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Syriens Staatschef Assad in Genf eingetroffen

Der syrische Präsident Hafis el Assad ist am frühen Samstagabend (25.03.) in Genf eingetroffen. Der 69-jährige Assad will am Sonntag in der Rhonestadt mit US-Präsident Bill Clinton zusammenkommen, um über den Nahost-Friedensprozess zu sprechen.

Dieser Inhalt wurde am 25. März 2000 - 19:38 publiziert

Der syrische Präsident Hafis el Assad ist am frühen Samstagabend (25.03.) in Genf eingetroffen. Der 69-jährige Assad will am Sonntag in der Rhonestadt mit US-Präsident Bill Clinton zusammenkommen, um über den Nahost-Friedensprozess zu sprechen.

Die Boeing 747 der Syrian Arab Airlines landete kurz vor 18.00 Uhr auf dem Flughafen Genf-Cointrin. Assad wirkte bei seiner Ankunft entspannt. Er gab jedoch keine Erklärung ab.

Empfangen wurde der syrische Staatschef von einer Delegation des Kantons und der Stadt Genf, den Botschaftern der Arabischen Liga in Genf sowie vom Schweizer Botschafter bei den internationalen Organisationen in der Rhonestadt, François Nordmann.

Assad und ein Teil seiner Delegation verliessen gegen 18.10 Uhr den Flughafen in einem Konvoi von rund zwei Dutzend Limousinen unter Polizeischutz Richtung Stadt. Kurz nach der Präsidentenmaschine setzte in Cointrin ein zweites Flugzeug der Syrer, eine Boeing 727, auf. Die syrische Delegation umfasst nach Angaben eines Flughafensprechers insgesamt rund 200 Personen.

US-Präsident Clinton wird aus Pakistan kommend am Sonntag kurz nach drei Uhr morgens in Genf erwartet. Die US-Delegation umfasst rund 300 Personen. Die beiden Staatschefs wollen am Sonntagmittag in einem Genfer Hotel zusammentreffen.

Bereits seit Tagen kreisen in dem Gebiet um das Hotel Helikopter, die die Lage aus der Luft beobachten. Für das kurzfristig anberaumte Treffen zwischen den beiden Staatschefs mussten Hunderte von Gästen aus dem Hotel Intercontinental umquartiert werden.

Der Gipfel soll die seit dem 10. Januar unterbrochenen Friedensgespräche zwischen Israel und Syrien wieder in Gang bringen. Ob Bundespräsident Adolf Ogi auch nach Genf kommt, war bis am Samstagnachmittag nicht klar.

Prinzip "Land gegen Frieden"

Assad will von seinem Prinzip "Land gegen Frieden" nicht abrücken. Assad sei zu keinem Kompromiss bereit, schrieb am Samstag eine staatliche syrische Zeitung. Clinton werde sehen, dass Syrien jederzeit zu einem Durchbruch bereit sei, wenn seine Rechte geachtet würden, schrieb der Chefredaktor der Zeitung "as- Saoura" Amid Khouli in einem Editorial.

Er hoffe, dass Clinton eine klare Entscheidung Israels für den Frieden mit nach Genf bringe, schreibt Khouli weiter. Darin müsse auch eine formelle Ankündigung für einen Rückzug vom Golan auf die Grenzen vom 4. Juni 1967 enthalten sein.

Wenn Clinton diesen "Zauberschlüssel" (des totalen Rückzugs) mitbringe, könnten alle andern Friedensdossiers verhandelt werden, fährt die Zeitung fort.

swissinfo und Agenturen

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