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Zürich (awp/sda) - Donnerstag, 9. September
TIEFERE TERMINIERUNGSGEBÜHREN: Die Mobiltelefonie-Anbieter Orange, Sunrise und Swisscom senken die Terminierungsgebühren um bis zu 50 Prozent. Diese Gebühren stellen sie sich gegenseitig für die Durchstellung eines Anrufs in ihr Netz in Rechnung. Wie stark die Kunden von tieferen Endpreisen profitieren, ist offen. Per 1. Oktober senken Sunrise und Orange ihre Mobilfunkterminierungsgebühren (MT-Gebühren) an Swisscom von 17 auf 10 Rappen. Per 1. Januar 2011 werden Sunrise und Orange eine zusätzliche Reduktion auf 8,75 Rappen pro Minute vornehmen. Im Gegenzug werde Swisscom den anderen Anbietern 8 Rappen pro Minute statt bisher 14 Rappen verrechnen. Am 1. Januar 2011 erfolgt auch hier eine weitere Senkung der Gebühr auf 7 Rappen. Konsumentenorganisationen fordern nun, dass die Handy-Tarife für Endkunden sinken.
HÖHERE BIP-PROGNOSE: Von der KOF befragte Ökonomen erwarten für das laufende Jahr ein Schweizer Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent. Damit schrauben die Experten ihre Juni-Aussage von 1,7 Prozent nach oben. Nach unten korrigierten sie das Wachstum 2011: Von 1,8 auf 1,7 Prozent. Damit hat sich die Einschätzung der Experten im September gedreht, wie die KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich zu ihrer Umfrage unter 22 Ökonomen mitteilte. Im Juni noch hatten die Experten für 2011 ein stärkeres Wachstum als für 2010 vorausgesehen. Zur Prognoseerhöhung für 2010 führte das erwartete Exportwachstum. Gingen die Experten im Juni noch von 4,6 Prozent mehr Exporten aus, erbrachte die September-Einschätzung einen Zuwachs um 7,8 Prozent.
MEHR SWISS-PASSAGIERE IM AUGUST: Die Swiss hat im vergangenen August mehr Flüge durchgeführt und auch mehr Passagiere befördert als im Vorjahresmonat. Die Auslastung blieb aber auf Vorjahresniveau. 1'319'099 Passagiere flogen im August mit der Swiss (+3,4 Prozent). In Europa hat die Fluggesellschaft 11'104 Flüge durchgeführt (+6,4 Prozent). Auf interkontinentalen Strecken ergab sich mit 1'383 ein Plus von 4,5 Prozent, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Der Sitzladefaktor (SLF) betrug auf dem gesamten Streckennetz 86,3 Prozent und lag damit um einen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert (87,3 Prozent). Der Lufthansa-Konzern, zu dem die Swiss gehört, hat im August insgesamt 8'509'000 Passagiere befördert. Das sind 20 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Unternehmen ebenfalls mitteilte. Der grosse Zuwachs geht unter anderem auf die Übernahme von Austrian Airlines AUA im vergangenen Jahr zurück.
SPITZENERGEBNIS FÜR DIE BERGBAHNEN AROSA: Die Arosa Bergbahnen haben im Geschäftsjahr 2009/10 an das Spitzenergebnis vom Vorjahr anknüpfen können. Der Gewinn von 554'000 Franken liegt lediglich um 0,7 Prozent tiefer. Den Aktionären winkt erneut eine Dividende. Beim Ertrag überschritt die Unternehmung zum dritten Mal in Folge die Grenze von 30 Millionen Franken. Knapp 18 Millionen Franken davon stammen aus der Personenbeförderung. Insgesamt wurden im Winter 586'000 Ersteintritte registriert oder 2,7 Prozent weniger.
UNZUFRIEDENHEIT BEI DEN PENSIONSKASSEN: Nicht der Bundesrat sondern die Pensionskassen selbst sollen den Mindestzinssatz in der Berufsvorsorge festlegen. Das wünscht die Branche, wie das Beratungsunternehmen Ernst & Young in seiner ersten Pensionskassenstudie 2010 herausfand. Überhaupt sind die Kassen mit der Politik unzufrieden. 50 Prozent der 48 befragten Vorsorgeunternehmen gaben zu Protokoll, der Einfluss Bundesberns auf das Tagesgeschäft sei eher negativ, 8 Prozent werteten ihn sogar als sehr negativ. Nur 6 Prozent konnten der politischen Einflussnahme Positives abgewinnen; 35 Prozent sahen den Einfluss neutral. Über zwei Drittel der Unternehmen - die Mehrzahl von ihnen grosse Einrichtungen mit über 1 Mrd. Fr. Bilanzsumme - erwarten in der Zukunft einen steigenden Einfluss der Politik.
HAUPTROLLE FÜR BARRY CALLEBAUT: Barry Callebaut wird für den weltweit zweitgrössten Lebensmittelhersteller Kraft Foods zum Hauptlieferanten für Kakaoprodukte und Industrieschokolade. Durch den neuen Vertrag werde sich das Liefervolumen von Barry Callebaut an Kraft Foods mehr als verdoppeln. Über finanzielle und andere Einzelheiten haben Barry Callebaut und Kraft Foods Stillschweigen vereinbart. Die Liefervereinbarung zieht für Barry Callebaut einen Ausbau der Produktionskapazitäten nach sich. Vor allem in den USA, in Kanada, der Elfenbeinküste, Malaysia und Europa würden deshalb in den nächsten zwei Jahren 66 Mio. Fr. in die Fabriken investiert.
PLEITENREKORD 2010: Die Firmenkonkurse haben in der Schweiz im August mit 436 den tiefsten Monatswert dieses Jahres verzeichnet. Trotzdem lagen sie noch knapp 11 Prozent über dem Vorjahreswert. 2010 dürfte damit einen neuen Rekord von mehr als 6000 Firmenpleiten bringen. Insgesamt gingen von Januar bis Ende August 4121 Firmen Pleite. Ein Viertel dieser Konkurse entfielen auf Organisationsmängel. Diese Konkurskategorie nahm gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte zu. Oftmals sind von solchen Konkursen bereits inaktive Firmen (Karteileichen) betroffen. Konkurse infolge Insolvenz legten in den ersten acht Monaten 2010 um 12 Prozent zu. Mit 436 Privatkonkursen gingen im August 2,3 Prozent mehr Privatpersonen Pleite als im Vorjahresmonat. Insgesamt mussten im laufenden Jahr bereits 3725 Private Konkurs anmelden. Gegenüber der Vorjahresperiode ist das ein leichter Rückgang um knapp 3 Prozent.
MILLIONENSTRAFE FÜR GOLDMAN SACHS: Die US-Investmentbank Goldman Sachs zahlt 17,5 Millionen Pfund (rund 27,3 Mio. Franken) an die britische Finanzaufsicht. Das gab die Financial Services Authority (FSA) in London bekannt. Goldman war in den USA bereits zu einer Strafe von 550 Mio. Dollar verdonnert worden. Die Finanzaufsicht wirft der Bank vor, Investoren beim Verkauf von US-Hypothekenpapieren kurz vor Ausbruch der Finanzkrise unzureichend informiert zu haben. Bei den Zahlungen handelt es sich um Einigungen im beiderseitigem Einvernehmen. Im Gegenzug stellten die Behörden ihre Ermittlungen wegen Betrugsverdachtes ein.
UNVERÄNDERTER LEITZINS IN GROSSBRITANNIEN: Die Bank von England hält ihre Unterstützung für die Wirtschaft unvermindert aufrecht. Wie die britische Notenbank nach einer zweitägigen Sitzung des geldpolitischen Komitees in London mitteilte, bleibt der Leitzins deshalb unverändert bei 0,5 Prozent. Die Wirtschaft des Landes war zögerlicher als andere aus der heftigen Rezession gekommen. Ungeachtet eines recht robusten Wachstums in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, droht in den kommenden Monaten wegen der Belastungen durch die Sparpolitik der neuen Regierung eine Abschwächung des Wachstums. Die Bank von England hatte sich zuletzt ausdrücklich vorbehalten, in diesem Fall zusätzliche konjunkturstützende Massnahmen zu ergreifen - zum Beispiel ihr eigentlich längst beendetes Ankaufprogramm für Staatsanleihen wieder aufleben zu lassen.

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