Sydney 2000: Bruno Risi im Punktefahren nur auf Platz 12

Bruno Risi (Bildmitte) konnte im Punktefahren nicht oft auf seine Konkurrenten zurückblicken. Keystone

Bruno Risi steht mit dem Punktefahren bei Olympia weiterhin auf Kriegsfuss. Nach der Enttäuschung mit dem 17. Rang in Atlanta kam der Weltmeister dieser Sparte im Dunc-Gray-Velodrom in Sydney mit zwei Runden Rückstand nicht über den 12. Platz hinaus.

Dieser Inhalt wurde am 20. September 2000 - 16:30 publiziert

Olympiasieger wurde Juan Llaneras (Sp, 31). Die Silbermedaille wurde von Milton Wynants (Uru) gewonnen, Bronze ging an Alexej Markow (Russ).

Während Risi vor vier Jahren in Atlanta an den hohen Erwartungen scheiterte, bestritt der Urner diesmal ein Rennen mit grosszügigem Einsatz. Insbesondere vor der Hälfte der über 40 km führenden Prüfung versuchte der Innerschweizer mit allen Mitteln, eine Vorentscheidung zu seinen Gunsten herbei zu führen.

Dies gelang nicht. Drei Gründe waren dafür Ausschlag gebend. Risi wurde als Punktefahren-Weltmeister von den Gegnern sehr eng markiert. Der Blondschopf verfügte auch nicht über die Spritzigkeit, die ihm im letzten Oktober in Berlin den WM-Titelgewinn erlaubte. Und schliesslich war die Rivalität unter den Profis des Sechstage-Geschäftes unverkennbar.

In den 16 Punktewertungen kam Bruno Risi nur fünf Mal zu Zählern. Lediglich bei einer einzigen Wertung sicherte sich der Urner mit fünf Punkten das Maximum. Eine solche Ausbeute ist zu gering, solange nicht ein Rundengewinn gelingt. Und davon war der Innerschweizer zum Abschluss der Mittwoch-Session auf der 250-m-Holzpiste weit entfernt.

Zwischen der 92. und der 101. der 160 Runden holten Llaneras, Wynants und Markow den vorentscheidenden Rundengewinn heraus, nachdem bereits fest stand, welche Fahrer das Podium besteigen würden. Später gehörte der Olympiasieger einer Gruppe an, der ein weiterer Rundengewinn gelang.

Damit wurde der erste spanische Olympiasieg auf der Bahn seit 1992 Tatsache, als José Moreno in Barcelona zum Entzücken der einheimischen Zuschauer das Kilometer-Zeitfahren für sich entschieden hatte.

swissinfo und Agenturen

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