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Bern (awp/sda) - Dienstag, 7. September
STABILE ARBEITSLOSENQUOTE: Der Schweizer Arbeitsmarkt entwickelt sich besser als erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 3,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 3,8 Prozent. Weniger Stellensuchenden standen mehr offene Stellen zur Verfügung. Im Winter dürfte die Arbeitslosigkeit aber wieder leicht zunehmen. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sei im August insgesamt positiv, erklärte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Arbeit (SECO). Seit acht Monaten seien die Arbeitslosenzahlen rückläufig. Saisonal bedingt sei ein Anstieg im August üblich, weil die Jugendlichen die Ausbildungen beendeten. Im August 2010 sei aber der Anstieg bei den Jugendlichen geringer ausgefallen als im Vorjahr und die Jugendarbeitslosenquote liege 0,8 Prozent tiefer als im Vorjahr.
GEDROSSELTES WACHSTUM: Die Credit Suisse (CS) hat in ihrer Herbstprognose eine deutliche Abschwächung des Aufschwungs vorausgesagt. Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen ein Wachstum der Schweizer Wirtschaftsleistung (BIP) von 2,4 Prozent (bisher: 1,8 Prozent), während sie für 2011 nur noch ein Wachstum von 1,2 Prozent (unverändert) prognostizieren. Der Arbeitsmarkt erholt sich nach Einschätzung der CS nur langsam: Die Arbeitslosenquote dürfte sich nächstes Jahr bei 3,7 Prozent bewegen. Die Inflation steigt nach der gleichen Voraussage von 0,6 Prozent im laufenden auf 0,7 Prozent im nächsten Jahr. Eine Deflation ist nach Ansicht der CS weiterhin unwahrscheinlich.
ERHOLUNG NACH DER KRISE: Nach den Rückschlägen durch die Finanzkrise hat sich Generali Schweiz wieder erholt. Im ersten Halbjahr 2010 konnte der Versicherer den Reingewinn von 31,1 Mio. auf 65,5 Mio. Fr. mehr als verdoppeln. Zum Gewinnsprung habe die deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses beigetragen, das von der Erholung der Kapitalmärkte profitiert habe, teilte die Schweizer Tochter des gleichnamigen italienischen Versicherungskonzerns mit. Nach einem Verlust von rund 25 Mio. Fr. im Vorjahr erzielte Generali einen Finanzgewinn von 6,7 Mio. Franken. Gleichzeitig legten die Bruttoprämien um 3,7 Prozent auf 1,197 Mrd. Fr. zu.
JEANS STATT KLEID: Das im Modehandel tätige Unternehmen Progres schliesst per Ende Jahr seine neun Standorte. Sämtliche 60 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle. Ein Sozialplan sei nicht vorgesehen, teilte Progres mit. Der Verwaltungsrat bedauere diesen Schritt sehr, hiess es weiter. Er werde die Mitarbeiter bei der Stellensuche nach besten Kräften unterstützen. Es handle sich nicht um einen Konkurs, sagte Geschäftsführer Stefan Steiner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Das Kerngeschäft werde aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. "Heute haben die Leute keine Garderobe mehr, sondern gehen lieber mit Jeans ins Theater," sagte Steiner. Zudem werde der Druck von internationalen Gruppen im Schweizer Textilmarkt immer grösser.
WENIGER GEWINN: Die Berner Warenhaus-Gruppe Loeb hat im ersten Halbjahr 2010 bei rückläufigem Umsatz etwas weniger verdient. Der Gewinn sank von 0,9 Mio. auf 0,7 Mio. Franken. Während sich das Finanzergebnis wegen der Entwicklung der Kapitalmärkte von +1,1 Mio. auf -0,2 Mio. Fr. verschlechterte, verbesserte sich die operative Leistung, wie Loeb mitteilte. So stieg der Betriebsgewinn (EBIT) von 167'000 auf 928'000 Franken. Nach Aufgabe der Filialen in Avry FR und Bern-Bethlehem sank der Umsatz um 2,9 Prozent auf 48,2 Mio. Franken. Der Erlös pro Quadratmeter Verkaufsfläche nahm dagegen um gut 3 Prozent zu und übertraf damit laut Loeb die Marktentwicklung. Das Warenlager nahm um 9,9 Prozent auf 17,6 Mio. Fr. ab, was Loeb mit den Filialaufgaben und schlankeren Ablaufprozessen begründet.
STARKER GELDABFLUSS: Der Fondsanbieter und Vermögensverwalter Swisscanto hat im Geschäftsjahr 2009/10 (per Ende Juni) netto einen Geldabfluss von 1,2 Mrd. Fr. hinnehmen müssen. Dennoch stiegen die verwalteten Vermögen leicht an. Schuld am Geldabfluss sei der anhaltende Rückzug von Anlagegeldern aus den Geldmarktfonds aufgrund der tiefen Zinsen, teilte das Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Kantonalbanken mit. Dagegen flossen den institutionellen Kollektivanlagen per saldo Gelder von 1,3 Mrd. Fr. zu. Der Bestand an verwalteten Vermögen kletterte trotzdem auf 58,1 Mrd. Franken. Das sind 0,7 Mrd. Fr. mehr als vor einem Jahr.
NEUER PRÄSIDENT: Nach der ausserordentlichen Generalversammlung der Spitalgruppe Genolier vom Montag hat der Verwaltungsrat sein neues Mitglied Raymond Loretan zum Präsidenten des Gremiums ernannt. Der bisherige Präsident Hans-Reinhard Zerkowski ist neu Vizepräsident. Interimistischer Chef des Unternehmens wird Finanzchef Beat Röthlisberger, wie das Unternehmen mitteilte. Röthlisberger habe seinen Rücktritt zurückgenommen. Ausserdem wurde ein provisorischer Steuerungsausschuss bestehend aus Antoine Hubert, Sven Moos, Beat Röthlisberger und Hans-Reinhard Zerkowski geschaffen. Die Aktionäre von Genolier hatten am Montag in einer ausserordentlichen GV sieben neue Verwaltungsräte gewählt.
UMSTRITTENE STEUER-IDEE: Nachdem die EU die Idee einer globalen Finanztransaktionssteuer begraben musste, kommt sie damit auch auf EU-Ebene nicht weiter. Die EU-Finanzminister haben den Vorschlag kontrovers diskutiert. Dagegen gibt es mehr Einigkeit bei der Bankenabgabe. Allerdings bleibt auch bei der Bankenabgabe noch viel Arbeit, wie der belgische Finanzminister Didier Reynders nach dem Ratstreffen sagte. Von einer "intensiven Debatte" sprach Österreichs Finanzminister Josef Pröll. Zumindest hätten sich alle für eine stärkere europäische Koordination des Bankenabgabesystems ausgesprochen. Mehrere EU-Länder verfügen bereits über nationale Bankenabgaben. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, Österreich und Ungarn. Die Schweiz lehnt eine Bankenabgabe ab. "Das Generieren zusätzlicher Steuereinnahmen ist in der Schweiz nicht erforderlich", sagte Daniel Saameli, Sprecher des Eidg. Finanzdepartements.
VON HP ZU ORACLE: Einen Monat nach seinem Rücktritt als Chef des weltgrössten Computerproduzenten Hewlett-Packard hat Mark Hurd einen neuen Job. Der 53-Jährige heuert beim Softwareriesen Oracle an, wie das Unternehmen mitteilte. Bei Oracle wird Hurd nach dem Rücktritt von Charles Phillips einer der beiden Präsidenten des Konzerns. Die Oracle-Präsidenten führen massgeblich das Tagesgeschäft, aus dem sich 66-jährige Gründer und Konzernchef Larry Ellison weitgehend zurückgezogen hat. Ellison, der seit den 70er Jahren an der Spitze des Konzerns steht, erklärte, Hurd habe bei HP "brillante Arbeit" geleistet. Oracle baue zudem vor allem auf die Erfahrung seines neuen Top-Managers bei der Zusammenführung von Software- und Hardware-Lösungen. Diesem Feld will Oracle künftig eine Schlüsselstellung einräumen.

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