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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 5. Januar 2011
ANSTIEG DER AUTOVERKÄUFE IN DER SCHWEIZ: Nach der Zurückhaltung während der Rezession haben sich viele Schweizer 2010 wieder ein neues Auto geleistet. Die Zahl der Immatrikulationen von Neuwagen kletterte um 10,6 Prozent auf 294'239. Damit liegen die Verkäufe nicht nur über dem Stand von vor der Auto-Krise in Europa und Nordamerika. Es ist gar die höchste Zahl seit 2002, wie die Vereinigung Schweizer Automobilimporteure (auto-schweiz) mitteilte. "Das ist ein höchst erfreuliches Resultat, das wir in diesem Ausmass nicht einfach a priori erwarten durften", wird auto-schweiz-Direktor Andreas Burgener zitiert. 2009 hatten die Neuwagenverkäufe in der Schweiz noch um 7,8 Prozent abgenommen.
PLEITEBANKER SOLLEN MILLIARDEN ZAHLEN: Die US-Einlagensicherung FDIC hat 109 Verantwortliche aus zusammengebrochenen Kreditinstituten auf Schadenersatz von insgesamt 2,5 Mrd. Dollar verklagt. Die FDIC rettet in den Vereinigten Staaten die Guthaben der Kunden bei einer Pleite. Sie versucht dann, sich dieses Geld bei den gescheiterten Bankern zurückzuholen. Nach einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichen Aufstellung der FDIC haben die Klagen in den vergangenen Monaten merklich zugenommen. Im abgelaufenen Jahr hatte die Einlagensicherung 157 zumeist kleinere Regionalbanken abwickeln müssen. Das waren mehr Bankenpleiten als im Krisenjahr 2009.
MEHR ALS 1 MILLION BEI GROUPE MUTUEL: Der Krankenkassenverbund Groupe Mutuel ist im vergangenen Jahr stark gewachsen: In der Grundversicherung knackte die Gruppe erstmals die Millionengrenze und zählt neu 1,045 Mio. Versicherte (+140'000), insgesamt hatten rund 1,3 Mio. Personen bei ihr eine Versicherungspolice. Die Walliser Gruppe steigerte den Umsatz mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss provisorischen Angaben vom Mittwoch im Jahr 2010 von 2,4 auf 2,6 Mrd. Franken. Auch das Ergebnis dürfte 2010 besser ausfallen als im Vorjahr, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Im 2009 hatte die Groupe Mutuel in der Grundversicherung einen Verlust von 7,5 Mio. Fr. verbucht.
SWATCH-KLAGE EINGEREICHT: Den Streit zwischen Swatch und der Grossbank UBS über Anlageverluste des Uhrenkonzerns muss ein Gericht beurteilen: Die Swatch Group werde definitiv Klage einreichen, bestätigte eine Sprecherin am Mittwoch eine Information des Internetportals "cash.ch". Wann die Klage eingereicht wird, gab Swatch nicht bekannt. Im Herbst waren Gespräche der beiden Parteien vor dem Friedensrichter in Zürich gescheitert. Der Uhrenkonzern wirft der Bank vor, ihm Verluste mit "Absolute-Return-Produkten" verursacht zu haben. Gemäss Medienberichten hat Swatch die UBS auf rund 30 Mio. Fr. betrieben.
TIEFERER UMSATZ AN BERNER BÖRSE: An der Berner Börse ist im vergangenen Jahr erneut weniger gehandelt worden. Sowohl die Zahl der Abschlüsse als auch das Umsatzvolumen verringerten sich gegenüber 2009 deutlich. 16'773 Abschlüsse wurden getätigt, nach 27'640 im Jahr davor. Das Umsatzvolumen verringerte sich von 659,8 Mio. auf 469,4 Mio. Franken, wie die Berne eXchange mitteilte. Bereits im 2009 waren die Umsätze an der Berner Börse um 29 Prozent gesunken. Die Schweizer Börse SIX hat im Gegensatz dazu ihren Umsatz um über 5 Prozent gesteigert. Das tiefere Umsatzvolumen sei im Wesentlichen auf die Dekotierung des wichtigsten Umsatzträgers, 3S Industries, im Januar zurückzuführen. Der Hersteller von Solaranlagen fusionierte mit Meyer Burger.
ABKOMMEN ZWISCHEN SPANIEN UND CHINA: Das finanziell angeschlagene Spanien hat mehr als ein Dutzend Wirtschaftsabkommen mit China geschlossen. Die Vereinbarungen betreffen unter anderem den Banken- und Energiesektor, als auch die Transport- und Telekommunikationsbranche. Die Abkommen haben einen Wert von rund 5,6 Mrd. Euro, berichtete der staatliche Rundfunk. Die Verträge sind nach einem Treffen zwischen dem chinesischen Vizepremier Li Keqiang und dem spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero unterzeichnet worden.
BETRIEBSSPIONAGE BEI RENAULT: Der französische Autohersteller Renault suspendierte drei Führungskräfte, die Informationen zum Elektroauto verraten haben sollen. Nähere Angaben machte das Unternehmen zunächst nicht. Es handele sich um "ernste Vorgänge", sagte eine Konzern-Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Bisher habe der Konzern keine Anzeige erstattet, fügte sie hinzu. Renault setzt auf eine wachsende Nachfrage nach Elektroautos, die nach seiner Einschätzung bis zum Jahre 2020 zehn Prozent der Marktanteile ausmachen könnten. Mitte dieses Jahres will das Unternehmen zwei Modelle mit Elektromotoren auf den Markt bringen.
BÖRSENGANG DER PARTEISEITE: Das Sprachrohr der Kommunistischen Partei in China bringt seine Internetseite an die Börse. Die Website der Zeitung "Renmin Ribao" - englisch "People's Daily" - soll gemäss der staatlichen chinesischen Zeitung "China Daily" demnächst in Shanghai notiert werden. Derzeit würden letzte Verhandlungen mit Grossinvestoren geführt, darunter mit dem Mobilfunkkonzern China Mobile sowie dem Versicherer China Life Insurance. Die Internetseite People.com.cn soll die erste von zehn regierungsnahen Websites sein, die im Zuge eines Umbaus der Staatspresse an die Börse gebracht werden sollen.
LEICHTER RÜCKGANG BEIM ÖLPREIS: Der Ölpreis hat am Mittwoch weiter nachgegeben. Das Fass der US-Sorte WTI gab 37 Cent ab auf 89.11 Dollar. Am Vorabend war der Preis um 2,4 Prozent gefallen und damit so stark an einem Tag wie seit Mitte November nicht mehr. Händler gingen davon aus, dass die Investoren mit ihrem Konjunkturoptimismus etwas vorsichtiger werden. "Bei 90 Dollar je Fass ist eine ziemlich starke Wirtschaft eingepreist", sagte Tony Nunan von Mitsubishi Corp in Tokio. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 36 Cent auf 93.17 Dollar.
NEUE STELLEN IN DEN USA: Ein überraschend starker Anstieg bei der Zahl neuer Stellen in der US-Privatwirtschaft macht Hoffnung auf einen stärkeren Konjunkturaufschwung. Im Dezember wurden nach Berechnungen der privaten Arbeitsagentur ADP so viele Arbeitsplätze in einem Monat geschaffen wie seit 2001 nicht mehr. Der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung zufolge stieg der Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 297'000. Analysten hatten nur mit einem Plus von 100'000 gerechnet.

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