Swisscom senkt Interkonnektionspreise

Die Swisscom senkt die Preise für den Netzzugang (Interkonnektion). Der Telekommunikations-Konzern hat sich mit den Konkurrenten Sunrise, Tele2, Colt, GTN, Télésonique und STAR Telecom auf eine Senkung von 16 bis 19 Prozent für das Jahr 2000 geeinigt.

Dieser Inhalt wurde am 12. Januar 2000 - 11:31 publiziert

Der Telekommunikations-Konzern Swisscom senkt die Preise für den Netzzugang (Interkonnektion) auf breiter Front. Die Anbieter Sunrise, Tele2, Colt, GTN, Télésonique und STAR Telecom zahlen im laufenden Jahr 16 bis 19 Prozent tiefere Interkonnektionspreise.

Dank dem Durchbruch könne ein für alle Seiten sehr aufwendiges Verfahren vor der Aufsichtsbehörde vermieden werden, teilte die Swisscom am Mittwoch (12.01.) mit. Bei Bekanntgabe der neu berechneten Preise im November 1999, die rund 4,7 Prozent über den jetzt ausgehandelten Tarifen lagen, hatte die Swisscom Klagen nicht ausgeschlossen. Kurz vor Weihnachten konnte die Swisscom jedoch eine Einigung mit dem Konkurrenten Sunrise erreichen. Die damals erhoffte Signalwirkung für die Branche ist nunmehr Tatsache geworden. Die tieferen Interkonnektionspreise gelten für das laufende Jahr.

Man erwarte in den nächsten Wochen eine Reaktion der übrigen Fernmeldedienstanbieter auf die neue Offerte, sagte Swisscom-Sprecher Sepp Huber am Mittwoch auf Anfrage. Die Übereinkunft mit sechs bedeutenden Unternehmen sei zwar ein gutes Zeichen, doch seien Klagen nach wie vor nicht ausgeschlossen.

Insgesamt unterhält die Swisscom mit über 30 Anbietern Interkonnektionsvereinbarungen. Mit einem Aufwand von 15 Mio. Fr. hatte sie ein umfassendes Modell zur Kostenberechnung in der Interkonnektion (LRIC-Methode) entwickelt, auf das sich der Konzern bei der Berechnung der Preise ab 1. Januar 2000 abstützt.

SRI und Agenturen

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