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T-20: Ein neuartig designtes Medikament

Um sich zu vermehren, muss das Aidsvirus in spezielle Immunzellen gelangen, die so genannten T4- Helferzellen. Diese steuern massgeblich die Antwort des Körpers auf eingedrungene Krankheitserreger und sind für den Menschen damit lebenswichtig.

Dieser Inhalt wurde am 09. Juli 2002 - 07:48 publiziert

Die Helferzellen jedoch werden von Aids-Virus "gekapert" und zerstört. Die neue Klasse von Medikamenten verhindert bereits das Eindringen der Viren in die T4-Helferzellen, indem es ein dafür wichtiges Molekül auf der Aussenseite der Zellen blockiert.

An seiner Aussenseite trägt das Aidsvirus ein Molekül zu dem es auf der Zelle ein genau passendes Gegenstück gibt Die Folge: Viren und Zelle haften aneinander wie die beiden Hälften eines Druckknopfes.

Einmal so angelagert ändert das Molekül geringfügig seine Form und dockt an ein zweites Molekül auf der Oberfläche der Immunzelle an. Daraufhin wird der Weg für ein weiteres Viren-Protein frei. Dieses stösst wie eine Harpune durch die Membran der menschlichen Zelle und führt so zur Fusion zwischen Virus und Zelle.

Blockierung von Fusion zwischen Virus und Zelle

Genau an dieser Stelle kommt das neue Medikament T-20 zum Zuge. Es blockiert das Viren-Protein. Computer-Animationen von Molekularbiologen zeigen, dass Zelle und Virus daraufhin einander nicht mehr nahe genug kommen. Die Verschmelzung bleibt daher vielfach aus, das Virus "ist aussen vor".

T-20 ist ein kleines, künstliches Protein. Es besteht aus 36 chemischen Bausteinen (Aminosäuren).

Nicht ausgeschlossen ist, dass die Aidsviren irgendwann auch gegen den neuen Wirkstoff resistent werden.

swissinfo und Agenturen

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