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Bern (awp/sda) - Freitag, 27. August
DOPPELTER GEWINN: Der Spezialchemiekonzern EMS hat im ersten Halbjahr 2010 den Gewinn mehr als verdoppelt. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 128 Mio. Franken, nach 58 Mio. Fr. im Vorjahr. Die Steigerung beträgt 118 Prozent. Andere Kennzahlen wie Umsatz und Betriebsgewinn hatte das Unternehmen schon im Juli bekannt gegeben: Der Verkäufe stiegen um 54,3 Prozent auf rekordhohe 836 Mio. Franken, und das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 116,3 Prozent auf 154 Mio. Franken.
WIEDER BETRIEBSGEWINN: Das Elektronikindustrie-Unternehmen Cicor hat im ersten Halbjahr 2010 operativ Gewinn geschrieben. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erreichte 0,9 Mio. Franken, nach Minus 3,5 Mio. im ersten Halbjahr 2009. Der Reinverlust schrumpfte von 4,6 Mio. auf 1,5 Mio. Franken. Vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) erzielte Cicor ein Betriebsergebnis von 4,9 Mio. Franken. Der Umsatz stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 10,3 Prozent auf 88,4 Mio. Fr. und der Bestellungseingang legte um 20 Prozent auf 92,2 Mio. Fr. zu. Die Rückkehr in die operative Gewinnzone begründete Cicor mit gestrafften Abläufen und einem neuen Markenauftritt. Das Unternehmen baute auch die Vertriebsstrukturen in Amerika und Asien aus.
EINBRUCH BEIM GEWINN: Der starke Franken hat dem Glasverpackungs-Hersteller Vetropack im ersten Halbjahr 2010 zugesetzt. Der Gewinn brach deswegen von 45,8 Mio. auf 19,6 Mio. Fr. ein. Der Umsatz sank von 334 Mio. auf 331,8 Mio. Franken. Die Werke waren voll ausgelastet. Stückmässig stieg der Absatz um 11,1 Prozent auf 2,2 Milliarden. Rund 40 Prozent davon wurden exportiert, nach 37 Prozent in der Vorjahresperiode. Für das zweite Halbjahr zeichnet sich gemäss Vetropack keine klare Steigerung des Marktvolumens ab. Auch die Kursentwicklung habe weiterhin starken Einfluss. Unter der Annahme konstanter Wechselkurse geht das Unternehmen von einem Jahresumsatz leicht unter dem Vorjahr aus, das operative Ergebnis und der Reingewinn dürften sich im Rahmen des ersten Semesters entwickeln.
WENIGER VERLUST: Die Technologiefirma Adval Tech hat im ersten Halbjahr 2010 zum ersten Mal seit 2008 wieder einen Betriebsgewinn erzielt. Unter dem Strich erlitt die auf Spritzguss- sowie Stanz- und Umformtechnologie spezialisierte Firma aber einen Verlust von 6,3 Mio. Franken. Damit hat sich der Reinverlust aber verringert, vor einem Jahr hatte das Minus 13,4 Mio. Fr. betragen. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich von 9,5 Mio. auf 0,5 Mio. Franken. Die Währungsentwicklung von Euro und Dollar habe das Ergebnis deutlich belastet.
ABGEWIESENE KLAGE: Das IT-Unternehmen Comparex ist mit seinen Klagen gegen Bison Schweiz abgeblitzt. Das Amtsgericht Sursee LU hat die zivilrechtlichen Klagen abgewiesen. Comparex warf Bison vor, rund 180 Mitarbeitende abgeworben und gegen Treu und Glauben verstossen zu haben. In ihren Klagen hatte die Comparex Schweiz AG vorsorgliche Massnahmen gegen Bison verlangt; unter anderem, dass Bison die Comparex-Leute nicht anstellen und diese den Markt nicht bearbeiten dürften. Bison-Chef Rudolf Fehlmann erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, der Entscheid des Amtsgerichtes halte fest, dass Bison im vorliegenden Fall nichts unrechtmässiges gemacht habe. Von Comparex war bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme erhältlich. Hintergrund des Streits in der IT-Branche bilden nach Darstellung von Bison, die mit 30 Prozent an Comparex Schweiz beteiligt ist, eine Entlassungswelle im deutschen Comparex-Mutterhaus PC-Ware sowie Unsicherheiten über die Zukunft des Standortes Schweiz.
ROTE ZAHLEN: Der niederländische Saab-Eigentümer Spyker hat im ersten Halbjahr 2010 einen Verlust von 139 Mio. Euro verbucht. Dennoch verfüge das Unternehmen über genügend Kapital, um die Produktion bis mindestens Ende des Jahres fortsetzen zu können, teilte Spyker mit. Es sei daher nicht vorgesehen, neuen Anteilsscheine zwecks Kapitalbeschaffung auszugeben. Der kleine Sportwagenhersteller in Holland hatte die schwedische Automarke erst im Januar 2010 vom US-Konzern General Motors übernommen. Das schwedische Unternehmen nahm nach eineinhalb Monaten Zwangspause Ende März wieder die Produktion auf. In den ersten sechs Monaten des Jahres sind insgesamt 10'500 Saab-Fahrzeuge verkauft worden - im Vergleich zu 24'300 im ersten Halbjahr 2009.
BESSERE AUFTRAGSLAGE: Die wirtschaftliche Erholung in der Autobranche und dem Energie-Sektor bringt den Giessereien wieder mehr Aufträge: Im ersten Semester 2010 haben die 56 Unternehmen des Giesserei-Verbandes Zuwachsraten von bis zu 41 Prozent gegenüber dem vergangenen Halbjahr verzeichnet. Die abgelieferten Tonnagen haben um 17 Prozent auf 36'270 Tonnen gesteigert werden können. Jene Unternehmen, die im Vorjahr Kurzarbeit einführen mussten, hätten darum wieder auf Normalbetrieb umstellen können. Aktuell werde sogar wieder überwiegend in drei Schichten produziert.
ANZEIGE: Durch das Datenleck bei der deutschen Schlecker wurden nach Angaben der Drogeriemarktkette keine sensiblen Daten wie Kontonummern oder Passwörter öffentlich. Schlecker bezeichnet den Angriff als "intern" und hat Anzeige erstattet. Die Sicherheitspanne habe lediglich dazu geführt, dass Daten zugänglich wurden, die der Werbekommunikation dienten. Wie das Unternehmen am Freitag in Ehningen mitteilte, sind 150'000 Online-Kunden betroffen. Das Datenleck sei nicht im Schlecker-Onlineshop aufgetreten, sondern bei einem externen Dienstleister.
ABKÜHLUNG: Die US-Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo drastisch gedrosselt: Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg von April bis Juni mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von lediglich 1,6 Prozent. In einer ersten Schätzung war mit 2,4 Prozent Wachstum noch ein weit höherer Zuwachs veranschlagt worden. Experten hatten sogar mit einer Revision auf 1,4 Prozent gerechnet. Insbesondere der Aussenhandel bremste das Wachstum. Die US-Wirtschaft wächst zwar seit mehr als einem Jahr wieder, doch vor allem eine hohe Arbeitslosigkeit und Probleme am Immobilienmarkt machen der weltgrössten Volkswirtschaft zu schaffen.

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