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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2010 - 17:22 publiziert

Bern (awp/sda) - Dienstag, 2. November
FRANKENSTÄRKE VERDIRBT HOTELS DIE SAISON: Der starke Franken vermiest den Schweizer Hoteliers die Wintersaison. Viele Gäste, die ihr Geld in Euro verdienen, werden diesen Winter auf einen Besuch in der Schweiz verzichten. Die Branche rechnet mit insgesamt 1,5 Prozent weniger Übernachtungen. Mit minus 2,2 Prozent dürfte die Nachfrage aus dem Ausland besonders stark zurückgehen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mitteile. Gäste aus dem Inland werden gemäss der Prognose zwischen November und Ende April (-0,5 Prozent) weniger häufig übernachten als während der letzten Saison. Seit Anfang Jahr haben sich die Schweizer Preise für Gäste aus dem Euro-Raum um rund 15 Prozent erhöht.
SWISSPORT AN FRANZOSEN VERKAUFT: Swissport wechselt erneut den Besitzer. Nach fünf Jahren unter dem Dach des spanischen Baukonzerns Ferrovial wird die weltgrösste Bodenabfertigungsfirma an Flughäfen für 900 Mio. Fr. an die französische Beteiligungsgesellschaft PAI Partners verkauft. Für die Kunden und Mitarbeiter von Swissport ändere sich nichts, teilte Swissport mit. Auch im Management komme es zu keinen Wechseln. PAI Partners bezahle für den 100-Prozent-Anteil an Swissport 654 Mio. Euro oder umgerechnet rund 900 Mio. Franken. Der Verkauf dürfte im Dezember abgeschlossen werden. Grund für den Deal ist der Geldbedarf der bisherigen Besitzerin Ferrovial.
PHOENIX MECANO LEGT DEUTLICH ZU: Phoenix Mecano hat sich auch im dritten Quartal 2010 deutlich gesteigert. Unter dem Strich verdiente der Gehäuse- und Komponentenhersteller mehr als dreimal so viel wie im schwachen Vorjahresquartal. Der Umsatz erhöhte sich um über ein Viertel. Der Reingewinn nach Steuern stieg von 4,1 Mio. auf 12,7 Mio. Euro, wie Phoenix Mecano mitteilte. Das Betriebsergebnis nahm von 5,6 Mio. auf 16,3 Mio. Euro zu. Beim Umsatz betrug der Zuwachs 26,1 Prozent auf brutto 131,5 Mio. Euro, wobei das Unternehmen auch von günstigen Wechselkurseffekten profitierte. Aufträge erhielt Phoenix Mecano ebenfalls deutlich mehr als in der Vorjahresperiode: Der Auftragseingang stieg von Juli bis Ende September um 23,6 Prozent auf 129,8 Mio. Euro.
EUROAIRPORT IM AUFWIND: Am EuroAirport Basel Mülhausen (EAP) herrscht wieder Aufwind. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurde bei den Passagieren eine Zunahme um 5 Prozent verzeichnet. Bei der Fracht betrug das Plus gar fast ein Drittel. Insgesamt benutzten von Januar bis September 3'093'385 Fluggäste den EAP. Das sind 141'582 mehr als in der Vorjahresperiode. Stärkster Monat des laufenden Jahres war bisher der Juli mit 444'509 Passagieren. Das Plus von 5 Prozent in den ersten neun Monaten entspricht genau dem von Flughafendirektor Jürg Rämi für das Gesamtjahr angepeilten Wachstumsziel.
ANSTELLUNGSFREUDE LÄSST NACH: Die Schweizer Unternehmen werden auch im nächsten Quartal mehr Personal einstellen, allerdings nicht mehr so freudig wie bisher. Nach einer rasanten Aufholjagd seit dem Tiefpunkt im April 2009 bewegte sich der Beschäftigungsindikator der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF im vergangenen Oktober erstmals nicht mehr weiter nach oben. Der Zähler sank zwischen Juli und Oktober leicht von 11,2 auf 10,7 wie die KOF am Dienstag mitteilte. Die Entwicklung dürfte je nach Branche aber unterschiedlich verlaufen.
FASTWEB-PROZESS VERSCHOBEN: Im Geldwäscherei- und Steuerbetrugsskandal um Telecom Italia Sparkle und Swisscom-Tochter Fastweb in Italien ist der Prozess um drei Wochen verschoben worden. Aus Verfahrensgründen wurde der Prozess an eine andere Kammer des Römer Strafgerichts überwiesen. Nach einer kurzen Sitzung entschied der Präsident der 4. Strafkammer, Bruno Costantini, dass das Verfahren suspendiert werde, um die Akten an die 1. Strafkammer zu überweisen. Als Termin für das Schnellverfahren wurde der 23. November festgelegt.
HUGO BOSS HINKT: Der Modehersteller Hugo Boss läuft dem weltweiten Wachstum des Luxusgütermarkts in diesem Jahr hinterher. Der deutsche Damen- und Herrenmodekonzern bekräftigte seine Prognose, der Umsatz werde 2010 ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten um fünf Prozent steigen. Der globale Luxusgütermarkt wird nach Schätzungen von Hugo Boss hingegen mindestens um einen hohen einstelligen Prozentsatz zulegen. Hugo Boss kam mit einem Umsatzminus von sieben Prozent auf knapp 1,6 Mrd. Euro durch die Flaute.
LIPTOR-KONKURRENZ BREMST PFIZER: Der weltgrösste Pharmakonzern Pfizer bekommt immer deutlicher die zunehmende Konkurrenz für seinen wichtigen Umsatztreiber - den Cholesterinsenker Lipitor - zu spüren. Vor allem die Markteinführung von Nachahmer-Produkten in Kanada und Spanien drückte den Umsatz mit dem verkaufsstärksten Medikament der Welt um elf Prozent. In genau einem Jahr droht Pfizer hier noch viel grösseres Ungemach: Dann verfallen die exklusiven Verkaufsrechte auf dem riesigen US-Markt.
KELLOGS VON STINKPACKUNGEN EINGEHOLT: Der kostspielige Rückruf von Millionen stinkender Verpackungen und die harte Konkurrenz haben dem Cornflakes-Hersteller Kellogg das Geschäft verdorben. Wie der weltgrösste Cerealien-Hersteller bekannt gab, fiel der Gewinn in den vergangenen drei Monaten um mehr als sechs Prozent auf 338 Mio. Dollar und der Umsatz um rund vier Prozent auf 3,16 Mrd. Dollar.
SPENDABLE MASTERCARD-KUNDEN: Der Kreditkarten-Anbieter Mastercard profitiert von der gestiegenen Kauflust seiner Kunden. Nach den beiden grossen Konkurrenten Visa und American Express vermeldete auch Mastercard für das dritte Quartal bessere Geschäfte. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 518 Mio. Dollar. Der Umsatz legte um 5 Prozent auf 1,4 Mrd. Dollar
BP MACHT WIEDER GEWINN: Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und den damit verbundenen Milliardenkosten ist der britische Energiekonzern BP in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im dritten Quartal erzielte BP trotz zusätzlicher Vorsteuer-Kosten für die Ölpest von 7,7 Mrd. Dollar einen Gewinn von 1,8 Mrd. Dollar. Ohne die Ölpest-Kosten hätten unter dem Strich sogar 5,5 Mrd. Dollar und damit 18 Prozent mehr als im dritten Quartal 2009 zu Buche gestanden, teilte BP in London mit.

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