der Reingewinn um 130% auf 30,5 Mio EUR. Alle Segmente - Executive, KMU und Privatkunden - konnten in diesem Zeitraum zulegen.
ZURÜCKHALTUNG IM WHOLESALE-GESCHÄFT
Von Juli bis September verzeichnete der Bereich Executive als einzige Sparte einen Umsatzrückgang um 3% auf 174,9 Mio EUR. Dies sei auf eine Zurückhaltung im niedrigmargigen Wholesale-Geschäft zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Der Anteil am Umsatz lag in der Division Executive im dritten Quartal bei 40%, gefolgt von Privatkunden (38%) und KMU (22%).
Die Zahl der Kunden erhöhte sich von Januar bis September um 8% auf 1,6 Mio. Da der italienische Breitbandmarkt im gleichen Zeitraum nur um geschätzte 7% zulegen konnte, habe Fastweb Marktanteile gewinnen können, hiess es. 80% der Neukunden stammten aus dem Residential-Bereich und 20% seien Geschäftskunden.
MOBILFUNK-BEREICH AUF KURS
Im Mobilfunk-Geschäft sieht sich Fastweb auf Kurs. 130'000 SIM-Karten seien in den ersten neun Monaten verkauft worden und damit insgesamt 160'000 SIM-Karten bei Privatkunden und KMU aktiv. Der Fokus bleibe weiter auf der Basis an Breitband-Kunden und dem Premium-Segment, erklärte CEO Stefano Parisi am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz. Potenzial sieht Fastweb bei Post-Paid-Verträgen und dem mobilen Internet.
Die Guidance für das Gesamtjahr 2009 wurde bestätigt. Demnach rechnet Fastweb weiterhin mit einem Umsatz von rund 1'800 Mio EUR sowie einem EBITDA von rund 560 Mio EUR. Nach Angaben des Managements wurden in den ersten neun Monaten bereits 76% des Umsatzes und 72% des angestrebten EBITDA erwirtschaftet. Das Geschäft im vierten Quartal soll entsprechend dem saisonalen Muster nochmals an Schwung gewinnen.
RÜCKLÄUFIGE DYNAMIK FÜR 2010 ERWARTET
Die Swisscom-Tochter erwartet im Geschäftsjahr 2010 allerdings eine rückläufige Umsatzdynamik. "Wir rechnen mit einem verlangsamten Wachstum gegenüber 2009", sagte Fastweb-CFO Peter Burmeister am Mittwochabend gegenüber AWP. Hauptgrund sei, dass Grossprojekte in diesem Jahr mit 40 Mio EUR zum Umsatz beigetragen hätten, was sich so nicht wiederholen lasse.
Positiv fällt der Ausblick im Branchenvergleich aus. Fastweb rechnet nach Angaben des Finanzchefs weiterhin mit einem Wachstum über Markt. Im Mobilfunk will der alternative Anbieter 2010 der zweitgrösste Player ohne eigene Frequenzen (Mobile Virtual Network Operator) werden, gemessen an der Kundenzahl. Für externes Wachstum via Zukäufe sei das Unternehmen offen, hiess es.
REGULATORISCHE ÄNDERUNGEN MÖGLICH
Im kommenden Jahr könnte sich das regulatorische Umfeld nach Einschätzung des Managements in Italien verändern. Im Gespräch ist laut CFO unter anderem eine Erhöhung der Mietpreise für entbündelte Anschlüsse in ähnlicher Höhe wie 2009 - die Zusatzkosten im laufenden Jahr hatte das Unternehmen mit rund 10 Mio EUR beziffert. Dies soll sich in den kommenden Monaten entscheiden.
Analysten zufolge lag das italienische Unternehmen mit dem Umsatz unter den Markterwartungen, konnte beim EBITDA und der entsprechenden Marge die Erwartungen jedoch übertreffen. An der Mailänder Börse wird der Zahlenausweis honoriert, die Aktie gewinnt am frühen Nachmittag in einem schwachen Gesamtmarkt 2,3%.
Swisscom hält 82% der Anteile an Fastweb.
cc/ch

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