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Bern (awp/sda) - Montag, 12. Juli
EINWANDERUNG DOMINIERT WOHNUNGSMARKT: Wohnungsknappheit und teure Mieten in den grossen Städten haben in den letzten Jahren vermehrt Schweizer Haushalte in die Agglomerationen verdrängt. Es sind vor allem junge, gut verdienende und häufig kinderlose Zuwanderer, welche die steigenden Mieten noch bezahlen können. Diese kommen leichter an Wohnungen als viele Schweizer: Ihre Einkommen haben im Durchschnitt in den vergangenen Jahren stärker zugelegt als jene der Schweizer, wie in einem Beitrag in der Zeitschrift "Die Volkswirtschaft" des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) steht. In den Jahren 2004 bis 2009 seien am stärksten die Zentren um Zürich und Zug sowie die Genfersee-Region von der Knappheit an Mietwohnungen betroffen gewesen. Dies ging einher mit stark steigenden Mieten: In Zürich stiegen die Mieten um 9,7 Prozent und im Raum Zug um 10,6 Prozent.
WENIG TRANSPARENZ: In den Ferien mit der Kreditkarte zu bezahlen ist einfach und praktisch. Das böse Erwachen folgt oft erst mit der Abrechnung: Dann ist das Essen im schicken Restaurant plötzlich teurer, und das Hotelzimmer kostet viel mehr als einst im Kopf berechnet. Anders als im Inland, wo beim Einkauf mit der Visa- oder Mastercard für den Kunden keine Gebühr erhoben wird, ist das Zücken der Karte im Ausland nicht kostenlos. Auf Auslandtransaktionen wird von den Kreditkarten-Herausgebern eine Gebühr von 0,9 bis 2,5 Prozent des ausgegeben Betrags erhoben.
KAFFEE-PREISE KLETTERN: Wegen Sorgen um Versorgungsengpässe der Sorten Robusta und Arabica sind die Preise an den Rohstoffbörsen von London und New York innert einer Woche um bis zu 20 Prozent gestiegen. Rückläufige Lieferungen aus Produzentenländern, darunter vor allem Vietnam und Kolumbien, haben die Vorräte an den internationalen Kaffeebörsen nach Angaben von Experten bedenklich schrumpfen lassen. Gründe für die Rückschläge im Kaffeeanbau Kolumbiens sind starke Regenfälle, das Wetterphänomen El Nino, teurer gewordene Düngemittel, Insektenplagen und Blattkrankheiten. Die Verkäufe Vietnams liegen um rund 20 Prozent unter denjenigen des Vorjahres.
AON ERWIRBT HEWITT: Der weltgrösste Versicherungsmakler Aon weitet sein Beratungsgeschäft durch einen Milliardenzukauf aus. Aon übernimmt für etwa 4,9 Mrd. Dollar in bar und Aktien die Personalberatung Hewitt. Der Kaufpreis liegt mehr als 40 Prozent über dem Hewitt-Schlusskurs von Freitag an der New Yorker Börse. 2013 will Aon durch die Übernahme 355 Mio. Dollar einsparen - unter anderem durch Reduzierungen in der Verwaltung und durch Stellenabbau auf Manager-Ebene.
ÖLPEST KOSTET IMMER MEHR: Die Ölpest im Golf von Mexiko hat den Konzern BP nach eigenen Angaben bislang etwa 3,5 Mrd. Dollar gekostet. Es seien mehr als 52'000 Zahlungen an Kläger getätigt worden, teilte BP zudem mit. Die bislang ausgezahlte Entschädigungssumme belaufe sich auf fast 165 Mio. Dollar. Insgesamt seien 105'000 Forderungen eingegangen. Seit Tagen halten sich hartnäckig Spekulationen, der Ölmulti könnte zum Übernahmekandidaten werden. Jüngst wurden die beiden US-Konzerne Exxon und Chevron als potenzielle Interessenten gehandelt.
HÖHERE BANKEINLAGENSICHERUNG: Die Guthaben von Bankkunden sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission künftig besser vor Verlust im Fall einer Bankenpleite geschützt werden. Bis zum Ende des Jahres soll die abgesicherte Summe je Kunde einer Bank auf 100'000 Euro steigen, erklärte die Behörde in Brüssel. Die EU will mit der Reform der gesetzlichen Einlagensicherung ausserdem dafür sorgen, dass die Vorsorgetöpfe der Banken besser gefüllt werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen die Geldhäuser 1,5 Prozent aller erstattungsfähigen Einlagen auf Konten und Sparbüchern in die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherungssysteme einzahlen.
WACHSTUM DANK STAATSKONSUM: Die britische Wirtschaft hängt auch nach dem Ende der Rezession am Tropf des Staates: Von Januar bis März wuchs die Wirtschaft zwar nach revidierten Daten des Nationalen Statistikamtes (ONS) um 0,3 Prozent. Der Staatskonsum trug dabei aber 0,4 Prozent zum Wachstum bei. Die öffentliche Hand steigerte die Ausgaben zum Vorquartal um 1,5 Prozent. Der Export brach hingegen um 1,7 Prozent ein. Mit der von Premierminister David Cameron angekündigten Rotstiftpolitik wird künftig die staatliche Konjunkturstütze wegbrechen.
THOMAS COOK EXPANDIERT: Europas zweitgrösster Reiseveranstalter, der britische Touristik-Konzern Thomas Cook, übernimmt den deutschen Türkeireise-Spezialisten Öger Tours. Thomas Cook bezifferte den Kaufpreis auf rund 30 Mio. Euro inklusive der Übernahme von Schulden. Öger Tours ist in Deutschland Marktführer für das seit Jahren boomende Reiseland Türkei. Die Marke Öger Tours und der Sitz in Hamburg sollen erhalten bleiben. Im vergangenen Geschäftsjahr (bis 31. Oktober 2009) beförderte Öger Tours mehr als 400'000 Passagiere. Der Veranstalter wies einen Verlust vor Steuern von 7,3 Mio. Euro aus, der Umsatz lag bei 256 Mio. Euro.
NEUE BESITZER: Die 173 deutschen Filialen der schwedischen Bank SEB mit rund 2000 Mitarbeitenden gehören künftig dem spanischen Banco Santander. Der Verkäufer bezifferte den Verkaufspreis auf 555 Mio. Euro. Auch die HypoVereinsbank hatte mit um das Filialgeschäft gebuhlt, aber Bankern zufolge weit weniger geboten. Banco Santander ist in Deutschland bisher nur als Konsumfinanzierer aktiv.
PASSAGIERREKORD: Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im Juni einen Passagierrekord verbucht. Am grössten deutschen Airport starteten und landeten 4,9 Millionen Fluggäste, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Frachtgeschäft legte um knapp 30 Prozent auf 192'500 Tonnen zu. "Diese Werte belegen eindrucksvoll, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden ist und sich der Luftverkehr trotz vieler kleinerer Zwischenfälle wieder auf einem guten Weg befindet", sagte Firmenchef Stefan Schulte.
KEINE BUNNIES FÜR INVESTOREN: Anschauen soll sie sich jeder - doch gehören sollen die berühmten Bunnies nur noch einem: Playboy-Gründer Hugh Hefner. Der 84-Jährige will sein Unternehmen von der Börse nehmen. Er hat dazu ein Angebot eingereicht, das den Konzern um das Männermagazin mit etwa 185 Mio. Dollar bewertet. Für jede Aktie, die sich derzeit bei einem Anleger befindet, biete Hefner 5.50 Dollar, das entspreche einem Aufpreis von etwa 40 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag.

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