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Bern (awp/sda) - Freitag, 20. August
ZÜRCHER KANTONALBANK MIT WENIGER GEWINN: Die tiefen Zinsen und ein schwächerer Handel mit Obligationen haben den Gewinn der Zürcher Kantonalbank (ZKB) geschmälert. Die grösste Schweizer Staatsbank verdiente im ersten Halbjahr 367 Mio. Franken. Das sind 11,2 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Bruttoertrag der Bank, der gut zur Hälfte mit dem Zinserfolg bestritten wird, fiel um 15,8 Prozent auf 1,04 Mrd. Franken. Besser als im Vorjahr lief das Dienstleistungsgeschäft. Weil die ZKB weniger Geld für Boni buchte, sanken die Kosten. Bei den Hypotheken, die 87 Prozent der Kundenausleihungen ausmachen, wuchs die ZKB um 3,1 Prozent auf 60,3 Mrd. Franken. Im ersten Halbjahr nahm die ZKB per saldo 5,26 Mrd. an Vermögen entgegen, wovon rund 2,9 Mrd. Fr. von Privatkunden stammten. Im Vergleich dazu hat sie im gesamten Jahr 6,70 Mrd. Fr. an Neugeldern erhalten. Die Kundenvermögen in den Depots der ZKB vermehrten sich um 4,4 Prozent auf 156,74 Mrd.
ALPIQ MIT EINBUSSEN: Der Energiekonzern Alpiq hat im ersten Halbjahr 2010 unter sinkenden Strompreisen gelitten. Zugleich nahm die Nachfrage in Italien ab, und die Brennstoffkosten in den Kraftwerken Zentraleuropas stiegen. Der Reingewinn sank auch wegen höherer Abschreiber um 10,4 Prozent auf 293 Mio. Franken. Der Umsatz des aus der Fusion von Atel und EOS entstandenen Konzerns schrumpfte um 0,8 Prozent auf 7,041 Mrd. Franken. Gebremst wurde Alpiq auch vom tieferen Euro-Kurs.
EMMI MIT ÜBERNAHME: Der Milchverarbeiter Emmi expandiert in den USA. Der Schweizer Marktführer übernimmt die kalifornische Cypress Grove Chèvre, Herstellerin von Ziegenkäse-Spezialitäten. Ebenfalls erhöhte Emmi ihre Beteiligung an CASP (Contract Aseptic & Speciality Packaging) in Penn Yan im Bundesstaat New York auf 100 Prozent. Über den Kaufpreis für die beiden Expansionsschritte wurde Stillschweigen vereinbart. Durch die vollständige Übernahme von CASP verfügt Emmi über einen eigenen Produktionsbetrieb von Frischprodukten in den USA und stellt Caffè Latte sowie in Zukunft auch die in den USA bereits heute vertriebenen Emmi Premium-Jogurts selber her. CASP beschäftigt 23 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von rund 6 Mio. Dollar. Die in Arcata ansässige und 1983 gegründete Cypress Grove Chèvre erwirtschaftet mit 45 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 10 Mio. Dollar.
SCHWACHES HALBJAHR FÜR BACHEM: Das Baselbieter Biotech-Unternehmen Bachem hat im ersten Halbjahr einen markanten Rückgang von Umsatz, Betriebsergbnis und Reingewinn verbuchen müssen. Bachem erzielte in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 73,9 Mio. Franken. Das Unternehmen begründete den Einbruch um 18,9 Prozent in Schweizer Franken mit der Verschiebung von Aufträgen und Bestellungen seiner Kundschaft. In der Folge brach das operative Ergebnis um 78,7 Prozent auf 5,8 Mio. Fr. ein. Um Kosten zu sparen, hat das Unternehmen im laufenden Jahr bereits 21 der über 700 Vollzeitstellen abgebaut. Bis Ende Jahr sollen 30 Arbeitsplätze gestrichen werden. Beim Reingewinn musste das an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen einen Rückgang um 34,9 Prozent auf 18,8 Mio. Fr. verbuchen. Trotz dem schwachen operativen Ergebnis liegt die Reingewinnmarge bei hohen 25,4 Prozent. Zu verdanken ist dies dem bereits früher bekannt gegebenen Verkauf der Polyphor AG, der 17,5 Mio. Fr. in die Kasse spülte. Ohne diesen Einmaleffekt hatte der Gewinn nur 1,3 Mio. Fr. betragen.
GEWINNEINBRUCH BEI VALIANT: Die Berner Regionalbank Valiant hat wegen des Margendrucks im Zinsgeschäft im ersten Halbjahr 2010 einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Das Institut verdiente 70,0 Mio. Franken. Das sind 5,5 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Der Erfolg im Zinsgeschäft nahm gegenüber dem starken Vorjahreswert um 2,5 Prozent ab. Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg dagegen um 5,2 Prozent. Der Bank wurde neues Geld in Höhe von 733,0 Mio. Fr. anvertraut. Die Kundengelder stiegen insgesamt um 3,2 Prozent auf 16,3 Mrd. Franken. Die Kundenausleihungen nahmen um 2,7 Prozent auf 20,6 Mrd. Fr. zu. Trotz des Konkurrenzkampfs namentlich bei den Hypotheken sei die Valiant ihrer Geschäftspolitik treu geblieben. Das zeige sich in den tiefen Wertberichtigungen.
GEWINN FÜR WINTERHTUR TECHNOLOGIES: Die Schleifmittel-Spezialistin Winterthur Technologie hat die Krise überwunden. Das Unternehmen ist im ersten Halbjahr 2010 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Winterthur verdiente 5,93 Mio. Euro nach einem Verlust von 2,96 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der Umsatz nahm um 30,6 Prozent auf 84,87 Mio. Euro zu. Der Auftragseingang stieg bei den Verbrauchsartikeln (Werkzeugen) um durchschnittlich 70 Prozent, bei den Werkzeug-Schleifmaschinen sogar um 105 Prozent.
MEHR REINGEWINN FÜR ZEHNDER: Der Heizkörper- und Lüftungshersteller Zehnder hat im ersten Halbjahr 2010 Umsatz und Reingewinn gesteigert. Der Reingewinn lag bei 16,4 Mio. Euro gegenüber 10,0 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Der Gesamt-Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 217,5 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 207,0). Währungsbereinigt betrug die Steigerung 4 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 23 Prozent auf 19,1 Mio. Euro. Für das zweite Halbjahr gibt sich Zehnder vorsichtig optimistisch. Die leichte Erholung der Weltwirtschaft gebe positive Signale, doch bleibe die globale Konjunktur-Entwicklung unsicher. Für 2010 rechnet das Unternehmen mit rund 450 Mio. Euro Umsatz und einer EBIT-Marge von 10 Prozent, was dem Niveau des Vorjahres entspricht.
WENIGER KONKURSE IN DER SCHWEIZ: Die Firmenkonkurse haben in der Schweiz im Juli erstmals seit September 2008 nicht weiter zugenommen. Die Zahl der Pleiten blieb mit 548 leicht unter dem Vorjahresmonat (551). In den ersten sieben Monaten 2010 wurden in der Schweiz damit 3685 Firmenkonkurse publiziert. Das sind noch 21,4 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Ein guter Teil der Zunahme ist allerdings nicht auf die Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern auf einen neuen Gesetzesartikel zur Liquidation älterer, stillgelegter Firmen zurückzuführen. Diese Eliminationen von Kartei-Leichen nahmen um 56 Prozent zu, während die Zahl der Insolvenzen von Januar bis Juli um knapp 13 Prozent stiegen. Im Zuge der Konjunkturerholung nehmen die Firmengründungen wieder zu. Im Juli wurden 3495 Unternehmen im Handelsregister eingetragen. Das sind 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonate.
LOHNFORDERUNGEN: Arbeitnehmer in der Schweiz sollen aus Sicht des Gewerkschaftsbunds nächstes Jahr zwei bis drei Prozent mehr verdienen. Die Gewerkschaften begründen ihre Forderung mit der Teuerung, den guten Zahlen der Unternehmen und den steigenden Krankenkassenprämien. Monatlich sei in vielen Branchen ein Zustupf von mindestens 150 Fr. nötig, sagte Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) vor den Medien in Bern. Zudem müssten die Reallohnerhöhungen generell erfolgen und nicht individuell. In den letzten Jahren hätten wegen der zunehmenden Individualisierung der Löhne allein die höheren Einkommen die Früchte des Aufschwungs eingesackt.
EINSPRUCH DER USA: Einen Monat nach der EU legen auch die USA Einspruch gegen das Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) zu illegalen Hilfen für den Flugzeug-Hersteller Airbus ein. Zwar habe die WTO in ihrer Entscheidung vom Juni den USA in den meisten Punkten Recht gegeben, erklärte eine Sprecherin des US-Handelsbeauftragten (USTR). Allerdings protestierten die USA unter anderem gegen die Feststellung der WTO-Experten, dass die 40 Jahre lang an Airbus gezahlten Hilfen nicht Teil eines dauerhaften Unterstützungsprogramms seien. In einem 1200 Seiten langen Expertenbericht hatte die WTO im Juni erklärt, dass ein Teil der Hilfen für Airbus - insbesondere bei Entwicklung und Export von Flugzeugen - unzulässig sei. Brüssel legte daraufhin Einspruch ein. Dieser zielt insbesondere auf die Feststellung, dass Anschub-Darlehen für den Riesen-Airbus A380 unerlaubte Exportsubventionen seien. Denn diese müssten sonst umgehend eingestellt werden.

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