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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 21. Juli
SNB MIT MILLIARDENVERLUST: Die Euro-Krise reisst ein tiefes Loch in die Rechnung der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Ihre massiv erhöhten Devisenanlagen - sie kaufte im ersten Halbjahr Euro für 104,9 Mrd. Franken - sorgten für Kursverluste von über 14 Milliarden. Unter dem Strich steht in der Bilanz ein Halbjahresverlust von rund 4 Mrd. Franken. Zum Teil aufgefangen wurden die Euro-Kursverluste durch Erträge bei anderen Fremdwährungen wie dem Yen und den Franken-Anlagen sowie den starken Anstieg des Goldpreises, was die Goldbestände der Nationalbank aufwertete. Zudem werde der Stabilisierungsfonds, in den die Grossbank UBS illiquide Wertpapiere entsorgen konnte, einen Gewinn abliefern. Dieser ist in der Verlustprognose noch nicht eingerechnet. Insgesamt erhöhte die SNB die Devisenbestände um rund 132 Mrd. Franken. Sie erreichten damit rekordhohe 226,75 Mrd. Franken. Davon sind 70,5 Prozent in Euro angelegt.
JULIUS BÄR WÄCHST: Die Privatbank Julius Bär hat im ersten Halbjahr 2010 die verwalteten Kundenvermögen um 8 Prozent auf 166 Mrd. Fr. vermehrt. Ohne den schwachen Euro wären es noch 4 Mrd. Fr. mehr gewesen. Das Plus bei den verwalteten Vermögen verdankt Julius Bär dem Kauf des Schweizer Privatkundengeschäfts des niederländischen Finanzriesen ING. In den Monaten Januar bis Juni nahm Julius Bär dazu netto 3,3 Mrd. Fr. Neugeld entgegen. Das sind allerdings Milliarde weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den Reingewinn hat Julius Bär um 8 Prozent auf 261 Mio. Franken gesteigert. Werden aber Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreiber mit eingerechnet, müssen die Aktionäre einen um 9 Prozent von 203 auf 184 Mio. Fr. Geschrumpften Gewinn hinnehmen.
MEHR SÄUMIGE SCHULDNER: Die Zahlungsmoral in der Schweiz hat sich im vergangenen Jahr stark verschlechtert. Die Inkassofirmen erhielten rund ein Viertel mehr Aufträge, um offene Schulden einzutreiben. Das Forderungsvolumen erhöhte sich um fast 90 Prozent auf rund 1,34 Mrd. Franken. Insgesamt wurde die Branche letztes Jahr bei 889'477 Fällen eingeschaltet. Rund 630 Mio. Fr. konnten die Inkassofirmen einkassieren, wie der Verband Schweizerischer Inkassotreuhandinstitute (vsi) mitteilte. Die Erfolgsquote sank somit von rund 58 auf rund 47 Prozent.
STELLENANZEIGER WÄCHST LANGSAMER: Der Aufschwung auf dem Schweizer Stellenmarkt verliert an Tempo. Im zweiten Quartal 2010 nahm das Job-Angebot in der Presse und im Internet um 10 Prozent zu, wie ein Index des Stellenvermittlers Adecco zeigt. Im Vorquartal hatte das Plus noch 15 Prozent betragen. Im Jahresvergleich wuchs das Stellenangebot um 20 Prozent. Damit liegt das Job-Angebot nur noch rund einen Fünftel unter dem Spitzenwert der letzten Hochkonjunktur vom Juni 2008. Ob und wie stark die positive Entwicklung anhalte, sei wegen der unsicheren Wirtschaftslage aber unklar, so Adecco.
SEHR PROFITABLE MORGAN STANLEY: Die Bilanzsaison der US-Banken endet mit einer dicken Überraschung. Nach dem Gewinneinbruch bei der erfolgsverwöhnten Grossbank Goldman Sachs konnte Morgan Stanley mit ihren Zahlen am Erzrivalen vorbeiziehen und alle Erwartungen übertreffen. Morgan Stanley verdiente im zweiten Quartal unter dem Strich 1,6 Mrd. Dollar. Im Vorjahresquartal hatte Morgan Stanley wegen der Rückzahlung von Staatshilfen an die US-Regierung tiefrote Zahlen geschrieben. Im ersten Quartal dieses Jahres schrieb sie aber schon wieder einen Gewinn von 1,4 Mrd. Dollar. Im vergangenen Quartal profitierte die US-Bank von einer Steuerrückerstattung nach dem Verkauf ihres Privatkundengeschäfts, aber auch von der Zusammenarbeit mit der Citigroup im Investmentbanking.
APPLE MIT RIESENGEWINN: Der US-Computerbauer Apple hat seinen Gewinn dank seines Tablet-PCs iPad und seines Internethandys iPhone deutlich gesteigert. Der Konzern verdiente im zweiten Quartal unter dem Strich 3,25 Mrd. Dollar. Das sind 78 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Den Umsatz steigerte Apple um 61 Prozent auf 15,7 Mrd. Dollar. Profitieren konnte Apple vor allem vom neu eingeführten iPad: Den Tablet-PC, der seit April erhältlich ist, verkaufte der Konzern im zweiten Quartal 3,27 Millionen Mal - und damit bereits fast genauso häufig wie die klassischen Macintosh-Computer, deren Absatz auf rekordhohe 3,5 Millionen Stück stieg.
DUREX-KONDOM-HERSTELLER VERKAUFT: Der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser will den kleineren Konkurrenten SSL übernehmen. Das Angebot für den ebenfalls britischen Durex-Kondom-Hersteller belaufe sich auf 2,54 Mrd. Pfund (gut 4 Mrd. Franken), teilte Reckitt Benckiser mit. SSL begrüsste den Vorstoss und empfahl seinen Aktionären, das Angebot anzunehmen. Reckkit Benckiser ist durch Marken wie Clearasil, Sagrotan oder Calgon bekannt, SSL steht hinter Durex und Scholl.
MEHR COCA-COLA VERKAUFT: Der Getränke-Konzern Coca-Cola hat im zweiten Quartal mehr verdient als im Vorjahr. Der Getränkeabsatz sei weltweit um fünf Prozent gestiegen, berichtete Coca-Cola. Einen Schub habe auch die Fussball-Weltmeisterschaft gegeben. Der Überschuss stieg um 16 Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar. Der Umsatz verbesserte sich von 8,26 Mrd. auf 8,67 Mrd. Dollar. Gefragt waren die Erfrischungsgetränke und Mineralwasser des Konzerns vor allem in den Ländern Lateinamerikas, in Russland, Indien oder den Philippinen.
PROFITABLERE FIAT: Dank Kostensenkungen und eines steigenden Absatzes hat der italienische Fiat-Konzern seinen Gewinn verdoppelt. Im zweiten Quartal 2010 verdiente Fiat 651 (Vorjahresperiode: 310) Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 12,5 Prozent auf 14,8 Mrd. Euro. Gleichzeitig teilte Fiat mit, dass die Aktionäre Mitte September über die Abspaltung des Industriegeschäfts von der Autosparte entscheiden sollen.
BÜNDNER BAUEN DEUTSCHES GASKRAFTWERK: Das Bündner Energieunternehmen Repower will im westdeutschen Leverkusen ein Gas- und Dampfkraftwerk bauen. Die Investitionskosten werden auf 340 Mio. Euro oder umgerechnet rund 480 Mio. Fr. veranschlagt. Die Anlage soll im Chemieindustrie-Gebiet Chempark erstellt werden und im Jahr 2014 in Betrieb gehen.

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