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Bern (awp/sda) - Dienstag, 28. September
EDIPRESSE SCHREIBT WIEDER SCHWARZ: Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse, das den Grossteil seines Schweizer Geschäfts an Tamedia verkauft, weist für das erste Halbjahr 2010 einen Gewinn von 20,1 Mio. Fr. aus. In der Vorjahresperiode war noch ein Verlust von 1,1 Mio. Fr. angefallen. Im Zuge des Verkaufs an Tamedia hatte Edipresse unter anderem die Gratiszeitung "Le Matin Bleu" aufgegeben. In den verbleibenden Aktivitäten, die nicht an das Zürcher Verlagshaus gehen, schreibt Edipresse weiterhin rote Zahlen. Der Verlust verringerte sich aber von 8,6 auf 1,8 Mio. Franken, wie das Unternehmen mitteilte.
LIEFERUNG GESTOPPT: Das Bundesverwaltungsgericht hat die Lieferung der Kontendaten eines UBS-Kunden an die USA vorerst gestoppt. Laut den Richtern in Bern wurde er nicht darüber informiert, dass in seinem Fall überhaupt ein Amtshilfeverfahren läuft. Die Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) hatte mit Verfügung vom vergangenen Juni die Übermittlung der Bankdaten angeordnet. Allerdings war zuvor unterlassen worden, den Betroffenen überhaupt darüber zu informieren, dass in seinem Fall ein entsprechendes Amtshilfeverfahren eingeleitet wurde. Das Bundesverwaltungsgericht hat seine Beschwerde wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs deshalb nun gutgeheissen. Die Sache geht zurück an die ESTV, die dem Mann nachträglich Gelegenheit zur Stellungnahme geben muss.
SCHULDENKRISE NICHT AUSGESTANDEN: Die prekäre Finanzlage von Irland und Portugal hat die Risikoaufschläge für Staatsanleihen der beiden Euro- Länder auf Rekordhöhen getrieben. Die Renditen lagen sogar über den Höchstständen von Anfang Mai, dem Höhepunkt der europäischen Schuldenkrise. Ihre Anleihen am Kapitalmarkt unterzubringen, wird für die beiden hoch verschuldeten Staaten somit immer teurer. Die Rendite für zehnjährige irische Staatstitel stieg in der Spitze auf rund 6,76 Prozent. Dies ist fast ein ganzer Prozentpunkt mehr als Anfang Mai. Seinerzeit mussten Europäische Union (EU) und Internationaler Währungsfonds (IWF) ein beispielloses Rettungspaket auflegen, um finanzschwache Euro-Länder zu stützen. Auch die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen aus Portugal lag mit rund 6,61 Prozent spürbar über dem Höchststand vom Frühjahr.
RASANTES WACHSTUM: Die britische Wirtschaft hat im zweiten Quartal 2010 so stark zugelegt wie in neun Jahren nicht. Das Bruttoinlandprodukt stieg zwischen April und Juni um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das Wachstum sei vor allem der guten Entwicklung im Baugewerbe zu verdanken, teilte die Nationale Statistikbehörde in London mit und bestätigte damit eine vorläufige Schätzung. Grossbritannien war von der Wirtschaftskrise schwer geschüttelt worden und kämpft derzeit gegen einen gigantischen Schuldenberg. Die neue Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten will Ende Oktober einen harten Sparplan vorlegen.
WENIGER UMSATZ WEGEN ÖLKATASTROPHE: Die britische Versicherungsbörse Lloyd's of London hat wegen des Öldesasters im Golf von Mexiko und des Erdbebens in Chile im ersten Halbjahr einen Umsatzverlust von fast 50 Prozent verbucht. "Dieses Jahr haben wir eine Anzahl von Katastrophen gehabt wie in 20 Jahren nicht", sagte Lloyd's-Chef Lord Peter Levene in London. Der Vorsteuer-Gewinn der Versicherungsbörse betrug 628 Millionen Pfund (1,15 Mrd. Fr.), im Vorjahreszeitraum hatte er bei 1,32 Mrd. Pfund gelegen. Levene betonte, dass der Gewinn trotz allem zeige, dass der Markt weiterhin solide sei.
ASIEN BLÜHT: Asien boomt nach der Weltwirtschaftskrise: Vor allem der Export erholte sich, und die Konsumausgaben nahmen ebenfalls stark zu, wie die asiatische Entwicklungsbank (ADB) in ihrer Konjunkturprognose festhält. Die ADB erwartet inzwischen ein Wachstum von 8,2 Prozent in diesem Jahr, wie sie mitteilte. Im April hatte sie noch ein Wachstum von 7,5 Prozent vorhergesagt. Letztes Jahr wuchsen die Entwicklungsländer Asiens 5,4 Prozent. Dazu gehören nach ADB-Definition mehr als 40 Länder von Afghanistan über Kasachstan, Bangladesch und Indonesien bis zu den Inselstaaten im Pazifischen Ozean, sowie China, Indien und Singapur. China (+9,6 Prozent) und Indien (+8,5 Prozent) sind laut ADB wie erwartet die Zugpferde.
ÜBERSCHULDETE BANK: Japans grösster Anbieter von Konsumentenkrediten ist unter einem Schuldenberg von mehr als fünf Milliarden Dollar zusammengebrochen. Takefuji beantragte nach eigenen Angaben Gläubigerschutz. Zum Verhängnis wurden der Bank eine gerichtlich angeordnete Rückerstattung überhöhter Zinsen, eine Verschärfung der Finanzregeln sowie ein harter Wettbewerb. Dem Institut fehlte dabei vor allem die finanzielle Rückendeckung durch eine grosse Bank des Landes. In der Branche für Konsumentenkredite geht nun die Angst vor einem Bank-Run um, weil viele Kunden befürchten könnten, nicht die versprochene Zins-Rückerstattung zu erhalten. Im Jahr 2006 warf ein Gericht den Anbietern von Verbraucherkrediten überzogene Zinsforderungen vor und verlangte Rückerstattungen an die Schuldner. Das bedeutete bereits vor Takefuji für einige kleinere Firmen das Aus.
WENIGER KONSUMLUST: Das Konsumklima in den USA hat sich im September überraschend kräftig eingetrübt. Der Index für das Konsumentenvertrauen sank auf 48,5 von 53,2 Punkten im Vormonat, wie das Forschungsinstitut Conference Board Dies ist der niedrigste Wert seit Februar. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf 52,5 Punkte gerechnet. Die Stimmung der Konsumenten gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen. Die Konsumenten sind angesichts der anhaltenden Arbeitsplatzmisere in den USA verunsichert.

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