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Bern (awp/sda) - Dienstag, 13. Juli
SINKENDE HANDELSPREISE: Wegen der tieferen Preise für Erdöl ist das Preisniveau im Grosshandel im Juni erstmals seit vier Monaten wieder gesunken. Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) ermittelte Produzenten- und Importpreisindex sank im Vergleich zum Mai um 0,4 Prozent. Der Index belief sich im Juni auf 107,3 Punkte. Innert zwölf Monaten sind die Produzenten- und Importpreise damit um 0,9 Prozent gestiegen. Die Preise für Importgüter sind dabei mit einem Plus von 2,3 Prozent innert Jahresfrist deutlich stärker gestiegen als jene der Inlandgüter, die um 0,3 Prozent teurer wurden.
HÖHERE NACHFRAGE: Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz dürften von der Erholung der Exportmärkte profitieren. Der Exportbarometer der Credit Suisse (CS) ist im Laufe der letzten drei Monate weiter angestiegen und steht aktuell bei 0,3. Der Wert liegt damit deutlich über der Wachstumsschwelle von -1 und über dem Nullwert, der eine Stagnation der Exporte signalisiert. Die ausländische Nachfrage nach Schweizer Produkten zeige sich so freundlich wie seit Sommer 2008 nicht mehr Die Prognosen der CS-Ökonomen werden auch von den KMU geteilt: Die von der Aussenhandelsförderorganisation Osec erhobenen KMU-Exportperspektiven zeigen, dass auch die Unternehmen im dritten Quartal von einem Exportzuwachs ausgehen.
TIEFERE HYPOTHEKAR-ZINSEN: Wohneigentum zu finanzieren ist noch günstiger geworden: Im zweiten Quartal 2010 sank das bereits tiefe Niveau der Hypothekarzinsen weiter, wie der Internetvergleichsdienst Comparis mitteilte. Es sei das bisher günstigste Quartal seit dem Zinssturz vom Herbst 2008 gewesen. Die Schweizerische Nationalbank hält seit März 2009 ihren Leitzins auf dem Rekordtiefstand von 0,25 Prozent. Für Festhypotheken mit einer Laufzeit von 10 Jahren mussten Bankkunden im vergangenen Quartal im Schnitt noch 3,1 Prozent zahlen. Im ersten Quartal hatte dieser Zins noch 3,3 Prozent betragen. Bei fünfjährigen Festhypotheken sank das Zinsniveau von 2,5 auf 2,3 Prozent. Bei variablen Hypotheken betrug der durchschnittliche Zinssatz unverändert 2,7 Prozent.
GRÖSSERE ANLAGEVERLUSTE: Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Quartal spürbare Anlageverluste verbuchen müssen. Der von der Grossbank Credit Suisse erhobene Index weist eine Einbusse um 2,38 Prozent aus. Es ist der erste Rückgang seit vier Quartalen. Während der April noch eine positive Performance (+0,44 Prozent) aufweist, haben sich der Mai (-0,73 Prozent) und insbesondere der Juni (-2,10 Prozent) negativ entwickelt. Die BVG-Mindestrendite für das 2. Quartal 2010 betrug wiederum 0,5 Prozent. Die Lücke des Index, der das Anlageverhalten von über 100 Schweizer Pensionskassen erfasst, zur BVG-Vorgabe beträgt vom Jahr 2000 bis zum Ende des vergangenen Quartals 13,77 Punkte. Der Index müsste somit rund 11 Prozent zulegen, um diese Lücke bis Ende 2010 zu schliessen.
GESTIEGENES DEFIZIT: Ein kräftiger Anstieg der Einfuhren aus China hat das Aussenhandelsdefizit in den USA überraschend in die Höhe getrieben. Die Differenz zwischen Exporten und Importen stieg auf 42,3 Mrd. Dollar, das ist der grösste Fehlbetrag seit November 2008. Experten hatten mit einem Minus von 39,0 Mrd. Dollar gerechnet. Im April betrug das Defizit 40,3 Mrd. Dollar. Die Einfuhren stiegen um 2,9 Prozent auf das höchste Niveau seit Oktober 2008. Dabei spielte vor allem ein kräftiges Plus aus China eine wichtige Rolle: Die Importe aus dem asiatischen Land schnellten um 12,1 Prozent in die Höhe. Die Nachfrage nach Konsumgütern, Autos und Investitionsgütern war dabei besonders gross.
ERLEICHTERUNG FÜR SAISONIERS: Europas Landwirte und Hoteliers sollen künftig leichter Saisonarbeiter aus Nicht-EU-Staaten einstellen können. Die EU-Kommission will Unternehmern die kurzfristige Personalsuche erleichtern und gleichzeitig Saisonarbeiter vor Ausbeutung schützen. Der EU-Ministerrat und das Europaparlament müssen dem Entwurf der Kommission noch zustimmen. Danach sollen Verträge maximal eine Laufzeit von sechs Monaten pro Jahr haben. In einer Zeitspanne von drei Jahren sollen Arbeiter mehrfach Saisonjobs in der EU annehmen können.
NEUE VERHANDLUNGEN: In den Streit über die Reform der Finanzaufsicht in der Europäischen Union kommt Bewegung. Die EU-Staaten wollen sich nun doch darauf einlassen, den geplanten neuen Aufsichtsbehörden das Recht zu direkten Aufsichtsentscheidungen gegenüber Finanzinstituten zu geben. Dies allerdings nur in Krisensituationen. Die EU-Finanzminister erteilten der belgischen Ratspräsidentschaft ein neues Verhandlungsmandat, um eine rasche Einigung mit dem Europäischen Parlament zu ermöglichen. Noch im Dezember hatten die EU-Mitgliedstaaten vor allem auf Druck Grossbritanniens beschlossen, dass die neuen Behörden - anders als von der EU-Kommission vorgeschlagen - keine bindenden Aufsichtsentscheidungen treffen dürfen. Das Europäische Parlament bestand in fast 20 Verhandlungsrunden jedoch darauf, dass die EU-Behörde eingreifen können muss.
STÄRKERE NACHFRAGE: Gestern Kurzarbeit, heute Arbeitszeitverlängerung: Der Autohersteller BMW hat sich schneller als erwartet von dem Krisenjahr 2009 erholt und verhandelt bereits mit dem Betriebsrat über längere Arbeitszeiten. Die Prognosen für das Jahr 2010 hob der Konzern an. Im Gesamtjahr will BMW nun mehr als 1,4 Millionen Autos verkaufen - rund 10 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Bislang war BMW von mehr als 1,3 Millionen verkaufter Autos seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce für 2010 ausgegangen. BMW profitiert wie auch die Konkurrenten Audi und Daimler von einer unerwartet raschen Belebung auf den internationalen Automärkten. Im Juni hatten alle drei Hersteller deutliche Absatzzuwächse eingefahren. Besonders in China brummt das Geschäft.
KLAGE GEGEN FACEBOOK: Bei einem Gericht im US-Staat New York ist die Klage eines Mannes eingegangen, der 84 Prozent des Internet- Unternehmens Facebook für sich beansprucht. Er legte dem Gericht einen Vertrag mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg vor, der bereits 2003 unterzeichnet worden sein soll, wie aus der im Internet veröffentlichten Klage hervorgeht. Facebook wies den Vorstoss als "völlig unseriös" zurück. Gleichwohl ordnete Richter Thomas Brown bis zur Entscheidung in der Sache vorläufig an, dass Facebook bis auf weiteres keine Kapitalanteile verkaufen darf.

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