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Bern (awp/sda) - 19. Juli 2010
SCHWARZE ZAHLEN BEI GEORG FISCHER: Beim Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer geht es dank Umsatzwachstum und Konstensenkungen wieder aufwärts. Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Reingewinn von 41 Mio. Fr. nach einem Verlust von 139 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn (EBIT) belief sich auf 73 Mio. Franken, nachdem im Vorjahr ein Betriebsverlust von 122 Mio. Fr. resultiert hatte, wie Georg Fischer mitteilte. Die Aufwertung des Franken belastete den Betriebsgewinn mit 13 Mio. Franken. Der Umsatz legte um 17 Prozent auf 1,69 Mrd. Fr. deutlich zu, währungsbereinigt wuchs er gar um 23 Prozent.
KÜHNE+NAGEL MIT DEUTLICH MEHR UMSATZ: Die mit dem Konjunkturaufschwung wieder anschwellenden weltweiten Warenströme haben Kühne+Nagel (K+N) einen Umsatzsprung beschert. Der Umsatz des Logistikkonzerns stieg im ersten Halbjahr um 18,3 Prozent auf 9,8 Mrd. Franken. Von April bis Juni lag der Umsatz sogar um fast 27 Prozent über dem Vorjahr, wie aus dem Halbjahresabschluss hervorgeht. Zulegen konnte K+N auch beim Gewinn: Der Halbjahresgewinn lag 8,9 Prozent höher und belief sich auf 281 Mio. Franken, der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte um 9,2 Prozent auf 357 Mio. Franken. Die Gewinnzunahme ist allerdings nur zu einem kleinen Teil auf das Umsatzwachstum zurückzuführen. Der Rohertrag, also die Einnahmen von K+N nach Abzug der an Reedereien, Fluggesellschaften und Transporteure bezahlten Frachtraten, stieg nämlich lediglich um 1,1 Prozent auf 2,96 Mrd. Franken. Das bessere Ergebnis resultierte vor allem aus dem tieferen Aufwand für Administration, Abschreibungen und Steuern.
BAU-AUSGABEN 2009 GESTIEGEN: In der Schweiz sind die Bau-Ausgaben selbst im Rezessionsjahr 2009 um 2,1 Prozent auf 54,6 Mrd. Fr. gestiegen. Wird die rückläufige Teuerung berücksichtigt, ergibt sich ein Wachstum von 3,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Die Bau-Investitionen - das sind die Bau-Ausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten - stiegen nominal um 1,9 Prozent auf 50,2 Mrd. Franken. Die öffentlichen Unterhaltsarbeiten erhöhten sich überdurchschnittlich um 5,1 Prozent auf 4,4 Mrd. Franken. Während Bund (+8,3 Prozent) und Gemeinden (+8,6 Prozent) deutlich zulegten, senkten die Kantone ihre Bauinvestitionen (-2,2 Prozent).
AUTOHANDEL STEIGT: Dank erfreulicher Konjunkturaussichten kaufen die Schweizer wieder mehr Autos. Im ersten Halbjahr 2010 fanden 13'869 Neuwagen einen Käufer, 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr und wieder annähernd so viel wie vor der Krise. Die Kunden wünschen Autos mit weniger Verbrauch, ohne auf Technik und Komfort verzichten zu müssen. Sowohl Geschäfts- als auch Privatwagen verkaufen sich wieder besser, wie Andreas Burgener, Direktor des Importeur-Verbands auto-schweiz, der Nachrichtenagentur SDA sagte. "Auch bei den Nutzfahrzeugen gab es ein Plus - das ist ein guter Indikator", so der Verbandsdirektor.
GUTER RUF DER MIGROS: Die Migros hat erstmals den besten Ruf unter den 50 führenden Schweizer Unternehmen. Dies ergibt die jährliche Reputations-Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK. 2009 lag die Migros noch auf dem dritten Rang. Auch die Migros-Konkurrentin Coop konnte ihren Ruf in diesem Jahr verbessern: Sie liegt auf dem 7. Rang. Der letztjährige Sieger Swatch belegt nun den zweiten Platz, gefolgt von Lindt & Sprüngli. In Zeiten der Krise zähle die regionale oder nationale Verankerung besonders stark, und eine glaubhafte Schweiz-Verankerung stütze die Reputation, erklärten die GfK-Forscher.
GESUNKENE PROFITABILITÄT DER VERMÖGENSVERWALTUNG: Die Banken verdienen mit dem Vermögensverwaltungsgeschäft nicht mehr viel Geld. Gemäss einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey sind die Geschäftsergebnisse letztes Jahr um 25 Prozent eingebrochen. Vor der Krise waren die Gewinne sogar noch doppelt so hoch. Zurückzuführen ist die gesunkene Profitabilität unter anderem darauf, dass die Kunden vermehrt einfache Anlageprodukte wünschen, an welchen die Banken aber weniger verdienen. Die Erhebung von McKinsey, für welche 160 Banken in 40 Ländern ausgewertet wurden, zeigt im Weiteren, dass die von den Finanzinstituten verwalteten Vermögen 2009 weltweit um durchschnittlich 10 Prozent gestiegen sind. Der Grund für den Zuwachs liegt vorab in der Erholung der Finanzmärkte.
DATENKLAU BEI BANKEN: Der Schrecken nach den tatsächlichen oder mutmasslichen Datenklauereien in Liechtenstein, bei der Genfer Privatbank HSBC oder der Credit Suisse bleibt für die Finanzbranche nicht ohne Folgen. Eine Studie zeigt, dass die Banken die Täter vor allem im eigenen Unternehmen fürchten. 56 Prozent der Finanzhäuser trauen sich zu, sich gegen aussen schützen zu können, aber nur 34 Prozent fühlen sich gegen die Datenspione aus den eigenen Reihen gewappnet. Die Sicherheits-Budgets werden vielerorts aufgestockt, wie eine weltweite Umfrage unter 350 grossen Finanzunternehmen zeigt, welche die Beratungsfirma Deloitte durchgeführt hat.
GEWERKSCHAFT BLITZT AB: Bei der Schliessung der Zellstofffabrik in Riedholz SO im Oktober 2008 hat die Borregaard AG die Konsultationspflichten nicht verletzt. Das Obergericht des Kantons Solothurn wies eine Klage der Gewerkschaft Unia ab und bestätigte den erstinstanzlichen Entscheid. Die Beanstandungen der Unia seien "unbegründet", hält das Obergericht in seinem Entscheid fest. Die Borregaard Schweiz AG habe bei der Massenentlassung von 440 Angestellten die gesetzlich vorgeschriebenen Mitwirkungsrechte der Arbeitnehmenden nicht verletzt. Das Unternehmen hatte in einem Schreiben vom 26. September 2008 die Betriebsschliessung mitgeteilt. Es habe die Chance, die Schliessung zu verhindern, gleichzeitig als gering eingeschätzt, führt das Obergericht in seinen Erwägungen aus.
ZUSAMMENSCHLUSS BEI TIEFKÜHLPRODUKTEN: "Käptn Iglo" und sein italienischer Kollege "Capitan Findus" sitzen künftig wieder in einem Boot. Der britische Finanzinvestor Permira, dem seit vier Jahren schon der Tiefkühlkost-Hersteller Iglo gehört, kauft dem ehemaligen Iglo-Eigentümer Unilever nun auch dessen Tiefkühl-Geschäft in Italien ab. Permira zahlt für Findus Italy 805 Mio. Euro, wie der britisch-niederländische Nahrungsmittelkonzern mitteilte. Findus Italy hatte im vergangenen Jahr 462 Mio. Euro umgesetzt. 650 Mitarbeiter in Italien wechseln nun den Arbeitgeber. Unilever zähle das Tiefkühlgeschäft nicht mehr zu seinem Kernaktivitäten, begründete Italien-Chef James Hill den Verkauf. Um Findus hatten mehrere Finanzinvestoren gebuhlt, Permira galt von vornherein als Favorit für das Geschäft mit Fischstäbchen und anderen Fertig-Nahrungsmitteln.
NOKIA SIEMENS KAUFT EIN: Der Netzwerkproduzent Nokia Siemens Networks (NSN) übernimmt grosse Teile des Mobilfunknetzgeschäfts der amerikanischen Motorola. Das Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und der finnischen Nokia lässt sich die ersehnte Eroberung des US-Markts 1,2 Mrd. Dollar kosten. "Es wird erwartet, dass die Transaktion die weltweite Präsenz von Nokia Siemens Networks erheblich stärken wird, vor allem in den Vereinigten Staaten und in Japan", teilte NSN mit. Der Kauf der Sparte mit 7500 Mitarbeitern soll bis Jahresende abgeschlossen sein und habe keine Auswirkungen mehr auf das laufende Geschäftsjahr. Den Kaufpreis stemme NSN aus seinen Barmitteln und durch Finanzierungszusagen.
HERABSTUFUNG IRLANDS: Die Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Irlands wegen anhaltender Schwierigkeiten im Bankensektor und düsterer Wachstumsaussichten herabgestuft. Die Finanzkraft der irischen Regierung werde durch die steigende Staatsverschuldung belastet. Moody's senkte die Bewertung für die Schulden Irlands auf "Aa2" gesenkt von zuvor "Aa1". Der Ausblick ist aber stabil, wie die Agentur mitteilte. Bei dieser Bewertung hielten sich Chancen und Risiken die Waage. Analysten halten die Konjunktureinschätzungen für übertrieben pessimistisch. Die Risiko-Aufschläge auf irische Staatsanleihen weiteten sich in der Folge aus, die Kosten für die Ausfallversicherung fünfjähriger irischer Bonds stiegen deutlich an. Der Euro reagierte dagegen nur vorübergehend mit Kursabschlägen.
DELTA AIRLINES FLIEGT IN SCHWARZE ZAHLEN: Die US-Fluggesellschaft Delta Airlines ist im zweiten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen geflogen. Der Überschuss belief sich auf 467 Mio. Dollar, wie die nach Passagier-Zahlen weltgrösste Airline mitteilte. Im Jahr zuvor hatte an gleicher Stelle ein Fehlbetrag von 257 Mio. Dollar gestanden. Beim Umsatz legte Delta im zweiten Quartal um 17 Prozent auf 8,2 Mrd. Dollar zu. Die Gesellschaft war Ende 2008 mit den Northwest Airlines fusioniert worden. Laut Delta-Chef Richard Anderson konnte die Fluggesellschaft das beste Resultat seit zehn Jahren vorlegen. Das Unternehmen sei gut positioniert, vor allem jetzt, wo sich die Wirtschaft langsam zu erholen beginne, sagte er.
EURO-BLÜTEN: Im Euro-Raum ist im ersten Halbjahr 2010 weniger Falschgeld in Umlauf gebracht worden: Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Montag wurden 387'000 "Blüten" entdeckt - 13 Prozent weniger als im Halbjahr zuvor. In Deutschland indes zeigte der Trend weiterhin nach oben: Polizei, Bundesbank und Handel zogen 33'654 gefälschte Noten aus dem Verkehr. Das ist ein Plus von einem Fünftel. Allerdings wurden die Spitzenwerte der Jahre 2004 und 2005, als bis zu 45'000 falsche Noten einkassiert worden waren, nicht erreicht.
ASIATISCHE BANKEN PROFITIEREN VON BANKENSTEUER: Eine Banken-Steuer in Europa kommt der Branche in Asien zugute: Diese Ansicht vertritt der Chef der Deutschen Bank, der Schweizer Josef Ackermann. Viele Staaten in Asien planten bereits jetzt, neue Finanzzentren zu schaffen, um die etablierten Bankenmächte im Westen herauszufordern, wo der Finanzsektor zunehmend skeptisch gesehen werde, sagte Ackermann dem "Wall Street Journal". Dazu gehörten auch Russland und die Türkei. Diese Staaten seien "gut beraten, die Banken-Abgabe nicht zu kopieren".
GROSSAUFTRÄGE FÜR BOEING UND AIRBUS: Die beiden Erzrivalen Boeing und Airbus haben am Montag zum Auftakt der wichtigen Flugschau im britischen Farnborough die ersten Grossaufträge verkündet. Die Schau gilt als Stimmungstest für den Zustand der von der Konjunkturflaute arg gebeutelten Branche. Gecas - die Leasingsparte des US-Konzerns General Electric - kauft gleich 60 Maschinen aus der Airbus-A320-Familie, der Rivale Air Lease Corp bestellte 51 Maschinen dieses Typs. Die russische Fluggesellschaft Aeroflot bestellte immerhin elf Airbus-Maschinen des Typs A330-300. Auch Boeing gab Milliardenbestellungen bekannt: An die Dubaier Fluggesellschaft Emirates soll Boeing 30 Maschinen des Typs 777-300 liefern. Zudem bestellte Gecas 40 Maschinen vom Typ 737-800.

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