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Swissquote 9 Mte: Geringerer Ertrag - höherer Gewinn

Dieser Inhalt wurde am 27. Oktober 2009 - 08:00 publiziert

Zürich (awp) - Der Online-Broker Swissquote hat in den ersten neun Monaten 2009 im Vergleich zur Vorjahresperiode trotz eines geringeren Ertrags mehr verdient. Für den Ertragsrückgang war in erster Linie das rückläufige Zinsgeschäft verantwortlich, in dem das Unternehmen für das vierte Quartal aber wieder mit steigen Erträgen rechnet. Bezüglich Neugeld hat der Online-Broker bereits nach neun Monaten sein für das Gesamtjahr avisiertes Ziel erreicht und befindet sich auch bezüglich Neukunden im Plan.
Die Ertragsentwicklung hat sich gemäss Mitteilung vom Dienstag in den drei Segmenten während der ersten neuen Monate unterschiedlich entwickelt. Während das Kommissions- und das Handelsgeschäft ihre Erträge auf 53,8 (VJ 50,9) Mio respektive auf 13,4 (6,9) Mio CHF erhöhten, verbuchte das Zinsengeschäft wie im Vorjahr einen Rückgang auf 7,5 (24,3) Mio CHF. Im Zinsenmarkt scheine die Talsohle nun aber erreicht und Swissquote rechne für das vierte Quartal wieder mit steigenden Zinserträgen, heisst es in der Mitteilung weiter.
Insgesamt erzielte Swissquote einen Gesamtertrag von 74,7 (82,2) Mio CHF. Dem stand ein auf 42,2 (39,8) Mio CHF gestiegener Betriebsaufwand gegenüber. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf höhere direkte Kosten beim eForex-Geschäft zurückzuführen. Der Personal- und der Marketingaufwand nahmen dagegen ab. Daraus resultierte ein geringerer Betriebsgewinn von 32,6 (42,2) Mio CHF. Die Betriebsgewinnmarge belief sich auf 43,6% (51,6%).
Der Reingewinn erhöhte sich dagegen auf 26,9 (VJ 24,1) Mio CHF. Die auseinanderlaufende Entwicklung von Betriebs- und Reingewinn in der Vergleichsperiode erklärt sich gemäss Swissquote mit dem im dritten Quartal 2008 notwendig gewordenen Abschreiber einer Obligation von Lehman Brothers in der Höhe von 9,3 Mio CHF und anderseits mit dem im dritten Quartal 2009 realisierten Erlös dieser zu 100% abgeschriebenen Obligation von 1,1 Mio CHF.
Die Kundenvermögen erhöhten sich auf 6'378,0 Mio CHF verglichen mit 5'198,6 Mio CHF im Vorjahr. Die Zahl der Handelskunden stieg auf 130'645 (108'777) und jene der Sparkunden erreichte Ende September 6'339 (1'776). Letztere verfügten über ein Depotvermögen von 188,1 Mio CHF.
Swissquote habe damit beim Neugeld schon nach neun Monaten die für das Gesamtjahr anvisierten Ziele erreicht (mindestens 1 Mrd CHF Neugeld) und liege bei den Neukunden im erwarteten Wachstumsrhythmus (25'000 Neukunden pro Jahr), schreibt die Gesellschaft weiter.
Für das vierte Quartal 2009 rechnet Swissquote mit Zahlen, die im Rahmen des dritten Jahresviertels liegen dürften. Eine Prognose für das kommende Jahr wollte CEO Marc Bürki auf Anfrage von AWP noch nicht machen. "Dazu ist es noch etwas zu früh", sagte. Er gehe aber davon aus, dass sich das Kerngeschäft (Handel) im selben Ryhtmus wie im laufenden Jahr entwicklen werde. Bezüglich Handelskunden habe das Unternehmen noch Wachstumsspielraum. Das avisierte Ziel von rund 200'000 Kunden sei ja noch nicht erreicht, ergänzte Bürki.
sig/ra

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