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Swissquote Q1: Trotz mehr Kunden weniger verdient (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 13:00 publiziert

Gland (awp) - Die Swissquote Group hat für das erste Quartal kontrastreiche Resultate vorgelegt. Auf der einen Seite glänzte der Online-Broker mit starken Zuwachsraten bei Kundenzahl, Kundenvermögen und Neugeldzufluss. Auf der andern Seite vermochte das Unternehmen dies nicht in eine deutliche Ertragssteigerung umzusetzen. Für das Gesamtjahr 2010 zeigt sich das Management aber zuversichtlich und hat aufgrund der Entwicklung im ersten und dem bisherigen Verlauf im zweiten Quartal sein Ziel bezüglich Neugeldzufluss für das Gesamtjahr erhöht.
STARKE ZUNAHME DER ZAHL DER SPARKUNDEN
Mit einem Neugeldzufluss von 353,9 Mio CHF (+21,8% ggü Vorjahr), Kundenvermögen von erstmals über 7 Mrd CHF und einer Steigerung der Kundenzahl um 19% auf 149'277 habe Swissquote die eigenen "ehrgeizigen" Ziele erneut erreicht, erklärte CEO Marc Bürki anlässlich einer Telefonkonferenz am Donnerstagmorgen. Erfreut zeigte sich der CEO insbesondere über die um 218% gesteigerte Zahl der Sparkunden. Pro Kopf hielten diese ein Depotvermögen von rund 30'000 CHF was deutlich über dem Schweizer Schnitt von 20'000 CHF liege. Ausserdem steuerten sie einen Ertrag im ersten Quartal von knapp 0,9 Mio CHF zum Gesamtergebnis bei und übertragen dabei laut Bürki die Zielmarge von 0,5%.
Bei der Ertragsentwicklung beschleiche einem aber das Gefühl der Stagnation, sagte der Swissquote-Chef. Er führte die im Vergleich zur Zunahmen der Kundenzahl unterdurchschnittliche Entwicklung der Erträge, insbesondere im Kommissionsgeschäft, auf das derzeitige Marktumfeld zurück. Die Handelskunden würden auf eine Korrektur warten und hielten sich deshalb an den Seitenlinien auf. Mit nur 14,1 Transaktionen pro Kopf und Jahr (TPCPY) erreichte die Transaktionstätigkeit im ersten Quartal ein Niveau, das Swissquote zuletzt vor fünf Jahren gesehen hatte.
Im Zinsgeschäft wiederum sanken aufgrund der angespannten Situation in den globalen Geldmärkten die Einnahmen trotz der erstmals auf über 2,0 Mrd CHF gestiegenen Bilanz. Dies schlug sich gegenüber dem Vorjahr in einem Rückgang des Zinsertrages um 30,8% auf 2,3 Mio CHF nieder. Dank des um 2,7% auf 15,9 Mio CHF gestiegen Ertrags im Kommissionsgeschäfts und insbesondere dank des um 14,9% auf 5,1 Mio CHF erhöhten Ertrags im Handelsgeschäft resultierte schliesslich ein mit 23,4 Mio CHF gehaltener Gesamtertrag.
HÖHERE MARKETINGKOSTEN BELASTEN
Dem stand ein um 16,1% auf 16,0 Mio gestiegener Aufwand gegenüber, wofür höhere Marketing- und Branding-Ausgaben für das im ersten Quartal lancierten "Swissquote ePrivate Banking Magazin" sowie Lizenzgebühren für das Segment eForex verantwortlich waren.
Unter dem Strich erzielte Swissquote einen Reingewinn von 5,8 Mio CHF, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 22,4% entspricht. Per Ende März wies Swissquote eine Tier-1-Ratio von 24,7% nach 26,0% per Ende 2009 sowie ein Eigenkapital von 181,8 Mio verglichen mit 174,2 Mio CHF aus.
ZIELE 2010 ERHÖHT
Bezüglich der Wachstumsziele zeigte sich Bürki aufgrund der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zuversichtlich. Der Zustrom neuer Kundengelder habe sich im bisherigen Verlauf des zweiten Quartals weiter verstärkt, sagte der CEO. Das bisher gesetzte Ziel für 2010 von mindestens 1 Mrd CHF Neugeldzufluss werde man somit "spielend" erreichen beziehungsweise übertreffen. Er gehe davon aus, dass Swissquote 1,2 Mrd CHF an neuen Kundengeldern akquirieren werde.
Die vorgelegten Resultate lagen auf Gewinnstufe im Rahmen der Prognosen von Helvea, beim Neugeldzufluss und der Kundenzahl indes darüber. Die Marktteilnehmer reagierten positiv auf die Zahlen. Die Swissquote-Aktien steigen am Donnerstag bis gegen 11.40 Uhr um 4,4% auf 46,75 CHF (SPI +0,9%).
sig/uh

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