Navigation

Synthes Q1: Deutliche Umsatzsteigerung - Guidance bestätigt (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 16:00 publiziert

West Chester (awp) - Synthes ist gut ins neue Jahr gestartet. So hat der Orthopädiekonzern im ersten Quartal 2010 die Verkäufe über den Erwartungen gesteigert und auch im Vergleich mit dem Schlussquartal des Vorjahres beschleunigte Zuwachsraten erreicht. Für das Ganzjahr gibt sich das Management zugleich zuversichtlich und vorsichtig, bestätigt aber die Umsatz-Guidance für das Gesamtjahr. Am Markt wurde von einem insgesamt soliden Zahlenset gesprochen, die Aktie wechselte im Tagesverlauf vom Plus ins Minus.
Im Berichtsquartal stieg der Umsatz um 13,3% auf 911,7 Mio USD, entsprechend einer Zuwachsrate um 8,8% in Lokalwährungen (LW).
NORDAMERIKA UNTER DRUCK
In Nordamerika, dem grössten Absatzmarkt des Unternehmens, stieg der Umsatz um 6,6% auf 533,1 Mio USD (+6,0% in LW). Dabei ist der Bereich Trauma "solide" gewachsen und hat von Verkaufsinitiativen und der Marktakzeptanz für neue Produkte profitiert, wie CEO Michel Orsinger am Donnerstag an einer Telefonkonferenz sagte. Allerdings sei die Wachstumsdynamik durch eine Abschwächung der Beiträge des Bereichs Wirbelsäule etwas gebremst worden. In diesem Segment hätten sich sowohl der Preisdruck als auch Verzögerungen bei neuen Produkteinführungen negativ ausgewirkt.
"Der US-Markt steht wegen des anhaltenden Preisdrucks und des Lagerabbaus durch die Krankenhäuser weiter unter Druck", sagte der CEO. Künftig wolle sich das Unternehmen noch besser an diese Herausforderungen anpassen. Dabei wolle man sich aber nicht primär auf Preisdiskussionen einlassen, sondern Mehrwert durch Innovationen und eine weiter verbesserte Effizienz des Aussendienstes bieten. Trotz der Abschwächung sei auch der Wirbelsäulen-Markt weiterhin attraktiv.
In Europa stieg der Umsatz um 21,7% (13,3% in LW) auf 226,1 Mio USD. Dabei hätten alle Produktgruppen zweistellige Zuwachsraten verzeichnet, hiess es. Hauptgründe sei die höhere Anzahl winterbedingter Frakturen, der weitere Ausbau des Aussendienstes sowie die Einführung neuer Produkte in Kombination mit Ausbildungsinitiativen gewesen. Zusätzlich unterstützt hätten Leistungssteigerungen in den grössten regionalen Märkten Deutschland und Grossbritannien. "Wir sind zufrieden mit der Performance in Europa", fasste der CEO zusammen.
Im asiatisch-pazifischen Raum stieg der Umsatz um 28,7% (+16,8% in LW) auf 100,2 Mio USD. In Japan hätten trotz der Auswirkungen im April 2009 staatlich verordneter Preissenkungen "solide" Umsätze erzielt werden können. "Ausgezeichnete Ergebnisse" seien in China und Indien erreicht worden.
AUSBLICK VERHALTEN OPTIMISTISCH
Zum Ausblick gibt sich das Management weiter zurückhaltend, aber doch auch zuversichtlich. "Das Ergebnis für das 1. Quartal 2010 stimmt uns zuversichtlich", sagte Orsinger. Trotzdem bleibe man in Bezug auf die Aussichten für den Rest des Jahres vorsichtig.
Man gehe für 2010 weiter von einer Umsatzsteigerung um 5-10% in Lokalwährungen (LW) aus, präzisierte Sprecher Gilgian Eisner auf Anfrage von AWP. Ein Umsatzwachstum über 10% bezeichnete er als unrealistisch. Damit bestätigte Eisner die anlässlich der Bilanzmedienkonferen Mitte Februar abgegebene Guidance. Während ein Wachstum im US-Markt - auch angesichts der marktbeherrschenden Stellung im Trauma-Bereich - insgesamt schwierig bleiben dürfte, soll in Europa über dem Marktwachstum von 5-7% zugelegt werden und auch in der Region Asien/Pazifik stärker als der Markt (hoher 10er Prozentbereich) gewachsen werden.
AKTIE SCHWÄCHER
Mit den Umatzzahlen hat Synthes die Erwartungen der Analysten insgesamt übertroffen. Allerdings fiel das Wachstum in Nordamerika tiefer als erwartet aus. Generell sprachen die Experten von einem soliden und dynamischen Wachstum, etwas vorsichtiger wurde aber die Entwicklung in Nordamerika beurteilt.
Nach frühen Käufen änderten die Anleger im Verlauf ihre Meinung und trennten sich von den Titeln. Bis um 15.50 sinken die Aktien in einem freundlichen Gesamtmarkt um 0,8% auf 125,20 CHF.
ch/rt

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?