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Bern (awp/sda) - Montag, 9. August
LEUTHARD IN CHINA: Doris Leuthard ist auf wirtschaftlicher Mission in China. Fünf Tage, drei Städte, neun Vertreter der Schweiz und 28 Repräsentanten der Weltwirtschaft: Die Reise von Chongquing via Shanghai nach Peking ist gut befrachtet. Höhepunkt ist das Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao. Die Reise Leuthards steht im Kontext des 60-jährigen Bestehens diplomatischer Beziehungen zwischen der Schweiz und China. Zudem ist die dritte Etappe einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie für ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China in Angriff genommen worden. China - inklusive Hongkong - ist bereits seit 2002 der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien.
MEHR FIRMENPLEITEN: 3531 Firmen sind zwischen Januar und Juli in der Schweiz pleite gegangen. Das sind 24 Prozent mehr als in den ersten sieben Monaten 2009, wie die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B) erhoben hat. In 73 Prozent der Fälle seien die Unternehmen zahlungsunfähig gewesen. Am stärkten war der Zuwachs der Insolvenzen in den Kantonen Neuenburg und Schaffhausen. In absoluten Zahlen führte der Kanton Zürich, wo 392 Firmen das Geld ausging. Dafür gibt es auch wieder mehr Jungunternehmer: In den sieben Monaten liessen sie 22'231 neue Firmen ins Handelsregister eintragen, 8 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die meisten neuen Unternehmen schossen in der Zentralschweiz, im Mittelland und in der Nordwestschweiz aus dem Boden.
KURER UND ROHNER BEHALTEN PENSIONS-MILLIONEN: Die grosszügigen Pensionskassen-Zahlungen der UBS an das gescheiterte Ex-Führungsduo Peter Kurer und Marcel Rohner sind aus rechtlicher Sicht kein Thema mehr. Eine Klage aus Aktionärskreisen gegen die Grossbank ist vom Tisch. Die UBS bedachte Kurer und Rohner zum Abschied nach eigenen Angaben freiwillig mit 3,3 respektive 1,2 Mio. Fr. für deren Pensionskassen. Aktionärsvertreter und Rechtsanwalt Hans-Jacob Heitz warf der UBS darauf willkürlichen Umgang mit dem Firmengeld vor und reichte Strafanzeige gegen die Bank ein. Der für Wirtschaftsdelikte zuständige Zürcher Staatsanwalt Peter Pellegrini bestätigte eine Meldung der Zeitung "Sonntag", dass in dem Fall eine Nichteintretensverfügung erfolgt sei.
BRITISCHE PRIVATARMEE IN BASEL: Die britische Sicherheitsfirma Aegis Defense Services hat in Basel einen Holding-Sitz eingerichtet. Die im März unter dem Namen Aegis Group Holdings registrierte Aktiengesellschaft verfügt über ein Kapital von 225'000 Franken, wie die "Basler Zeitung" publik machte. Präsident der Holding ist gemäss Handelsregister der Vizedirektor der Treuhand- und Beraterfirma ATAG, Kristian Meier. Die in London ansässige Aegis ist eine der grössten Söldnerarmeen der Welt. Schätzungsweise 20'000 Söldner sind hauptsächlich im Irak und in Afghanistan tätig - insbesondere im Dienst des US-Verteidigungsministeriums.
FLAUTE IM SPIELKONSOLEN-GESCHÄFT: Der Absatz von portablen Konsolen für Computerspiele ist in der Schweiz im zweiten Quartal um 43 Prozent zurückgegangen. Die Händler, die damit 41 Prozent weniger Umsatz hinnehmen müssen, hoffen nun auf den Nintendo 3DS, der die Verkäufe wieder ankurbeln soll. Insgesamt ging der Absatz von Spielgeräten um 19,8 Prozent zurück, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control im Auftrag der Branchenorganisation SIEA (Swiss Interactive Entertainment Association) erhoben hat.
GROSSE PLÄNE: Die Aktionärsgruppe um Antoine Hubert und die US-Beteiligungsgesellschaft Lincoln Vale will die Westschweizer Spitalgruppe Genolier in den nächsten drei Jahren von 6 auf 10 bis 12 Kliniken auszubauen. Hubert und Lincoln Vale halten zusammen rund 30 Prozent der Aktien. Der Umsatz des Unternehmens soll von heute rund 200 Mio. auf 350 Mio. Fr. gesteigert werden. Dabei soll Genolier mit der französischen Spitalgruppe Vitalia zusammenarbeiten. Um für die geplanten Akquisitionen genügend Mittel zur Hand zu haben, schlug die Aktionärsgruppe zudem einen Mittelzufluss von rund 60 Mio. Fr. vor, wofür sie unter anderem eine Kapitalerhöhung unter Gewährung des vollen Bezugsrechtes vorsieht.
INS SCHEINWERFERLICHT: Nach dem überraschenden Rückzug des Konzernchefs von Hewlett-Packard hat sich erstmals die Frau zu Wort gemeldet, die die Affäre mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung ins Rollen gebracht hat. "Ich war überrascht und betrübt, dass Mark Hurd wegen dieser Sache seinen Job verloren hat", liess die Frau unter Nennung ihres vollen Namens über ihre Anwältin erklären. "Das war niemals meine Absicht." Die 50-jährige Jodie Fisher erklärte, sie habe keine Affäre mit dem Konzernchef und habe sich aussergerichtlich mit ihm geeinigt. Weitere Einzelheiten nannte sie nicht. Der anfangs erhobene Vorwurf der sexuellen Belästigung habe sich nicht bestätigt, teilte HP mit.
MILLIARDEN FLIESSEN: Der Ölkonzern BP hat bisher 6,1 Mrd. Dollar wegen der Ölpest im Golf von Mexiko ausgegeben. Das Geld sei für den Kampf gegen das austretende Öl sowie für Hilfen an die Betroffenen ausgegeben worden. Der Konzern hatte vor kurzem mitgeteilt, er rechne mit Belastungen in Höhe von insgesamt 32,2 Mrd. Dollar durch die Katastrophe im Golf von Mexiko. Allein im zweiten Quartal wies das Unternehmen einen Verlust von 16,9 Mrd. Dollar aus, den höchsten in der britischen Wirtschaftsgeschichte.
ULTIMATUM FÜR DRECKSCHLEUDERN: In China müssen mehr als 2000 Firmen aus 18 Industriezweigen ihre veralteten Fabriken schliessen. Sie hätten dafür bis Ende September Zeit, berichteten mehrere Zeitungen unter Berufung auf das Industrieministerium. Die Produktionsstätten seien ins Visier der Behörden geraten, weil sie die Umwelt zu stark verschmutzten, zu viel Energie verbrauchten oder Sicherheitsstandards nicht erfüllt hätten. Sollten sich die Firmen, die beispielsweise aus der Zement-, Eisen-, Papier- und Koksindustrie kämen, nicht an die Anordnung halten, drohten Bussgelder, die Widerrufung von Abwasser-Lizenzen, die Reduzierung von Krediten oder sogar der Entzug von Geschäftsgenehmigungen.
CHRYSLER ETWAS WENIGER TIEF IM MINUS: Der US-Autobauer Chrysler setzt die Erholung von seiner Insolvenz langsam fort. Unter der Führung Fiats verringerte der drittgrösste Auto-Hersteller der USA seinen Verlust im zweiten Quartal. Das Minus sank auf 172 Mio. Dollar von 197 Mio. Dollar im ersten Quartal. Der Umsatz legte im Vergleich zum Jahresauftakt um 8,2 Prozent auf 10,5 Mrd. Dollar zu. Die Zahlen bestätigten, dass Chrysler auf gutem Wege sei, seine Ziele zu erreichen, sagte Konzernchef Sergio Marchionne, der auch dem italienischen Bündnis-Partner vorsteht.

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