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Gland (awp) - Der Online-Broker Swissquote hat im Geschäftsjahr 2010 wegen der Übernahmen des Devisenhandelsunternehmens ACM sowie der Konkurrentin Tradejet einen starken Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Gesamtertrag stieg dagegen an, wobei im vierten Quartal dank den ACM-Umsätzen ein starkes Wachstum resultierte.
Der Reingewinn fiel mit 21,2 Mio CHF um 39,5% tiefer aus als im Jahr davor, wie die Swissquote Group Holding SA am Freitag mitteilte. Der Betriebsertrag fiel bei einmaligen Kosten im Zusammenhang mit den Übernahmen um 18,9% auf 33,9 Mio CHF. Trotz dem Gewinnrückgang wird der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,60 CHF je Aktie vorgeschlagen.
WENIGER BÖRSENTRANSAKTIONEN
Der Gesamtertrag erhöhte sich im Gesamtjahr um 6,1% auf 104,6 Mio CHF. Das Hauptgeschäft der Swissquote Gruppe, das Kommissionsgeschäft, litt allerdings unter den schwachen Börsenaktivitäten der Kunden und verzeichnete einen Ertragsrückgang um 10,7%. Die durchschnittlich 13,8 Transaktionen pro Kunde und Jahr (VJ 16,9) seien der schwächste Wert seit Bestehen der Bank erlebt, sagte CEO Marc Bürki an der Medienkonferenz.
Im Zinsgeschäft resultierte dagegen ein Ertragswachstum von knapp einem Drittel. Das Depotvermögen stieg dank der verhältnismässig attraktiven Zinssätze der Swissquote-Bank um 72% auf 437 Mio CHF. Im letzten Quartal habe man durch eine Senkung der Zinsen eine Abschwächung herbeigeführt, sagte Bürki: Die Bank habe etwas Mühe gehabt, das neu zufliessende Geld zu platzieren.
Im dem vom Devisenhandel dominierten Handelsgeschäft resultierte dank der ACM-Übernahme ein Ertragswachstum von 58,1%. Das Handelsvolumen im eForex-Geschäft erreichte 185,4 (77,2) Mrd CHF und dürfte 2011 bereits bei 550 Mrd CHF liegen: "Das ist konservativ geschätzt", versicherte Bürki. Künftig soll das Handelsgeschäft rund 40% zum Gesamtertrag beitragen, womit auch die Abhängigkeit vom Kommissionsgeschäft verringert würde.
STARKER MITARBEITERZUWACHS
Der Betriebsaufwand erhöhte sich um 24,5% auf 70,7 Mio CHF. Dabei fiel nicht zuletzt die Übernahme der 85 ACM-Mitarbeitenden sowie ein weiterer Ausbau des Personalbestands um 34 Personen ins Gewicht. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen Ende Jahr 355 (236) Mitarbeitende. Auch der übrige Betriebsaufwand erhöhte sich wegen des stark gewachsenen eForex-Geschäfts sowie höheren Marketingaufwendungen stark.
Der Neugeldzufluss belief sich im vergangenen Jahr unter dem Strich auf 1,48 (1,38) Mrd CHF, womit das Ziel von 1,4 Mrd CHF übertroffen werden konnte. Davon seien rund 200 Mio CHF auf die Tradejet- und 100 Mio CHF auf die ACM-Übernahme zurückzuführen, sagte Bürki. Das Depotvermögen erhöhten sich im Jahresvergleich um 22,0% auf 8,03 (6,58) Mrd CHF.
Ein deutliches Wachstum erlebte auch die Zahl der Konten, die innert Jahresfrist um 19,2% auf 172'091 anstiegen. Noch bescheiden sind die Zahlen für das neue Vermögensverwaltungs-Tool des "ePrivate Banking", das bisher 338 Konten zählt. Von diesen seien erst bei 125 Konten die Strategien für die Vermögensverwaltung aktiviert. Swissquote habe etwas Lehrgeld bezahlen müssen, räumte Bürki ein: Die Vermögensverwaltungskunden seien nicht so einfach zu holen, es brauche auch die entsprechenden Mitarbeitenden.
STARKE ERTRAGSZUNAHME 2011
Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Swissquote eine Zunahme des Gesamtertrags in der Grössenordnung von 50%, vorausgesetzt im Kommissionsgeschäft werden die angestrebten mindestens 15 Transaktionen pro Kunde und Jahr wieder erreicht. Zudem strebt die Online-Bank einen Neugeldzufluss von 1,2 Mrd CHF an. Bei erholten Finanzmärkten soll das Depotvermögen damit die Marke von 10 Mrd CHF übersteigen.
Bei den Kosten erwartet Swissquote weitere Synergien aus der ACM-Übernahme. 2011 soll die Cost/Income-Ratio von 67,5% im 2010 wieder unter 60% gebracht werden, wie Bürki sagte. Damit dürfte sich auch die Betriebsgewinnmarge wieder auf 40% erholen.
An Aktienmarkt ist der Abschluss mit Abschlägen aufgenommen worden: Der Kurs der Aktie liegt gegen 13.30 Uhr um 2,1% im Minus bei 58,75 CHF.
tp/rt

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