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Bern (awp/sda) - Dienstag, 10. August
MEHR BESETZTE SITZE: Die Flugzeuge der Swiss sind im Juli besser ausgelastet gewesen als vor einem Jahr. Während 2009 86,4 Prozent der angebotenen Sitze verkauft worden waren, betrug der Sitzladefaktor nun 87,2 Prozent. Insgesamt hat die Swiss im Juli knapp 1,33 Mio. Passagiere transportiert. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Plus von 5,1 Prozent. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum auch die Zahl der Flüge um 6,1 Prozent. Gut besetzt waren die Maschinen der Swiss insbesondere im Interkontinentalverkehr. Der Sitzladefaktor auf den Langstreckenflügen betrug hohe 91,2 Prozent und lag um 1,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
MEHR GEWINN: Der Maschinen- und Fahrzeugbauer Bucher Industries erholt sich langsam von der Wirtschaftskrise. Nach dem Einbruch im Vorjahr ist der Bestellungseingang im ersten Semester 2010 wieder angeschwollen und die Gewinne gestiegen. Fürs Gesamtjahr zeigt sich der Konzern vorsichtig. Der Auftragseingang sei um fast ein Viertel auf 1,01 Mrd. Fr. geklettert. Diese Verbesserung wirkt sich naturgemäss erst mit Verzögerung auf die Verkäufe aus, so dass der Umsatz nochmals um 11,7 Prozent auf 1,04 Mrd. Fr. sank. Dank der Sparmassnahmen, denen im Vorjahr rund 1400 Stellen zum Opfer fielen, legte der Betriebsgewinn (EBIT) aber wieder um gut ein Fünftel auf 71,2 Mio. Fr. zu.
WEIBELN FÜR ABKOMMEN: Bundespräsidentin Doris Leuthard hat auf ihrer China-Reise in der Metropole Chongqing für eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit plädiert. Dabei warb sie auch für das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China. Der Schweizer Delegation hätten sich so viele Wirtschaftsvertreter angeschlossen, weil die Reise eine entscheidende Etappe auf dem Weg zu einem Freihandelsabkommen werden könnte, sagte Leuthard. Lanciert wurde die dritte Runde einer gemeinsamen Machbarkeitsstudie für ein solches Abkommen. Auf dem Programm standen offizielle Gespräche mit Bürgermeister Huang Qifan.
STABILE KONSUMLUST: Die Konsumentenstimmung in der Schweiz bleibt stabil. Eine Umfrage im Juli bei 1100 Haushalten ergab einen Index von 16 Punkten nach zuletzt 14 im April, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteilte. Die Konsumentinnen und Konsumenten erwarten für die kommenden Monate eine Verbesserung der eigenen Sparmöglichkeiten (27 Punkte nach 15 im Juli), obschon sie die künftige Wirtschaftslage mit 33 Punkten weniger optimistisch beurteilen als im April (44 Punkte). Die Erwartungen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit (6) sowie zur persönlichen finanziellen Lage (10) blieben demgegenüber auf dem Niveau der April-Werte (8 beziehungsweise 7).
ENTTÄUSCHENDE ZAHLEN: Die Zürcher Industrie- und Buchhandelsgruppe Orell Füssli hat im ersten Halbjahr 2010 rote Zahlen geschrieben. Wegen einem enttäuschenden Finanzresultat ging das Ergebnis unter dem Strich auf von 0,8 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode auf minus 4,9 Mio. Fr. zurück. Das Finanzergebnis (-3,5 Mio. Franken) wurde von Währungsabsicherungen belastet, wie das Unternehmen mitteilte. Diese würden jedoch nach Fertigstellung der entsprechenden Aufträge neutralisiert und somit das Jahresergebnis nicht betreffen. Der Betriebsverlust (EBIT) vergrösserte sich auf 2,7 Mio. Franken (Vorjahresperiode: -1,1 Mio. Franken), wobei Orell Füssli im Vorjahr noch von ausserordentlichen Erträgen in der Höhe von 4 Mio. Fr. profitiert hatte. Der Umsatz verringerte sich in derselben Zeitspanne von 137,9 Mio. auf 136,6 Mio. Franken.
ROTE ZAHLEN: Das Logistik-Unternehmen Kardex hat die Wirtschaftskrise noch nicht überwunden. Das Unternehmen sackte im ersten Halbjahr 2010 sogar in die roten Zahlen ab. Unter dem Strich steht ein Verlust von 7,6 Mio. Euro nach einem Gewinn von 1,2 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der Betriebsverlust (EBIT) betrug 6,7 Mio. Euro, wie das Zürcher Unternehmen mitteilte. In der Vorjahresperiode hatte Kardex noch einen operativen Gewinn von 4,9 Mio. Euro ausgewiesen. Der Umsatz sackte um 15,3 Prozent auf 150,6 Mio. Euro ab. In Lokalwährungen ergab sich ein Minus von 16,5 Prozent.
GEWINNSTEIGERUNG VERBUCHT: Die Thurgauer Kantonalbank (TKB) hat den Gewinn im ersten Halbjahr trotz tieferer Einnahmen im Kerngeschäft gesteigert. Der Überschuss nahm gegenüber der Vorjahresperiode um 11,7 Prozent auf 33 Mio. Fr. zu. Dies gelang dank tieferen Wertberichtigungen, dem Verkauf einer Liegenschaft und einer geringeren Zuweisung an die Reserven für allgemeine Bankrisiken. Die Bank habe ihre Kreditrisiken im Griff und das Kreditportefeuille sei gesund, teilte das Institut mit. Die Hypothekarkredite nahmen vor dem Hintergrund rekordtiefer Zinsen um 1,5 Prozent auf 12,77 Mrd. Fr. zu, wobei die TKB die Vergabekriterien nicht gelockert haben will.
WENIGER ABGESCHRIEBEN: Trotz weniger Ertrag aus dem Zinsgeschäft hat die Glarner Kantonalbank (GLKB) im ersten Halbjahr 2010 ihren Gewinn um 2,2 Prozent auf 5,2 Mio. Fr. gesteigert. Zurückzuführen ist dies auf deutlich tiefere Wertberichtigungen auf den von der Bank gewährten Krediten. Die Massnahmen zur Senkung der Risiken bei den Ausleihungen trage nun Früchte, schrieb die GLKB. Die Wertberichtigungen bewegten sich auf dem tiefsten Niveau seit zehn Jahren. Während sie sich vor einem Jahr noch auf 4,3 Mio. Fr. summierten, betrugen sie heuer noch 1,4 Mio. Franken.
TEURE TECHNOLOGIE: Die Genfer Kantonalbank (BCGE) weist für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang um 17,1 Prozent auf 31,3 Mio. Fr. aus. Grund sind Kosten für den beschleunigten Transfer der IT-Infrastruktur. Im Mai habe die BCGE den Wechsel zu Swisscom/Comit beschlossen, nun bestehe ein Rechtsstreit mit IBM, schreibt die Bank. Ein Grossteil des Projektes werde durch Bezug von 15 Mio. Fr. aus den Reserven für allgemeine Bankrisiken finanziert. Der Betriebsaufwand erhöhte sich wegen der ausserordentlichen Kosten um 4,9 Prozent auf 111,8 Mio. Franken. Der ordentliche Aufwand sei mit einer Zunahme um 1,5 Prozent auf 108,2 Mio. Fr. unter Kontrolle, heisst es.
DUFTE ZAHLEN: Steigende Nachfrage aus der Kosmetikindustrie stimmt den Duft- und Aromenhersteller Symrise optimistisch. Nach einem überraschend kräftigen Ergebniszuwachs im zweiten Quartal erhöhte Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram das Umsatzziel für das Gesamtjahr. Der deutsche Konzern profitierte unter anderem davon, dass die Hersteller von Luxusparfüms und teuren Kosmetika wieder deutlich mehr bestellten. Symrise verdiente vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 94,4 Mio. Euro im zweiten Quartal - ein Plus von 38 Prozent binnen Jahresfrist. Der Umsatz legte um 20 Prozent auf 406,5 Mio. Euro zu, der Überschuss stieg auf 48,4 Mio. Euro von 20,1 Mio. Euro ein Jahr zuvor.
KRITIK AN RAUSWURF: Der Chef des Softwarekonzerns Oracle hat das Direktorium von Hewlett-Packard scharf kritisiert. Das Gremium habe nicht im Sinne der Angestellten, Aktionäre, Kunden und Partner entschieden, als es Konzernchefs Mark Hurd zum Rücktritt zwang. "Das HP-Board hat die schlimmste Personalentscheidung getroffen seit Idioten im Apple-Direktorium Steve Jobs vor vielen Jahren gefeuert haben", schrieb Oracle-Chef Larry Ellison in einer E-Mail. Oracle ist einer der Hauptpartner von HP. HP hatte die Geschäftswelt am Freitag mit der Mitteilung von Hurds Rücktritt überrascht. Dem 53-jährigen zweifachen Familienvater wird vorgeworfen, Spesenabrechnungen fingiert zu haben, um eine "enge persönliche Beziehung" zu einer Frau zu verschleiern.

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