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Bern (awp/sda) - Dienstag, 31. August
GESCHLOSSEN: Die traditionsreiche Brauerei Cardinal in Freiburg wird im Juni 2011 geschlossen. Das Cardinal-Bier wird weiterhin produziert, aber ab diesem Zeitpunkt bei Feldschlösschen in Rheinfelden AG. 57 der Angestellten in Freiburg erhalten von der Feldschlösschen-Gruppe, zu der Cardinal gehört, ein Angebot für eine neue Stelle. Die übrigen 18 werden vorzeitig pensioniert, wie Feldschlösschen-Chef Thomas Metzger in Freiburg bekanntgab. Nach der Schliessung will Feldschlösschen das Areal in Freiburg verkaufen. Der Freiburger Staatsrat reagierte überrascht und schockiert. Die Kantonsregierung will die Geschäftsleitung von Feldschlösschen auffordern, auf die Schliessung der Brauerei Cardinal zu verzichten. Auch das Personal der Brauerei Cardinal ist laut der Gewerkschaft Unia "schockiert". Die Mehrheit der Angestellten traf sich am Dienstagnachmittag zu einer Aussprache. Kampfmassnahmen wurden nicht beschlossen. Hingegen fordere die Belegschaft Feldschlösschen auf, wie bei einer Massenentlassung das Personal zu konsultieren. Auf Facebook bildete sich umgehend eine Gruppe "Cardinal gehört Freiburg", die am Abend bereits 500 Mitglieder hatte.
FÜNF-JAHRES-ZIELE: Der Aromen- und Riechstoffe-Hersteller Givaudan lagert im Rahmen der neuen Fünf-Jahres-Ziele die Produktion von Suppen- und Snackpulver nach Ungarn aus. In der Fabrik in Kemptthal ZH verschwinden 120 der insgesamt 180 Stellen. Der Produktionsstandort sei zu alt, begründet Givaudan. Die Auslagerung nach Ungarn erfolgt bis 2013, wie der Branchenleader mit Sitz in Vernier GE bekannt gab. Ein Teil der Mitarbeiter in Kemptthal erhält nach Givaudan-Angaben Stellen an anderen Standorten angeboten, weitere werden frühpensioniert. Um Kündigungen kommt das Unternehmen aber nicht herum.
ZUKAUF: Der grösste Schweizer Baukonzern Implenia hat dem Umsatz im ersten Halbjahr leicht und den Gewinn deutlich verbessert. Das Unternehmen setzt einen Fokus auf Winterthur und kauft die Sulzer Immobilien AG. Implenia übernimmt neben Immobilien und Grundstücken der Firma deren Entwicklungsbereich mit den Mitarbeitenden. Der Kaufpreis betrage 82,1 Mio. Franken, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Den Gebäudeunterhalt verkauft Sulzer mit allen Angestellten für 2,5 Mio. Fr. an die Auwiesen Immobilien AG. Implenia erwirbt unter anderem rund 230'000 Quadratmeter Grundstücksflächen in Industrie- und Zentrumszonen im Sulzer-Areal in der Stadtmitte von Winterthur und in Oberwinterthur. Mit der Investition will Implenia auch das Geschäftsfeld Projektentwicklung ausbauen. Vorwiegend dank der Projektentwicklung sowie der Bauproduktion nahm der Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent auf 1,062 Mrd. Fr. zu. Der Reingewinn verdoppelte sich von 6,2 auf 12,5 Mio. Franken.
KRIEGSBEIL BEGRABEN: Bei der Westschweizer Spitalgruppe Genolier wird das Kriegsbeil begraben. Die seit Juni zerstrittenen Aktionärsgruppen haben sich auf eine tiefgreifende Umbildung des Verwaltungsrates geeinigt. Ein neuer CEO soll ausserhalb der Gruppe rekrutiert werden. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 6. September sollen die früheren Verwaltungsratsmitglieder Antoine Hubert und Raymond Loretan (ehemaliger VR-Präsident) neben vier neuen Mitgliedern zur Zuwahl vorschlagen werden, wie der Genolier-Verwaltungsrat und die Aktionärsgruppe Antoine Hubert/Lincoln Vale gemeinsam mitteilten.
ON-LINE-SPIELE: Mit einem weiteren Zukauf verstärkt Google sein Engagement bei Sozialen Netzwerken. Der Konzern aus dem kalifornischen Mountain View übernimmt das kanadische Startup Social Deck, das Online-Spiele entwickelt. Den Preis nannten die Unternehmen nicht. Medienberichten zufolge plant Google eine eigene Plattform als Konkurrenz zu Facebook, das mit seinen mehr als 500 Millionen Nutzern zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz im Werbegeschäft geworden ist. Die boomenden Online-Spiele sollen dabei eine zentrale Rolle spielen.
IM SCHUSS: Emmi hat mit seinen Milchprodukten im ersten Halbjahr 2010 gut verdient. Der Reingewinn kletterte um 21,5 Prozent auf 39,9 Mio. Franken. Der Umsatz jedoch stagnierte, trotz einem deutlichen Wachstum im Ausland. Wie Emmi mitteilte, ging der Umsatz um 0,5 Prozent auf 1,275 Mrd. Fr. zurück. Kleiner geworden sind dabei die Absätze in der Schweiz, wo der Umsatz mit 932,2 Mio. Fr. um 2,8 Prozent geringer ausfiel als im ersten Halbjahr 2009. Der grösste Schweizer Milchverarbeiter erklärt das Minus damit, dass der Rohstoff Milch billiger geworden ist. Der mengenmässige Umsatzrückgang in der Schweiz war mit 0,5 Prozent kleiner als der wertmässige. Emmi generierte auf dem Heimmarkt vor allem mit Produkten mit höherer Marge ein Umsatzwachstum. Sehr erfreulich sei nach wie vor, wie sich Frischprodukte wie Caffè Latte entwickelten.
GLÄNZEND: Europas grösster Medienkonzern Bertelsmann hebt nach einem glänzenden ersten Halbjahr 2010 die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Der Nettogewinn stieg in den ersten sechs Monaten auf 246 Millionen Euro, wie Bertelsmann in Gütersloh mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 333 Millionen Euro gemacht. Die Werbemärkte hätten wieder angezogen, auch Kostensenkungsprogramme zeigten nachhaltig ihre Wirkung, hiess es. Der Konzernumsatz, der um den verkauften britischen TV-Sender Five bereinigt wurde, stieg um rund 4 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr rechnet Bertelsmann nun mit einem Nettogewinn von über 500 Millionen Euro. Bisher sprach der Konzern von 400 bis 500 Millionen.
GUTE LAUNE: Auch im Sommermonat Juli waren die Konsumenten in guter Laune und haben sich vermehrt neue Autos geleistet. Der UBS-Konsumindikator ist darum erneut angestiegen. Nach einem Stand von 1,80 im Juni erreichte er im Juli einen Wert von 1,86, wie die UBS mitteilte. Nach dem Rekordzuwachs vom Vormonat seien auch im Juli eine hohe Anzahl von Neuimmatrikulationen von Autos zu verzeichnen gewesen, begründeten die Experten den Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 6,1 Prozent mehr. In den Indikator, der die Entwicklung des Privatkonsums voraussagt, fliessen auch die Geschäftsgänge des Detailhandels ein. Diese hätten sich im Juli ebenfalls beträchtlich entwickelt, bewegten sich aber noch auf tiefem Niveau.

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