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HOLZMINDEN/FRANKFURT (awp international) - Der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise hat 2010 seine selbst gesteckten Ziele übertroffen und zeigt sich auch für das laufende Jahr zuversichtlich. "Für das laufende Geschäftsjahr sind wir optimistisch und haben uns zum Ziel gesetzt, erneut schneller als der Markt zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen", sagte Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram am Mittwoch in Frankfurt. Nach den Nachholeffekten im vergangenen Jahr sei aber ein moderateres Wachstum zu erwarten. Bertram peilt deshalb für 2011 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent und eine operative Ertragsmarge (EBITDA) von mehr als 20 Prozent an. "Wir sind das profitabelste Unternehmen in der Branche", betonte er. Die Aktien gehörten mit einem kräftigen Kursplus am Mittwoch zu den stärksten Gewinnern im MDax .
Neben dem anhaltend starken Wachstum in den Schwellenländern habe auch die Nachfrage in Westeuropa und anderen etablierten Märkten deutlich angezogen, sagte Bertram. Im vergangenen Jahr legte der Umsatz insgesamt mit Rekordtempo um 15,4 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro zu. Das Wachstum des Marktes lag dabei bei etwa sechs Prozent. Unterstützt worden sei das Wachstum auch durch den weltweiten Lageraufbau im ersten Halbjahr, sagte Symrise-Chef. In der Krise hatten die Kunden ihre Läger geräumt. Symrise profitierte im vergangenen Jahr auch von einem starken Wachstum bei Grosskunden und in den Schwellenländern.
Symrise habe im vergangenen Jahr in allen Regionen und in beiden Geschäftsbereichen den Umsatz zweistellig gesteigert, sagte Bertram. Insgesamt erwirtschaftet Symrise inzwischen knapp die Hälfte der Umsätze in Schwellenländern, die besonders stark wachsen. Der Konzern sei dabei "hochprofitabel". Im vergangenen Jahr kletterte die EBITDA-Marge auf 21,1 (Vorjahr: 18,0) Prozent. Die eigene Zielmarke hatte bei mehr als 20 Prozent gelegen. Insgesamt kletterte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 35 Prozent auf 331 Millionen Euro. Der Gewinn sprang auf 133,5 (84,3) Millionen Euro. Die Aktionäre sollen für 2010 eine um zehn Cent auf 0,60 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten. Der Konzern erfüllte damit auch in etwa die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten.
Am Finanzmarkt war die Reaktion auf die Bilanz und den Ausblick ausgesprochen positiv. Gegen Mittag legten die Aktien um 5,26 Prozent auf 20,305 Euro zu. Sie lagen damit auf dem zweiten Platz bei den Gewinnern im MDax . Dieser legte zeitgleich um 1,36 Prozent auf 10.367,85 Punkte zu. Händler zeigten sich in ersten Reaktionen insbesondere vom Ausblick positiv überrascht. Für Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz lag der Ausblick unterdessen im Rahmen der Erwartungen. Noch etwas verhaltener fiel das Urteil bei der UBS aus. So liege die für 2011 angepeilte operative Ertragsmarge unter dem 2010er Wert. Die Aktie habe aber einige Monate geschwächelt, so dass dies bereits grossteils eingepreist sein dürfte. WestLB-Analyst Norbert Barth verwies darauf, dass die Papiere niedriger bewertet seien als die der wichtigsten Konkurrenten Givaudan und IFF.
Deutlich gelassener als mancher Konkurrent zeigte sich Symrise-Chef Bertram mit Blick auf den jüngsten Anstieg der Rohstoffkosten. Zwar sei auch für 2011 mit zusätzlichen Belastungen im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen. Doch nur etwa 30 Prozent der bei Symrise eingesetzten Rohstoffe seien rohölbasiert. Dabei sähen die Verträge mit den Kunden zudem Preisanpassungen vor. Im weit überwiegenden Teil seiner Rohstoffversorgung profitiere Symrise von seiner starken Rückwärtsintegration, also der Übernahme vorgelagerter Fertigungsstufen. Dies biete den strategischen Vorteil eines gesicherten Rohstoffzugangs in ausreichender Menge zu gleichbleibender Qualität mit geringen Preisschwankungen.
Auch im Geschäft mit Grosskunden sieht Bertram trotz der Steigerung des Umsatzanteils von rund elf Prozent bei Gründung 2002 auf 30 Prozent im vergangenen Jahr noch sehr viel Potenzial. "Hier gibt es noch Luft nach oben", sagte er ohne allerdings eine genaue Zielgrösse anzugeben. Wettbewerber hätten einen fast doppelt so hohen Anteil. Risiken oder eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Kunden sieht er nicht. So liege derzeit auch der grösste Kunde beim Umsatz bei einem Anteil von unter fünf Prozent. Auch durch Zukäufe wolle Symrise weiter wachsen. "Wir prüfen immer auch diese Möglichkeit", sagte Bertram. Es bestehe aber kein Grund zur Eile. Grösse schaffe keinen Wert an sich. Auch werde Symrise keine Phantasieprämien bezahlen./jha/mne/wiz

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