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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 18. August
GEWINNVERDOPPELUNG BEI SWISS LIFE: Der Lebensversicherungskonzern Swiss Life ist vor allem dank des internationalen Geschäfts mit reichen Privatkunden überraschend stark gewachsen. Die Prämieneinnahmen stiegen im ersten Halbjahr 2010 um 17,8 Prozent auf 12,24 Mrd. Franken. Neben dem Geschäft mit Privatkunden, die Vermögen in steuergünstige Versicherungsprodukte steckten, wuchs Swiss Life auch in den wichtigen Märkten Frankreich und Deutschland deutlich. Das Prämienvolumen im hart umkämpften Heimmarkt Schweiz nahm jedoch leicht ab. Der Gewinn der Gruppe ist mit 269 Mio. Franken fast doppelt so hoch ausgefallen wie im Vorjahr. Die deutsche Finanzvertrieb-Tochter AWD hat ebenfalls ein erfolgreiches Halbjahr hinter sich: Sie schaffte es in mit einem Betriebsresultat (EBIT) von 20,4 Mio. Euro in die schwarzen Zahlen. Vor einem Jahr befand sich die 2008 übernommene AWD mit einem Verlust von 10,3 Mio. Euro in Schieflage.
RAIFFEISEN AUF WACHSTUMSKURS: Die Bank Raiffeisen ist im ersten Halbjahr 2010 weiter gewachsen, vor allem im Hypothekengeschäft. Der Hypothekenbestand nahm um 3,7 Prozent auf rekordhohe 114,7 Mrd. Fr. zu. Der Gewinn der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz ging aber wegen Sondereffekten zurück. Das Nettoergebnis sank um 15,3 Prozent auf 303 Mio. Franken. Im Vorjahr hatte Raiffeisen allerdings eine markante Aufwertung der Beteiligungen an der Versicherung Helvetia und der Bank Vontobel von 67 Mio. Fr. verbuchen können. Um solche Sondereffekte bereinigt, ist der Gewinn um 1,4 Prozent auf 308 Mio. Fr. gestiegen. Der gesamte Betriebsertrag nahm um 0,6 Prozent auf 1,195 Mrd. Fr. ab. Mit dem Zinsgeschäft verbuchte Raiffeisen einen Erfolg von 979 Mio. Franken (-1,8 Prozent). Positiv entwickelte sich aber das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Der Zuwachs um 9,5 Prozent ist vor allem auf die Zunahme der Anzahl Transaktionen zurückzuführen.
MEHR GEWINN FÜR DEN ZÜRCHER FLUGHAFEN: Der Flughafen Zürich hat im ersten Halbjahr 2010 trotz Einbussen wegen der Aschewolke mehr Passagiere registriert und das Ergebnis verbessert. Das Passagieraufkommen legte um 3,0 Prozent auf rund 10,5 Mio. zu. Der Umsatz lag mit 408,1 Mio. Fr. um 3,1 Prozent über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Die Erträge im Fluggeschäft (+3,8 Prozent) erhöhten sich dabei stärker als im Nicht-Fluggeschäft (+2,0 Prozent). Der Gewinn stieg um 5,3 Prozent auf 49,7 Mio. Franken.
UMSATZRÜCKGANG BEI WALTER MEIER: Der Klima- und Fertigungstechnikkonzern Walter Meier hat im ersten Halbjahr 2010 trotz Umsatzrückgangs einen Gewinn von 10 Mio. Fr. erwirtschaftet. Das sind 13,6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Nach Restrukturierungen im Fertigungsgeschäft in Nordamerika liegt das Betriebsergebnis (EBIT) um fast 60 Prozent höher. Es beträgt 14,5 Mio. Franken. Der Umsatz schrumpfte dagegen um 6,4 Prozent auf 299,1 Mio. Franken. Würden die in Nordamerika eingestellten Geschäfte aber wieder hinzugerechnet, wäre der aber Umsatz leicht gestiegen.
FEINTOOL MIT AUFTRAGSPLUS: Mit dem Lysser Industrie-Unternehmen Feintool geht es weiter aufwärts: Im dritten Quartal hat der Umsatz um mehr als ein Viertel auf 93,8 Mio. Fr. zugelegt. Nach neun Monaten des Geschäftsjahrs 2009/10 liegt er um 75,8 Prozent höher bei 313,3 Mio. Franken. Die Aufträge des Autozulieferers haben sich im dritten Quartal sogar auf 116,4 Mio. Franken mehr als verdoppelt. Mit 147,1 Mio. Fr. liegt der Auftragsbestand der in Feinschneide- und Umformtechnologie tätigen Gruppe nun sogar so hoch wie seit Ende des letzten Geschäftsjahrs nicht mehr.
NEXIS VERLAGERT PRODUKTION: Die Kunstgarn-Herstellerin Nexis Fibers schliesst nach Gewerkschaftsangaben ihre Produktion in Emmenbrücke. 40 Stellen würden bis im nächsten Frühling in zwei Schritten abgebaut, teilte die Syna mit. Bei Nexis handelt es sich um ein Nachfolgeunternehmen der Viscose. Sie stellt Industriegarne her, etwa für Airbags. Gemäss Syna wird die Produktion ins slowakische Schwesterwerk verlegt. In Emmenbrücke sollen noch 15 Stellen erhalten bleiben.
BESSERE INSERATEVERKÄUFE IM JULI: Die Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz haben im Juli deutlich mehr Inserate verkauft. Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent auf 83,4 Mio. Franken, wie die WEMF AG für Werbemedienforschung mitteilte. Gefragter waren insbesondere Prospektbeilagen (+30,5 Prozent) und Stellenanzeigen (rund 10 Prozent).
FEINDLICHES ÜBERNAHMEANGEBOT: Der Bergbaukonzern BHP Billiton greift nach den Kronjuwelen der kanadischen Wirtschaft: Der Potash Corporation of Saskatchewan. Die Australier wollen den weltgrössten Kali-Förderer feindlich schlucken und nehmen dafür mindestens rund 40 Mrd. Dollar in die Hand. Den Aktionären solle direkt ein Angebot unterbreitet werden. Noch am Dienstag hatte das Management des kanadischen Potash-Konzerns das Übernahmegebot von BHP Billiton publik gemacht und gleichzeitig in harscher Form zurückgewiesen. BHP wolle die Potash-Aktionäre übers Ohr hauen, warnte Verwaltungsratschef Dallas Howe. Der Preis für sein Unternehmen sei deutlich zu billig. Die Frist für die Annahme des Gebots läuft bis zum 19. Oktober. Eine Verlängerung ist möglich.
ALEXANDER FALK MUSS INS GEFÄNGNIS: Der Verlagserbe und frühere Distefora-Chef Alexander Falk muss wegen versuchten Betrugs ins Gefängnis. Der deutsche Bundesgerichtshof hat die vom einstigen Börsenwunderkind eingelegte Revision gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg zurückgewiesen. Falk hatte gemeinsam mit vier seiner ehemaligen Manager im Jahr 2000 den Wert der Firma Ision durch Scheingeschäfte geschönt und diese zu einem überhöhten Preis verkauft. Das Landgericht hatte ihn deshalb zu vier Jahren Haft verurteilt. Auf der Höhe des Internet-Booms im Jahr 2000 hatte Falk als Verwaltungsratspräsident und Mehrheitsbesitzer des Schweizer Unternehmens Distefora einen Anteil von mehr als 75 Prozent an der Ision AG an die britische Telekommunikationsfirma Energis verkauft.
STARKES BÖRSENDEBÜT IN CHINA: Die Everbright Bank hat in Shanghai ein starkes Börsendebüt hingelegt. In einem schwachen Marktumfeld legte die Aktie 18 Prozent auf 3.66 Yuan (56 Rappen) zu. Die Papiere der mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen Bank waren für 3.10 Yuan ausgegeben worden. Analysten begründeten den Kurssprung mit der besseren Stimmung bei Händlern nach guten Bilanzen kleinerer Banken sowie dem im Vergleich zu Konkurrenten niedrigen Ausgabepreis. Everbright legt die zweitgrösste Emission in der Volksrepublik in diesem Jahr hin. Das elfgrösste Kreditinstitut des Landes könnte bis zu 3,2 Mrd. Dollar einnehmen. Das in Peking ansässige Finanzinstitut will mit dem Schritt an frisches Kapital gelangen.

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