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Bern (awp/sda) - Montag, 20. September
STARKER FRANKEN BREMST WACHSTUM: Trotz kräftiger Erholung kann die Schweizer Wirtschaft noch nicht aufatmen. Ein weiterhin starker Franken werde die Konjunktur im nächsten Jahr bremsen, prophezeien die Wirtschaftsforscher der ETH Zürich im Rahmen ihrer traditionellen Herbstprognose. Mit einem Wachstum von 2,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) übertreffe die Schweiz im laufenden Jahr die EU und die USA, gab die Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF) bekannt. Zuletzt hatten die Ökonomen im Juni ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,8 Prozent vorausgesagt. 2011 dürfte das BIP dann nur noch um 1,8 Prozent wachsen, 0,2 Prozentpunkte mehr als von der KOF im Juni prognostiziert. Allgemein besser dürfte 2012 werden, wenn laut der KOF das BIP-Wachstum auf 2,2 Prozent steigen wird. Die Arbeitsmarktprognose des KOF bleibt in etwa gleich: Unverändert gehen die ETH-Forscher von einer Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent im laufenden Jahr aus.
SWISS-PRÄSIDENT VERSTORBEN: Die Fluggesellschaft Swiss trauert um ihren Verwaltungsratspräsidenten Rolf Jetzer. Der 59-Jährige, der auch bei zahlreichen anderen Unternehmen engagiert war, ist am Sonntagabend völlig unerwartet verstorben. Jetzer sei auf einer Wanderung in den Schweizer Alpen einem Herzversagen erlegen, teilte das Unternehmen mit. Er hinterlässt eine Frau und einen Sohn. Jetzer war seit 2004, noch vor der Übernahme der Swiss durch die Lufthansa, Mitglied des Verwaltungsrates der Schweizer Airline. Seit Herbst 2005 präsidierte er das Aufsichtsgremium. Jetzer präsidierte auch den Verwaltungsrat der Zürcher Handy-Software-Herstellerin Myriad und war in den Aufsichtsgremien der Bank Julius Bär und der Holding des Krankenversicherers KPT. Der Wirtschaftsanwalt war früher Partner der Zürcher Anwaltskanzlei Niederer Kraft & Frey.
BELDONA GEHT AN TRIUMPH: Übernahme in der Schweizer Bekleidungsindustrie: Der Unterwäschekonzern Triumph kauft die auf Lingerie spezialisierte Ladenkette Beldona. Triumph International hat von der niederländischen Logo International sämtliche Anteile an Beldona erworben, wie Triumph mitteilte. Der Kaufpreis wird nicht bekannt gegeben. Beldona ist nach eigenen Angaben der grösste Detailhändler für Damenunterwäsche und Bademode in der Schweiz mit 70 Filialen und 350 Mitarbeitenden. Triumph werde das Geschäftsmodell unverändert weiterführen, heisst es in der Mitteilung. Die Arbeitsplätze und der Unternehmenssitz im aargauischen Baden-Dättwil bleiben erhalten. Die Filialen werden auch künftig unter der Marke Beldona geführt.
NEUE STELLEN FÜR DEISSWILER: Nach der Stilllegung der Kartonfabrik im bernischen Deisswil hat mehr als die Hälfte der Angestellten wieder eine Stelle. Bis Ende Jahr dürften 160 bis 180 der rund 250 Mitarbeitenden einen Job gefunden haben, wie die Nachfolgeorganisation Bernapark mitteilte. Die Schliessung der traditionsreichen Kartonfabrik durch die österreichische Besitzerin hatte diesen Frühling für Schlagzeilen gesorgt. Eine Investorengruppe übernahm schliesslich die Fabrik mit dem Ziel, die 253 Arbeitsplätze zu retten. Auf dem Gelände soll ein Industrie- und Dienstleistungspark entstehen. Bis heute hätten keine Kündigungen ausgesprochen werden müssen, heisst es in der Mitteilung der Berna Industrie- und Dienstleistungspark AG.
SGS MIT AMBITIÖSEN ZIELEN: Der Genfer Warenprüfer SGS hat sich am Wochenende eine neue Vierjahres-Strategie und neue Finanzziele gegeben. Danach sollen bis 2014 ein Umsatz von 8 Mrd. Fr. erreicht, und ein operatives Ergebnis (vor Abschreibungen und Transaktionskosten) von 1,6 Mrd Fr. erzielt werden. Der Gewinn pro Aktie (EPS) soll rund 140 Fr. betragen, teilte SGS in einer Mitteilung mit. Ausserdem soll weiterhin ein jährlicher operativer Cash flow von 15 bis 17 Prozent des Umsatzes erreicht werden. 2009 erzielte SGS bei einem Umsatz von 4,7 Mrd. Fr. einen Gewinn je Aktie von 75 Franken. Vontobel-Analyst Jean-Philippe Berschty sprach von aggressiven Zielen. Positiv reagierte die Börse: Der Kurs der SGS-Aktien erreichte am Morgen ein Rekordhoch.
ORASCOM ERHÖHT EIGENKAPITAL: Der Bau- und Hotel-Konzern Orascom Development Holding will mit einer Kapitalerhöhung seine Entwicklungsprojekte finanzieren. Dem Konzern sollen dadurch brutto Mittel von rund 185 Mio. Fr. zufliessen. Den Orascom-Aktionären würden 20 neue Namenaktien zum Bezugspreis von je 37 Fr. pro Aktie für 93 gehaltene Namenaktien angeboten, teilte Orascom mit. Die Bezugsrechte können vom 22. bis 24. September bis an der Börse gehandelt werden. Die rund 4,99 Mio. neuen Aktien würden aus dem an der Generalversammlung vom 11. Mai 2010 beschlossenen genehmigten Kapital geschaffen.
ROBUSTE US-WIRTSCHAFT: Trotz der hartnäckig hohen Arbeitslosigkeit droht den USA nach Einschätzung der OECD keine neue Rezession. Die Organisation traut der weltgrössten Volkswirtschaft in diesem und im nächsten Jahr jeweils ein Wachstum von 2,6 Prozent zu. 2009 war das Bruttoinlandprodukt um 2,6 Prozent geschrumpft. "Es wird zwar immer deutlicher, dass sich die Wirtschaft in einer Schwächephase befindet", sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurria, in dem Konjunkturausblick für die USA. "Aber das hat es bei früheren Aufschwüngen auch gegeben. Wir sehen kein Risiko für einen Rückfall in die Rezession." Allerdings werde die Erholung nicht stark genug ausfallen, um die Arbeitslosigkeit spürbar abzubauen.
DEUTSCHE BANKEN PRÜFEN FUSION: In Deutschland kommt die Neuordnung der gebeutelten Landesbanken in Fahrt. Die BayernLB hat Interesse an der Düsseldorfer WestLB, wie die angeschlagenen Institute mitteilten. Ergebnisse der Prüfung sollen bis Jahresende vorliegen. Angesichts der Vielzahl komplexer Fragen sei es derzeit offen, ob die Gespräche zum Erfolg führten. Für die WestLB wird unabhängig davon Ende September der Verkaufsprozess beginnen. Nach den Auflagen der europäischen Wettbewerbshütern für die Garantien der WestLB-Eigentümer muss sie bis Ende kommenden Jahres mehrheitlich in neue Hände kommen.
TEURE ÖLPEST: Der Kampf gegen die schwerste Ölkatastrophe in der amerikanischen Geschichte hat den britischen Konzern BP inzwischen 9,5 Mrd. Dollar gekostet. Zudem habe der 20 Mrd. Dollar grosse Sonderfonds für Entschädigungen von Fischern, Hoteliers und Detailhändlern an der US-Südküste inzwischen 19'000 Anträgen stattgegeben und insgesamt 240 Mio. Dollar ausgezahlt, teilte BP mit. Am Wochenende hatte BP mitgeteilt, das vor fünf Monaten leckgeschlagene Bohrloch im Golf von Mexiko endgültig mit Zement versiegelt zu haben.

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