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Tag des Wassers: Appelle für gerechte Verteilung und besseren Schutz der Wasserressourcen

Zum Welttag des Wassers haben Umweltorganisationen am Mittwoch (22.03.) zur gerechten Verteilung des Wassers aufgerufen. Am Weltwasser-Forum in Den Haag schlug die Schweiz vor, eine Haftung bei grenzüberschreitender Wasserverschmutzung einzuführen.

Dieser Inhalt wurde am 22. März 2000 - 14:36 publiziert

Zum Internationalen Tag des Wassers haben die Umweltorganisationen Pro Natura und WWF Schweiz am Mittwoch (22.03.) zur gerechten Verteilung der Wasserreserven aufgerufen. Am 2. Weltwasser-Forum in Den Haag schlug die Schweiz vor, eine Haftung bei grenzüberschreitender Wasserverschmutzung einzuführen.

Philippe Roche, Direktor des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal), forderte am Weltwasser-Forum (17.-22.03.) die Schaffung einer grenzüberschreitenden Haftung im Bereich des Wassers. Die jüngste Umweltkatastrophe in Rumänien habe gezeigt, dass die internationale Gesetzgebung Lücken aufweise, erklärte Roche.

Nach Angaben des Buwal reichen die Trinkwasser-Reserven des Planeten für die Bedürfnisse der Weltbevölkerung aus. Aber bereits heute hätten 1,2 Milliarden Menschen keinen genügenden Zugang zum Wasser. Die Schweiz wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass die Ökosysteme, die für Wasser wichtig sind, geschützt werden.

Pro Natura Schweiz rief ihrerseits die Kantone auf, allen Fliessgewässern mehr Raum zu geben. Sie sollten Artikel 21 der neuen schweizerischen Wasserbauverordnung ernst nehmen und raumplanerische Massnahmen treffen, damit die Gewässer wieder lebendig werden.

Auch der WWF Schweiz hat das Thema Wasser zu einem seiner Kerngeschäfte bestimmt. Er weist darauf hin, dass die Landwirtschaft weltweit 70
ller Wasservorräte für ihre Bedürfnisse verwende. Eine ungezügelte Verwendung von Düngemitteln und Pestiziden verursache eine dramatische Verschmutzung von Flüssen, Seen und dem Grundwasser, teilte der WWF per Communiqué mit.

Der Welttag des Wassers (22. März) wird seit bald zehn Jahren begangen. 1992 beschloss die UNO-Generalversammlung, den Welttag des Wassers einzurichten, um damit an die Agenda 21 der UNO-Umwelt- und Entwicklungskonferenz (UNCED) in Rio de Janeiro zu erinnern. Agenda 21 verlangt unter anderem, dass die Behörden der einzelnen Länder einen konkreten Plan für die Bewahrung einer gesunden Umwelt ausarbeiten sollen.

swissinfo und Agenturen

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