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Bern (awp/sda) - Freitag, 24. September
STARKER FRANKEN KEIN PROBLEM: Eine Mehrheit der Schweizer Firmen fühlt sich durch die starke Franken-Aufwertung nicht benachteiligt. Zu diesem Schluss kommt die Schweizerische Nationalbank (SNB) nach Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern in den Regionen. Bei über 200 Gesprächen im Juli und August habe mehr als die Hälfte der Firmen angegeben, für sie wirke sich die Franken-Aufwertung insgesamt nicht spürbar auf den Geschäftsgang aus, teilte die Nationalbank (SNB) mit. Milde oder stark negative Effekte stellte gut ein Viertel der Firmen fest. Diese Stimmen stammen laut SNB vor allem aus der verarbeitenden Industrie, die auf den Exportmarkt angewiesen ist. So sprechen etwa die Kunststoffhersteller und die Maschinen-, Metall- und chemische Industrie von sinkenden Gewinnmargen.
HÖHERE MIETEINNAHMEN: Die Solothurner Immobiliengesellschaft Espace Real Estate hat im ersten Halbjahr den Gewinn stark verbessert. Dank höheren Mieteinnahmen und tieferem Aufwand verdiente sie 5,6 Mio. Franken. Das sind 14 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Aus der Vermietung verzeichnete die im Mittelland tätige Espace Real Estate 16,1 Mio. Fr. Erlöse, wie das Unternehmen mitteilte. Das entspricht einer Steigerung um 11,1 Prozent. Weil der Aufwand gleichzeitig sank, betrug der Liegenschaftserfolg 12,7 Mio. Fr. (+17,4 Prozent). Das Unternehmen besitzt Immobilien im Wert von insgesamt 464,2 Mio. Franken. Das sind 5,6 Mio. Fr. mehr als vor einem Jahr. Von den Renditeliegenschaften standen 7,7 Prozent leer.
UBS HOLT WEITEREN CS-BANKER: Erneut wechselt ein CS-Topbanker zur UBS: Christian Wiesendanger wird per Anfang Oktober Chef des UBS-Geschäftsbereichs Vermögensverwaltung Schweiz. Wiesendanger löst Stefan Bodmer ab. Bodmer habe sich nach 23-jähriger Karriere bei der UBS entschieden, eine Auszeit zu nehmen und sich beruflich neu zu orientieren, teilte die Grossbank mit. Er habe die Vermögensverwaltung Schweiz erfolgreich durch die Finanzkrise navigiert. Unter Bodmers Führung habe sich das Geschäft stabilisiert und weiterentwickelt. Der heute 46-jährige Wiesendanger startete seine Karriere bei der Unternehmensberatung McKinsey. 2001 wechselte er zur Credit Suisse.
DOLLAR BLEIBT SCHWACH: Der Franken wertet sich gegenüber dem Dollar weiter auf. Am Freitag fiel die US-Devise unter die Marke von 0.98 Franken und notierte mit 0.9790 auf dem tiefsten Stand seit März 2008. Damals war die US-Devise in der Finanzkrise auf ein Rekordtief bei 0.9674 Franken gefallen. Auch zum Euro hält die Stärke des Frankens an. Allerdings konnte sich die Einheitswährung etwas von ihrem Tagestief bei 1.3069 Fr. lösen und notierte zuletzt bei 1.3135 Franken. Nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA und Europa nehme die Risikoscheu der Marktteilnehmer wieder zu, erklärten Händler. Zudem sorge die Angst vor einem Wiederaufflackern der Schuldenkrise in Europa für anhaltende Nachfrage im Franken.
ZWEIFEL AN AVASTIN: Nach der US-Arzneimittelbehörde FDA hat nun auch die europäische Aufsicht Zweifel an dem Umsatzrenner Avastin von Roche angemeldet. Dem Basler Medikamentenhersteller droht damit der Ausfall von Millionenumsätzen. Bei einem Vergleich von klinischen Studien zu Brustkrebs sei der Expertenausschuss CHMP auf Widersprüche gestossen, teilte die europäische Arzneimittelbehörde EMA mit. Deswegen sei eine Nutzen-Risiko-Abwägung der Avastin-Brustkrebstherapie eingeleitet worden. Nach Einschätzung von Helvea-Analyst Karl-Heinz Koch gefährdet die Überprüfung 800 Mio. Fr. Avastin-Umsatz.
MISSERFOLG FÜR MERCK: Der deutsche Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat mit seiner Multiple-Sklerose-Tablette Cladribin einen herben Rückschlag erlitten. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA äusserte sich negativ zum Zulassungsantrag für die Pille. Ein baldiger Verkaufsstart von Cladribin in Europa rückt damit in die Ferne. Von dem negativen Votum dürfte der Basler Pharmakonzern Novartis profitieren, der die MS-Tablette Gilenia im Portfolio hat und für sie vor wenigen Tagen die Zulassung in den USA erhielt. Wie die Experten der EU-Arzneimittelbehörde EMA mitteilten, wiegen auf Basis vorliegender Daten die Vorteile von Cladribin-Tabletten die Risiken nicht auf.
BANKEN-HILFE GEBILLIGT: Die EU-Kommission hat die neuen Hilfen in Milliarden-Höhe für die verstaatlichte deutsche Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) vorläufig genehmigt. Die EU-Wettbewerbshüter erklärten eine Staatsgarantie von bis zu 40 Mrd. Euro für vereinbar mit den europäischen Beihilfevorschriften. Zudem billigte die Kommission die Übertragung fauler Wertpapiere im Wert von rund 191 Mrd. Euro an die sogenannte Bad Bank der HRE. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia meldete aber Zweifel an der Überlebensfähigkeit der HRE an. Vor einem abschliessenden Entscheid über die Hilfen werde er "genau die langfristige Lebensfähigkeit der Bank und die Angemessenheit der Massnahmen" prüfen, sagte er.
BESSERE STIMMUNG: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September überraschend den vierten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg leicht auf 106,8 Punkte nach 106,7 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mitteilte. Das ist der beste Werte seit Juni 2007. "Das konjunkturelle Hoch hält an", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn zu der Umfrage unter 7000 Unternehmen. Diese schätzten ihre Aussichten für die kommenden sechs Monate etwas schlechter ein als noch im Vormonat, bewerteten ihre Geschäftslage aber erneut besser. Besonders bei den Detailhändlern hat sich das Geschäftsklima merklich verbessert.
HISTORISCHE KAPITALERHÖHUNG: Mit fast 70 Mrd. US-Dollar hat der Öl-Konzern Petrobras die grösste Kapitalerhöhung aller Zeiten vollzogen. Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva sprach von einem "historischen Tag", der in die Geschichtsbücher eingehen werde. Mit dem Geld soll Öl in Tausenden Metern Tiefe vor der Küste Brasiliens gefördert werden. Das staatlich kontrollierte Unternehmen legte den Ausgabepreis für Vorzugsaktien mit 26.30 Reias und für Stammaktien mit 29.65 Reais fest. Der Umfang der Aktienplatzierung schlägt mit 120,3 Mrd. Reais (70 Mrd US-Dollar) alle Rekorde. Petrobras-Chef José Sergio Gabrielli sagte: "Heute beginnt eine neue Etappe für Petrobras, für Brasilien, für unsere Gesellschaft."

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