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Bern (awp/sda) - Freitag, 30. Juli
SWISSQUOTE IM PLUS: Die Internet-Bank Swissquote hat im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Broker verdiente unter dem Strich 13,7 Mio. Franken. Das waren 13,9 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Betriebsgewinn sank um 14,0 Prozent auf 17,5 Mio. Franken. Der Gewinnrückgang ist die Folge höherer Betriebskosten, wie Swissquote mitteilte. Der Betriebsaufwand nahm um 14,5 Prozent auf 32,1 Mio. Fr. zu. Die Erträge legten um 2,5 Prozent auf 49,6 Mio. Fr. zu. Die Ertragssteigerung ist vorab auf das Wachstum des Handelsgeschäfts (+30,9 Prozent auf 11,7 Mio. Fr.) zurückzuführen.
SIKA WÄCHST STARK: Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat dank starkem Wachstum in den Schwellenländern im ersten Halbjahr 2010 zugelegt und Marktanteile gewonnen. Der Reingewinn kletterte um 63,4 Prozent auf 150,5 Mio. Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) lag mit 216,5 Mio. um 46 Prozent über dem Vorjahr, wie der Konzern am Freitag in Baar ZG mitteilte. Das Unternehmen begründete den Anstieg mit reduzierten Personalaufwendungen und niedrigen Materialkosten. Der Umsatz stieg um 5,6 Prozent auf 2,09 Mrd. Franken.
MEHR GEWINN: Die Graubündner Kantonalbank (GKB) hat im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinnzuwachs verbucht. Der Konzerngewinn stieg um 6 Prozent auf 70,5 Mio. Franken, wie das Institut mitteilte. Der Bruttogewinn schrumpfte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,1 Prozent auf 104,2 Mio. Fr. bei einem rückläufigen Bruttoertrag von 192,9 Mio. Fr. (-2,6 Prozent). Die wesentlichen Gründe für den tieferen Bruttoertrag seien Wertverluste auf den Finanzanlagen und ein markant gesunkenes Handelsergebnis (-35,2 Prozent), teilte die Bank mit. Besser lief das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, welches um 10,4 +Prozent zulegte.
KOF-BAROMETER UNVERÄNDERT: Die Erholung der Schweizer Wirtschaft gerät seit einem Jahr erstmals ins Stocken. Das KOF-Konjunkturbarometer ist im Juli auf 2,23 Zählern verharrt, nachdem es seit Mai 2009 ununterbrochen gestiegen war. Bereits im Juni hatte der Index 2,23 (revidiert) Zähler aufgewiesen, wie die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich mitteilte. In den nächsten Monaten zwar sei nicht mehr mit einer zusätzlichen Belebung, jedoch mit einem kontinuierlichen Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft zu rechnen.
ZWISCHENERFOLG: Im Machtgerangel um die Genolier-Kliniken hat der weggeputschte frühere starke Mann der Gruppe, Antoine Hubert, einen Erfolg erzielt: Nach einem Beschluss des Waadtländer Kantonsgerichts können die Stimmrechte im Westschweizer Unternehmen vorerst nicht entscheidend geändert werden. Vor einigen Tagen hatte sich Grossaktionär Hubert mit dem ebenfalls grossen Anteilseigener Lincoln Vale versöhnt: Beide Parteien bilden nun eine Gruppe mit 30 Prozent der Aktien. Der aktuelle Genolier-Verwaltungsrat kritisiert Hubert und warf ihm vor, seine Stimmkraft einfrieren zu wollen. Er erschwere damit aber auch die Beschaffung neuen Kapitals.
GASSUCHE IM MENDRISIOTTO: Der Stromproduzent AET erkundet ab diesem Herbst den Untergrund des Südtessins. Das Unternehmen hofft, im Mendrisiotto unterirdische Gasreserven zu finden. Vorerst erstrecke sich die vom Kanton Tessin erteilte Bewilligung jedoch bloss auf eine fünfjährige seismische Untersuchung des Untergrundes, teilten die Verantwortlichen der AET in Monte Carasso vor den Medien mit. Ab dem Spätherbst werden auf einem Testabschnitt mit den Endpunkten Serpiano im Norden und Pedrinate im Süden während zwei Jahren Sondierungen vorgenommen. Diese seien akurat geplant worden und würden für die Bevölkerung und die Umwelt keine Gefahr darstellen.
UNIFORMES LADEGERÄT KOMMT: Spätestens Anfang 2011 soll ein einheitliches Ladegerät für Handys auf dem Markt sein. Eine entsprechende Vereinbarung will die Europäische Kommission im Herbst mit den Mobiltelefon-Herstellern unterzeichnen, wie eine Sprecherin mitteilte. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Welt" (Freitagsausgabe). Bereits vor einem Jahr hatten sich die zehn grössten Handyproduzenten mit der EU-Kommission auf einen universellen Ladegeräte-Standard für Europa verständigt. Alle Handys sollen künftig über einen sogenannten Micro-USB-Stecker verfügen, an dem das neue Ladegerät angeschlossen werden kann.
SCHWÄCHERES WACHSTUM: Die US-Wirtschaft hat an Schwung verloren. Nach einem ansehnlichen Plus von 3,7 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres legte die weltgrösste Volkswirtschaft im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet noch um 2,4 Prozent zu. Der für die US-Wirtschaft besonders wichtige Konsum lahmt, auch wegen der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit von 9,5 Prozent. Die Konsumenten gaben 1,6 Prozent mehr aus, zum Jahresauftakt waren es noch 1,9 Prozent. US-Präsident Barack Obama kostete die schwierige Lage am Arbeitsmarkt Zustimmung und verschlechtert die Aussichten seiner Demokratischen Partei vor den Kongresswahlen im November.
KAMPF FÜR MINDESTLOHN: In Bangladesch ist es erneut zu Massenprotesten tausender Textilarbeiter gekommen. Rund 5000 Arbeiter blockierten nach Polizeiangaben die wichtigste Verbindungsstrasse in Dhaka und bewarfen Fabriken mit Steinen. Ebenfalls rund 5000 Menschen protestierten im Bezirk Gulshan in Dhaka, wo viele Diplomaten und ausländische Hilfsorganisationen ihre Büros haben. Einige Demonstranten hätten Autos angezündet und Geschäfte geplündert, erklärte die Polizei. Demnach waren hunderte Beamte im Einsatz, die mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Menge vorgingen. Die Regierung hatte am Dienstag nach Monaten teils gewaltsamer Proteste angekündigt, den Mindestlohn für die Arbeiter von knapp 1700 Taka (rund 25 Fr.) pro Monat auf 3000 Taka (rund 44 Fr.) anzuheben. Die Arbeiter hatten ursprünglich jedoch eine Erhöhung auf 5000 Taka im Monat verlangt.
ACKERMANN WIEDER TOPVERDIENER: Der Schweizer Josef Ackermann ist wieder der Spitzenverdiener unter den Managern in Deutschland. Der 62-jährige Chef der Deutschen Bank verdiente 2009 rund 9,6 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte er wegen des Verzichts auf Bonuszahlungen lediglich ein Grundgehalt von 1,4 Mio. Euro erhalten. Wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) weiter mitteilte, folgt auf Platz 2 der Liste der 30 Chefs der im Deutschen Aktienindex Dax gelisteten Firmen der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Grossmann mit 7,2 Mio. Euro. Auf Platz drei liegt Siemens-Lenker Peter Löscher mit 7,1 Mio. Euro.
GEFRAGTER LUXUS: Der französische Luxusgüter-Konzern PPR hat im ersten Halbjahr 2010 kräftig verdient. Die Gucci- und Puma-Mutter steigerte ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 86,8 Prozent auf 407 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte um 3,6 Prozent auf 8,139 Mrd. Euro. Konzernchef François-Henri Pinault machte unter anderem das Geschäft im Internet und auf internationaler Ebene für das gute Abschneiden verantwortlich. In den Schwellenländern wuchs der PPR-Umsatz um 11,3 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Die Marke Gucci macht dort bereits 40,2 Prozent des Geschäfts aus.
BOOM NACH KRISE: Bei Audi laufen die Geschäfte so gut wie nie zuvor. Der deutsche Auto-Hersteller verdiente im ersten Halbjahr 2010 unter dem Strich 994 Mio. Euro. Das waren 42,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Betriebsgewinn gab es sogar einen Sprung von 60 Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro. Das ist das beste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens, wie es in einer Mitteilung heisst. Zugleich stieg der Umsatz um 21 Prozent auf 17,6 Mrd. Euro. Audi verkaufte von Januar bis Juni rund 555'000 Autos - ebenfalls ein Rekord. Grund für die guten Geschäfte sei vor allem die weltweit anziehende Konjunktur.

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