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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 23. September
FREISPRUCH FÜR VEKSELBERG, PECIK UND STUMPF: Die grösste Busse in der Schweizer Wirtschaftsgeschichte ist vorerst vom Tisch: Gemäss Bundesstrafgericht sind die Investoren Viktor Vekselberg, Ronny Pecik und Georg Stumpf nicht illegal bei OC Oerlikon eingestiegen. Die Bussen des Finanzdepartements von je 40 Mio. Fr. sind damit hinfällig. Das EFD hatte dem Trio vorgeworfen, vor vier Jahren gegen das Börsengesetz verstossen zu haben. Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova hatte damals der Gesellschaft Victory von Pecik und Stumpf zwei Aktienpakete von OC Oerlikon - der damaligen Unaxis - abgekauft. Aus Sicht der Behörde bildeten Renova und Victory damals aber eine Gruppe und hätten dies gemäss Gesetz melden müssen. Deshalb verhängte das EFD Anfang diesen Jahres die Rekordbusse von total 120 Mio. Franken. Vekselbergs Gesellschaft Renova zeigte sich nach dem Freispruch befriedigt. Sie sieht ihre Position bestätigt, dass sie die Anteile am Industriekonzern damals ordnungsgemäss gekauft hat, wie es in der Mitteilung heisst.
GEWINNZUWACHS BEI NATIONAL SUISSE: Die Versicherung Nationale Suisse hat im ersten Halbjahr 2010 den Gewinn mehr als verdoppelt und hat vor allem dank Spezialversicherungen auch mehr Prämien eingenommen als im Vorjahr. Der Gewinn erhöhte sich von 19,8 Mio. Fr. in der Vorjahresperiode auf 49,8 Mio. Franken. Die Prämieneinnahmen der Gruppe wuchsen um 3,5 Prozent auf 10,3 Mrd. Franken und liegen damit wieder über der Milliardengrenze. Zu verdanken hat die Gruppe den Anstieg vor allem ihrer Spezialversicherungs-Palette. Dazu gehören Transport-, Reise- und Kunstversicherungen, Restschuldversicherungen und Angebote für sehr vermögende Kunden.
NEUE STRUKTUREN BEI SUNRISE: Nicht einmal eine Woche nach Bekanntgabe des neuen Besitzers CVC Capital Partners verschlankt das Telekommunikationsunternehmen Sunrise seine Geschäftsleitung. Diese besteht ab 1. Oktober nur noch aus vier statt acht Personen. An der Seite von Unternehmenschef Oliver Steil werden weiterhin Technologiechef Andreas Pfisterer, Finanzchef Christian Hütwohl sowie Floris Alders sitzen. Alders wird allerdings nicht mehr für die Strategie von Sunrise verantwortlich zeigen, sondern den neu geschaffenen Posten des operativen Chefs übernehmen. Geschäftskundenchef Jon Erni und Personalchef Christian Ferber werden inskünftig nur noch Teil der erweiterten Geschäftsleitung sein. Joachim Hofsähs und Jens Gerhardt, welche bisher für den Kundendienst respektive das Privatkundensegment zuständig waren, scheiden aus dem Unternehmen aus.
MEHR REICHE AMERIKANER: Die Konten von Amerikas Superreichen haben sich in diesem Jahr kräftig gefüllt. Allein die zehn Wohlhabendsten des Landes besitzen laut der am Donnerstag veröffentlichten Forbes-Liste der reichsten Amerikaner zusammen 270,8 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr, mitten in der schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit, waren es 245,9 Mrd. Dollar. Auf Platz eins steht wie eh und je Microsoft-Gründer Bill Gates mit 54 Mrd. Dollar, gefolgt von Investor Warren Buffett mit 45 Mrd. Dollar. Auf Rang drei hat sich Oracle-Gründer und -Chef Larry Ellison mit 27 Mrd. Dollar gehalten. Die wahren Superreichen sind aber die Nachfahren des Walmart-Gründers Sam Walton. Auf mehrere Köpfe verteilt kommt die Supermarkt-Dynastie, die die Vereinigten Staaten mit ihren Riesenläden überzogen hat, auf insgesamt 89,1 Mrd. Dollar.
KONKURS: Der Siegeszug des Video-Bezugs via Internet fordert seinen Tribut. Die grösste Videotheken-Kette der USA, Blockbuster, ist pleite. Das börsennotierte Unternehmen musste nach langem Siechtum Insolvenz anmelden und versucht jetzt den Neustart. Für die Kunden ändert sich erstmal nichts: Die Läden haben weiter geöffnet. In den USA hat die Kette 3000 Filialen. Weltweit sind es mehr als 5000. Blockbuster ist auch in Kanada, Dänemark, Italien, Mexiko, Argentinien und Grossbritannien vertreten.
DOUBLE DIP IN IRLAND: Irland ist im Frühjahrsquartal unerwartet in die Rezession zurückgefallen. Die Wirtschaftsleistung sank im Vergleich zum ersten Quartal um 1,2 Prozent. Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Sie bezeichneten die Daten als enttäuschend. Die irische Wirtschaft war im ersten Quartal erstmals wieder gewachsen, nachdem das Bruttoinlandprodukt seitdem Schlussquartal 2007 kontinuierlich geschrumpft war. Die Wirtschaftsleistung legte aber mit 2,2 Prozent nicht so stark zu wie ursprünglich erwartet.
HOFFNUNG FÜR DIE LEHMANN-OPFER: Mehr als zwei Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers können die Gläubiger langsam auf Geld hoffen. Einige Milliarden konnten noch aufgetrieben werden. Bis zum Dezember will der Insolvenzverwalter einen Plan zur Abstimmung vorlegen, wer denn nun welchen Anteil aus dem verbliebenen Vermögen des einst so mächtigen Wall-Street-Hauses erhält. Bis zum März 2011 soll der Plan dann verabschiedet sein. Hunderte Milliarden Dollar an Forderungen dürften wenige Dutzend Milliarden an Restvermögen gegenüberstehen.

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