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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 4. August
FASTWEB BELASTET SWISSCOM: Der Telekomanbieter Swisscom hat im ersten Halbjahr 2010 stabile Geschäfte verzeichnet. Der Gewinn sank hingegen unter anderem wegen der Mehrwertsteuer-Affäre der italienischen Tochter Fastweb um 14,4 Prozent auf 873 Mio. Franken. Der Umsatz stieg um 0,5 Prozent auf 5,95 Mrd. Franken. Fastweb setzte in Euro gerechnet 1,7 Prozent mehr um; Swisscom alleine wuchs um 1,9 Prozent. Umsatztreiber im Schweizer Geschäft waren die konjunkturelle Erholung, Firmenkäufe von Swisscom IT Services und das Wachstum im Mobilfunk sowie bei Bündelungsangeboten von Privatkunden. Sehr stark zulegen konnte Swisscom wiederum im TV-Geschäft.
SWATCH AUF REKORDKURS: Die Swatch Group verkauft so viele Uhren und Luxusgüter wie noch nie: Erstmals in einem ersten Halbjahr knackte der Weltmarktführer zwischen Januar und Juni 2010 beim Umsatz die Marke drei Milliarden Franken. Die Verkäufe brachten der Swatch Group 3,03 Mrd. Fr. ein, das sind 22,2 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009. Es sind auch 2 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2008: Die Gruppe hat somit mehr verkauft als vor dem Abgleiten der globalen Wirtschaft in die jüngste Rezession. Der Gewinn stieg um 54,5 Prozent auf 465 Mio. Franken. Der seit dem Tod von Firmengründer und Unternehmerlegende Nicolas Hayek am vergangenen 28. Juni von dessen Tochter Nayla präsidierte Konzern weist einen um 81,4 Prozent auf 626 Mio. Fr. stark aufgebesserten Betriebsgewinn aus.
MEHR HOTELÜBERNACHTUNGEN: Nach dem schwierigen Jahr 2009 scheint sich der Schweizer Tourismus zu erholen. Während es vor allem Asiaten mehr Asiaten in die Schweiz zog, nahm die Nachfrage aus Europa im Halbjahr ab, was auch an der Euro-Schwäche liegen mag. Im Juni zählte das Bundesamt für Statistik (BFS) 3,2 Millionen Logiernächte. Das sind 6,1 Prozent mehr als im Juni 2009. Für das erste Halbjahr 2010 lag die kumulierte Zahl bei 17,5 Millionen. Dies entspricht einer Zunahme um 2,1 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Die Gäste aus der Schweiz verzeichneten 7,5 Millionen Logiernächte und damit eine Steigerung um 2,9 Prozent. Bei den ausländischen Gästen stieg die Zahl der Übernachtungen um 1,6 Prozent auf 10 Millionen.
PANALPINA LEIDET UNTER KARTELLVERFAHREN: Der Basler Transport- und Logistikkonzern Panalpina hat im zweiten Quartal 2010 im Sog der anziehenden Weltwirtschaft seinen Umsatz markant steigern können. Rückstellungen für ein Kartellverfahren in den USA führten aber zu einem Konzernverlust von 93 Mio. Franken. Ohne die Rückstellungen von 128 Mio. Fr. für Bussen und Beratungskosten hätte jedoch ein Gewinn von 35 Mio. Fr. resultiert. Der Nettoumsatz konnte der von Monika Ribar geführte Konzern um 38,9 Prozent auf 1,9 Mrd. Fr. gesteigert werden. Profitieren konnte Panalpina im zweiten Quartal insbesondere vom Aufschwung in der Auto-, High-Tech- und Telekommunikationsbranche.
AXA WINTERTHUR GUT UNTERWEGS: Gute Anlageerträge und niedrige Abschreiber verhelfen der Axa Winterthur zu einem satten Gewinnplus: Die Nummer eins im Schweizer Versicherungsmarkt steigerte im ersten Halbjahr 2010 das Reinergebnis von 199 Mio. auf 524 Mio. Franken. Angesichts eines hart umkämpften Schweizer Marktes blieb das Geschäftsvolumen dagegen in etwa gleich: Mit 8,27 Mrd. Fr. lagen die gesamten Einnahmen des Versicherers nur ein knappes Prozent höher als vor einem Jahr. Das Ergebnis des gesamten Axa-Konzerns ging um 29 Prozent auf 944 Mio. Euro zurück. Der Verkauf eines Teils des britischen Lebensversicherungsgeschäfts zehrte am Gewinn.
MINUS BEI PETROPLUS: Die Raffineriebetreiberin Petroplus hat im zweiten Quartal 2010 von der guten Weltkonjunktur profitiert. Der Umsatz nahm um 35 Prozent auf rund 4,92 Mrd. Dollar zu. Höhere Steuern und vor allem tiefere Lagerbewertungen sorgten aber für rote Zahlen. Unter dem Strich steht ein Verlust von 119,1 Mio. Dollar, nach einem Gewinn von 205 Mio. Dollar in der Vorjahresperiode. Bereinigt um Lagerbewertungseffekte durch Veränderungen des Ölpreises resultierte hingegen ein Reingewinn von 35 (10) Mio. Dollar, der leicht über den Markterwartungen von 33 Mio. Dollar lag. Zur Raffinierie im elsässischen Reichstett, die zum Verkauf steht, konnte Petroplus trotz der für Anfang August in Aussicht gestellten Entscheidung keine Neuigkeiten vorlegen.
CABLECOM LEICHT GEWACHSEN: Das Kabelnetzunternehmen Cablecom hat den Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 277 Mio. Fr. gesteigert. Cablecom gewann Telefonie- und Internetkunden hinzu - im Fernsehgeschäft musste das Unternehmen leicht Federn lassen. 1,54 Mio. Kunden bezogen Fernsehen bei Cablecom, dass sind 0,2 Prozent weniger als im ersten Quartal 2010. Beim digitalen TV verzeichnete Cablecom ein Wachstum von gut 4,0 Prozent auf rund 415'000 Kunden, was die Abnahme um 1,87 Prozent auf 1,12 Mio. Kunden beim analogen TV nicht wettmachen konnte.
IMMER MEHR DIGITAL-TV: Dank der Fussball-WM hat das digitale Fernsehen im Kabelnetz im ersten Halbjahr 2010 zahlreiche neue Kunden gewonne. Über 125'000 Neukunden kamen im Vergleich zum Juni 2009 dazu. Das entspricht laut Branchenverband Swisscable einer Zunahme um 23 Prozent. Den Kundenzufluss verzeichneten die fast 250 Kabelnetzunternehmen von Swisscable trotz einer aufwendigen Werbeaktion, die der Konkurrent Swisscom lancierte. Per Ende Juni 2010 bezifferte die Swisscom ihre TV-Kunden auf 317'000. Swisscable zählte 688'000 Digital-TV-Kunden.
MOBILITY AUF DER ÜBERHOLSPUR: Die roten Autos von Mobility werden in der Schweiz immer beliebter: Die Carsharing-Genossenschaft gewann im ersten Halbjahr 2900 neue Kundinnen und Kunden. Über 93'700 Personen benutzen mittlerweile die Fahrzeuge von Mobility. Der Umsatz der Luzerner Genossenschaft erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2010 um 4,9 Prozent auf 31,8 Mio. Franken. Über ein Fünftel ihres Fahrtenertrags erzielt Mobility mittlerweile mit Geschäftskunden. Der Gewinn sank wegen Investitionen in die Technologie um 4,5 Prozent auf 481'365 Franken. Mobility schaffte 50 neue Fahrzeuge an, die Flotte umfasst neu 2350 Fahrzeuge. Sie stehen an 1200 Standorten in 450 Ortschaften.
VIELE ERWERBSTÄTIGE: In der Schweiz sind 79,2 Prozent der 15- bis 64-Jährigen erwerbstätig. Damit hat sie in Europa die höchste Erwerbstätigenquote. Von den 55- bis 64-Jährigen sind in der Schweiz 68,4 Prozent erwerbstätig. Nur skandinavische Länder haben hier eine höhere Quote. Dies geht aus Zahlen der Arbeitskräfteerhebung von Eurostat hervor, die 33 europäische Länder miteinander vergleicht. In der Schweiz arbeiteten 33,4 Prozent teilzeit. Nur die Niederlande hatten mit 47,7 Prozent einen höheren Anteil.
BANKEN ZUVERSICHTLICHER: Die Stimmung unter den Bankern hat sich zum ersten Mal seit der Krise wieder richtig aufgehellt. Die Sorgen um Arbeitsplätze in der Finanzindustrie sind kleiner geworden, doch noch warten die Banken mit Neueinstellungen zu. 80 Prozent der Finanzinstitute gehen für die nächsten Monate von einer gleichbleibenden Zahl an Mitarbeitern aus, wie der Bankenindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) zeigt. Im Zuge der Krise war der Indikator massiv abgerutscht und hatte sich seit seinem Tiefpunkt Ende 2008 bis zum vergangenen Quartal nur schleppend erholt. Nun ist er aber über die Nullmarke geklettert.
SWISS BLEIBT BEI SWISSPORT: Swissport übernimmt für weitere fünf Jahre die Bodenabfertigung der Swiss an den drei Schweizer Flughäfen in Zürich, Genf und Basel. Das Unternehmen hat mit der Fluggesellschaft einen entsprechenden Vertrag für die Jahren 2010 bis 2015 unterzeichnet. Neben dem wichtigsten Kunden Swiss bedient Swissport hierzulande mit seinen rund 4000 Angestellten 90 weitere internationale Fluggesellschaften.
WEITERE PROMINENTE STEUERSÜNDER: Die Steuer-Affäre um den früheren deutschen Post-Chef Klaus Zumwinkel hat nach Angaben des Liechtensteiner Datendiebes Heinrich Kieber grössere Ausmasse als bisher wahrgenommen. Noch mehr Prominente hätten ihr Geld im Fürstentum deponiert. Insgesamt verfüge er über Daten von 3929 Stiftungen, Gesellschaften und Trusts sowie von 5828 natürlichen Personen, sagte der 45-jährige Kieber dem Hamburger Magazin "Stern". Darunter seien "46 PEP - politisch exponierte Personen" wie der langjährige Post-Chef Klaus Zumwinkel. Vom Bundesnachrichtendienst erhielt Kieber - ein ehemaliger Angestellter der LGT Treuhand - laut eigenen Angaben fünf Millionen Euro für seine Informationen.
UNTER 10 PROZENT: Chinas Wirtschaft verabschiedet sich gemäss einer Prognose eines Forschungsinstituts der Regierung vorläufig von zweistelligen Wachstumsraten. Das Bruttoinlandprodukt legt im dritten Quartal noch um 9,2 Prozent zu, teilte das Staatliche Informationszentrum mit. Im zweiten Quartal hatte es ein Plus von 10,3 Prozent gegeben, zu Jahresbeginn war die Wirtschaftsleistung sogar um 11,9 Prozent gewachsen. Grund für die erwartete Abkühlung sei vor allem das Auslaufen der staatlichen Konjunkturprogramme, hiess es. Für 2010 sagt das Informationszentrum ein Wachstum von 9,5 Prozent voraus. Die Volksrepublik hat im ersten Halbjahr 2010 nach eigenen Berechnungen Japan den Rang als zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt nach den USA abgelaufen.
AMERIKANER SPAREN: Die einst äusserst konsumfreudigen US-Bürger sparen immer mehr. Im Juni stieg die Sparquote auf 6,4 Prozent, wie aus Daten des Handelsministeriums hervorgeht. Das ist so viel wie noch nie im vergangenen Jahr und das Dreifache des Niveaus vor Ausbruch der Finanzkrise. Gleichzeitig gaben die Leute im Juni etwas weniger aus als im Vormonat, während ihr Einkommen leicht stieg.
TOYOTA WIEDER AUF ERFOLGSSPUR: Der weltgrösste Autohersteller Toyota kehrt nach Einbrüchen in Folge einer Pannenserie schneller auf die Erfolgsspur zurück als erwartet. Im ersten Geschäftsquartal fuhr Toyota dank der guten Nachfrage in Asien sowie dank Kostensenkungen einen Gewinn von 190,5 Mrd. Yen (2,3 Mrd. Franken) ein. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte noch ein Reinverlust von 77,8 Mrd. Yen zu Buche gestanden. Der Umsatz stieg zwischen April und Juni um 27 Prozent auf rund 4,9 Billionen Yen. Zugleich hob Toyota die Prognose für das Gesamtjahr von 310 auf 340 Mrd. Yen an.
SANTANDER EXPANDIERT: Die spanische Grossbank Santander übernimmt die mehr als 300 Filialen der Royal Bank of Scotland in Grossbritannien. Der Kaufpreis beträgt 1,65 Mrd. Pfund (2,73 Mrd. Franken). Mitte Juli hatte sich das Institut bereits das Zweigstellennetz des schwedischen Rivalen SEB in Deutschland geschnappt. Die vom Staat gerettete RBS erfüllt mit dem Verkauf ihrerseits Auflagen der EU-Kommission.
LLOYDS WIEDER PROFITABEL: Die teilverstaatlichte britische Lloyds Banking Group hat im ersten Halbjahr 2010 den Sprung zurück in die Gewinnzone geschafft. Vor Steuern verdiente die Gesellschaft 1,6 Mrd. Pfund (2,6 Mrd. Fr.) nach einem Verlust in der Vorjahresperiode von 3,96 Mrd. Pfund. Die Belastungen im Zusammenhang mit faulen Krediten sanken auf 6,55 Mrd. Pfund nach 13,4 Mrd. Pfund im Vorjahr. Zur besseren Entwicklung trug neben geringerer Kosten auch die Stabilisierung der Konjunktur in Grossbritannien bei.
MÜNCHENER RÜCK ÜBERRASCHT: Die Münchener Rück hat im zweiten Quartal 2010 dank höherer Einnahmen aus Kapitalmarktgeschäften den Gewinn überraschend gesteigert. Der Überschuss kletterte um 3,5 Prozent auf 709 Mio. Euro, wie der Swiss-Re-Konkurrent mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlichen Rückgang des Gewinns auf 481 Mio. Euro gerechnet. Auf der Schadenseite wurde das Unternehmen erwartungsgemäss hart getroffen - unter anderem vom Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko sowie dem Erdbeben in Chile.
SICHERHEITSLÜCKEN BEIM IPHONE: Kriminelle können relativ problemlos die Kontrolle über das Mobiltelefon iPhone des US-Computerbauers Apple übernehmen. Davor warnt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Betroffen von zwei kritischen Sicherheitslücken seien auch der Tablet-PC iPad und der Musikspieler iPod touch. Schon das einfache Surfen im Internet oder das Öffnen eines PDF-Dokuments reiche aus, die Geräte mit einem Schadprogramm zu infizieren, teilte das BSI mit.

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