Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

(Ergänzt um weitere Angaben zum Geschäftsverlauf)
Bern (awp) - Die Swisscom hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 einen Gewinnrückgang bei einem leicht höheren Umsatz verzeichnet. Der Telekomkonzern verweist auf Sondereffekte, neben den Rückstellungen für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb wirkten sich auch höhere Abschreibungen und Währungseffekte negativ aus. Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wird bestätigt.
Der Umsatz stieg von Januar bis Juni um 0,5% auf 5'946 Mio CHF. Auf der Basis von konstanten Währungen betrug der Anstieg 1,8%. Ohne Fastweb konnte das Unternehmen um 1,9% zulegen. Dies sei vor allem auf die konjunkturelle Erholung, Firmenkäufe von Swisscom IT Services und das Wachstum im Mobilfunk sowie bei Bündelangeboten von Privatkunden zurückzuführen, teilte die Gesellschaft am Mittwoch mit.
Der EBITDA sank hingegen um 2,4% auf 2'287 Mio CHF. Belastet wird das Betriebsergebnis - wie bereits bekannt - durch Rückstellungen im ersten Jahresviertel in Zusammenhang mit dem Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb in Höhe von 102 Mio CHF. Bereinigt um die Rückstellung und Währungseffekte hätte der EBITDA um 2,8% zugelegt.
Einen Rückgang um 6,8% auf 1'297 Mio CHF gab es beim EBIT, der Reingewinn nach Minderheiten reduzierte sich um 12,5% auf 887 Mio CHF. Neben den Rückstellungen für Fastweb verweist die Swisscom hier auf höhere Abschreibungen und negative Währungseffekte.
Mit den Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen beim Umsatz getroffen, beim Reingewinn jedoch leicht verfehlt. Analysten hatten mit einem Umsatz von durchschnittlich (AWP-Konsens) 5'949 Mio CHF gerechnet, einem EBITDA von 2'253 Mio, einem EBIT von 1'259 Mio CHF und einem Reingewinn nach Minderheiten von 915 Mio CHF.
Der Operating Free Cash Flow stieg um 4,2% auf 1'416 Mio CHF, was hauptsächlich mit saisonal geringeren Ausgaben für Investitionen sowie tieferen Dividendenzahlungen an Minderheitsaktionäre von Tochtergesellschaften begründet wird. Die Nettoverschuldung sank innert Jahresfrist um 985 Mio CHF auf 9'227 Mio CHF.
Swisscom Schweiz steigerte den Umsatz mit externen Kunden im ersten Halbjahr um 0,9% auf 4'190 Mio CHF. Im Mobilfunk stieg die Zahl der Kunden im Vergleich zum Vorjahr um 4,0% auf 5,7 Mio. Der durchschnittliche Umsatz pro Mobilfunk-Kunde im Monat (ARPU) sank als Folge von Preissenkungen und neuen Tarifmodellen um 2,0% auf 49 CHF. Im ersten Halbjahr verkaufte die Swisscom 585'000 Mobilfunkgeräte, knapp die Hälfte davon waren Smartphones.
Die Anzahl Telefonanschlüsse (PSTN/ISDN) sank um 5,6% auf knapp 3,3 Mio. Nebst dem Marktanteilsverlust an Kabelnetzbetreiber sei der Rückgang vor allem eine Folge der Zunahme der entbündelten Anschlüsse, die sich gegenüber dem Vorjahr um 137'000 auf 219'000 erhöht hätten, so das Unternehmen.
Es resultierte ein leichter Rückgang der DSL-Breitbandanschlüsse um 0,6% auf 1,79 Mio. Der Bestand an Swisscom-TV-Kunden verdoppelte sich innert Jahresfrist nahezu und lag Ende Juni bei 317'000. Im ersten Halbjahr gewann Swisscom insgesamt 85'000 neue TV-Abonnenten.
Die italienische Tochter Fastweb hatte bereits in der Vorwoche Zahlen zum ersten Semester vorgelegt. Der Umsatz stieg um 2% auf 934,7 Mio EUR und der EBITDA ebenfalls um 2% auf 270,3 Mio EUR. Der Reingewinn sank um 62% auf 6,8 Mio EUR.
Swisscom bestätigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr ohne Berücksichtigung der Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren bei Fastweb. Für 2010 erwartet das Unternehmen ohne Fastweb einen Nettoumsatz von rund 9,15 Mrd CHF und einen EBITDA von rund 3,75 Mrd CHF. Die Investitionen werden bei rund 1,3 Mrd CHF gesehen.
Für Fastweb wird mit einem Umsatz von rund 1,95 Mrd EUR, einem EBITDA von rund 580 Mio EUR (ohne Rückstellung für das Mehrwertsteuerverfahren) und Investitionen von rund 410 Mio EUR gerechnet. Der Operating Free Cash Flow des Konzerns inklusive Fastweb soll ohne mögliche Sonderzahlungen von Rückstellungen für rechtliche Verfahren bei rund 2,6 Mrd CHF liegen.
cc/cf

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???