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Bern (awp/sda) - Freitag, 17. September
DOCH NOCH HOCHZEITSGLOCKEN: Nach der geplatzten Hochzeit mit Orange kommt Sunrise doch noch unter die Haube. Der Finanzinvestor CVC Capital Partners will die Tochter der dänischen TDC-Gruppe für 3,3 Mrd. Fr. kaufen. Sunrise habe einen starken Eigentümer gefunden, der die Entwicklung des Unternehmens sichere, teilte TDC mit. Die Dänen, die Sunrise vor etwa zehn Jahren erworben hatten, suchten schon seit Jahren einen Käufer für ihren Schweizer Ableger. Die geplante Hochzeit von Sunrise und der France-Télécom-Tochter Orange wurde Anfang Juni endgültig abgesagt. Nach dem Veto der Wettbewerbshüter sahen beide Anbieter keine Chance mehr für einen Zusammenschluss. Ein Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht gegen den Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko) wurde zurückgezogen. Der Regulator beurteilt den neuesten Deal als positiv. Ein erneutes Nein der Weko wird nicht erwartet.
MEHR INSERATE: Die Printmedien der Schweiz haben im August 2010 mehr Inserate verkauft. Sie wiesen Inserateeinnahmen in der Höhe von 105,9 Mio. Fr. auf. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 7 Prozent, wie die WEMF AG für Werbemedienforschung mitteilte. Die Stellenanzeigen legten um 9,7 Prozent auf 12,3 Mio. Fr. zu. Die kommerziellen und übrigen Anzeigen wuchsen um 8 Prozent auf 82,5 Mio. Franken. Die Prospektbeilagen wiesen ein Volumen von 7,2 Mio. Fr. auf und verzeichneten damit ein leichtes Plus von 1 Prozent. Einzig die Kategorie Liegenschaftsanzeigen schrumpfte: Sie verlor 8,2 Prozent und lag bei 3,9 Mio. Franken.
VON REKORD ZU REKORD: In Hongkong kletterte der Preis für eine Feinunze (31,10 Gramm) auf über 1280 Dollar. Am London Bullion Market, dem wichtigsten ausserbörslichen Handelsplatz für das Edelmetall, hatte der Goldpreis erst am Dienstag ein neues Allzeithoch von über 1265 Dollar erreicht. Gold gilt als krisenfeste Anlage, da es von einer Geldentwertung nicht betroffen ist. Auch Privatanleger steigen teils auf Gold um. Das Edelmetall kann aber auch an Wert verlieren. Zudem werfen Anlagen in Gold keine Zinsen wie etwa Sparkonten ab.
LG-CHEF TRITT ZURÜCK: Wie beim grossen Konkurrenten Nokia in Finnland tritt auch beim weltweit drittgrössten Handy-Hersteller LG in Südkorea der Chef zurück, weil er den Trend zu den Smartphones verschlafen hat. Der 62-jährige Nam Yong werde durch den bisherigen Vize-Chef von LG International ersetzt, den 59-jährigen Koo Bon-Joon, teilte das Unternehmen mit. LG hatte im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen müssen. Die Verkäufe gingen um 0,7 Prozent zurück. LG Electronics stellt vor allem einfache Handys her, mit denen nicht viel Geld zu verdienen ist. Das Smartphone der Firma, Optimus One, ist erst seit dieser Woche auf dem Markt.
NOCH IMMER BELIEBT: Blackberry-Smartphones bleiben ein gutes Geschäft, auch wenn die Rivalen Apple und Google sie immer stärker in die Zange nehmen. Der Gewinn des kanadischen Blackberry-Anbieters Research In Motion (RIM) sprang in den vergangenen drei Monaten im Jahresvergleich um gut zwei Drittel auf 796,7 Mio. Dollar hoch. Der Umsatz stieg in dem Ende August abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal um 31 Prozent auf 4,62 Mrd. Dollar. RIM gewann binnen drei Monaten 4,5 Mio. neue Blackberry-Kunden. Insgesamt gibt es damit weltweit mehr als 50 Mio. Blackberry-Nutzer, wie Research In Motion nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Das Geschäft lief damit besser als von Marktexperten erwartet.
ERNEUTES WAGNIS: Das hoch verschuldete Griechenland wagt sich nächste Woche erneut an den Kapitalmarkt. Die staatliche Finanzagentur kündigte die Versteigerung von Schatzanweisungen im Wert von 300 Mio. Euro an. Die Papiere mit 13-wöchiger Laufzeit sollen den Investoren am 21. September angeboten werden. Bei der vorangegangenen Auktion sogenannter T-Bills im Juli nahm das Euro-Land 2,4 Mrd. Euro ein, die mit 4,05 Prozent verzinst wurden und am 22. Oktober zurückgezahlt werden müssen. Griechenland stand zu Jahresbeginn am Rande einer Staatspleite, weil Investoren kein Geld mehr geben wollten. Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds haben Griechenland mit 110 Mrd. Euro vor der Zahlungsunfähigkeit gerettet, im Gegenzug aber harte Sparmassnahmen verlangt.
HÖHERE PREISE: Die Konsumentenpreise in den USA sind auch im August nur moderat gestiegen. Sie kletterten um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nach 1,2 Prozent im Juli, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Ökonomen hatten mit diesem Anstieg gerechnet. "Es gibt weder Inflation noch Deflation", sagte John Canally von LPL Financial. Das gebe der US-Notenbank Fed Spielraum, frisches Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen, um der schwächelnden Konjunktur auf die Sprünge zu helfen. Das drücke die Zinsen für Anleihen.
MILLIARDEN-ÜBERNAHME AM HORIZONT: In der Pharmabranche bahnt sich eine weitere Milliarden-Übernahme an. Der US-Pharmariese Johnson & Johnson (J&J) drängt mit der vollständigen Übernahme des Biotech-Unternehmens Crucell ins Impfgeschäft. Crucell hatte 2006 den Berner Impfstoff-Hersteller Berna Biotech übernommen. J&J hält derzeit 17,9 Prozent an der niederländischen Crucell. Für die übrigen Aktien zahlt das Unternehmen nach Angaben vom Freitag 1,75 Mrd. Euro. Der Preis von 24.75 Euro in bar je Crucell-Aktie entspricht einem Aufschlag von 58 Prozent zum Schlusskurs vom Donnerstag. Die Papiere schossen nach Bekanntwerden des Angebots um rund 55 Prozent in die Höhe.

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