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Bern (awp/sda) - Montag, 10. Januar
CS REGELT BONI NEU: Bei den Bonuszahlungen fürs vergangene Jahr verzichtet die Grossbank Credit Suisse auf komplizierte Mechanismen, mit denen die variable Vergütungen ins Unermessliche hochschnellen konnten. Zudem erhalten deutlich mehr Angestellte als bisher ihren Bonus für 2010 nicht sofort und vollständig in bar ausbezahlt, sondern einen Teil davon erst später. Das neue Bonussystem sieht vor, dass bei Boni über 50'000 Fr. 35 bis 70 Prozent davon gestaffelt über vier Jahre hinaus ausbezahlt werden. Mit Ausnahme der Boni für die Geschäftsleitung und das obere Kader besteht der aufgeschobene Teil der Boni ausschliesslich aus Aktien. Ab Direktorenstufe wird der aufgeschobene Teil des Bonus nur zur Hälfte in Aktien ausgerichtet. Die andere Hälfte des Bonus sind Barzahlungen, die schrittweise in den Jahren 2012 bis 2015 ausbezahlt werden und deren Höhe vom Geschäftserfolg der Bank abhängt. Bei ranghohen Investmentbankern knüpft die CS den sofort bar ausbezahlten Teil der Boni zudem an eine Rückzahlungspflicht. Diese tritt beispielsweise ein, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen in den kommenden zwei Jahren verlässt.
SCHWEIZ MUSS SONDERMÜLL ZURÜCKNEHMEN: Der baldige Konkurs der Zürcher Recyclingfirma Citron kommt einige Betreiber von Kehrichtverbrennungsanlagen wohl teuer zu stehen: Citron lagert im französischen Le Havre rund 1000 Tonnen Schweizer Sonderabfall, der nun wieder zurückgenommen werden muss. Die Zürcher Citron Holding hat in der französischen Hafenstadt eine Recycling-Anlage für Sonderabfälle betrieben. Dort landeten jährlich rund 20'000 Tonnen Sondermüll aus der Schweiz. Citron ist überschuldet und hat Anfang Dezember die Bilanz deponiert. Nun wurde das Bundesamt für Umwelt (BAFU) von den Behörden der Region Le Havre aufgefordert, die aus der Schweiz stammenden Abfälle zurückzunehmen. Beat Frey, Leiter grenzüberschreitender Verkehr mit Abfällen beim BAFU, bestätigte eine Information der "Finanz und Wirtschaft". Das Material aus der Schweiz stamme von rund 10 Unternehmen. Sie müssten wohl zwei Mal für die Entsorgung aufkommen, denn die Abfälle seien nie in den Besitz von Citron übergegangen. Frey schätzt die Kosten auf rund 400'000 Franken.
KEHRTWENDE VON BKW: Der Berner Stromkonzern BKW streicht fast die Hälfte seiner Projekte für alternative Kleinkraftwerke zusammen. Bis 2030 wollten die BKW 1000 Gigawattstunden Strom in eigenen Anlagen für erneuerbare Energien produzieren. Jetzt stutzt der Stromkonzern seine Ausbauziele in der Schweiz auf 600 GWh. Der Entscheid fiel nach einer Analyse der rund 100 laufenden Projekte, wie die BKW mitteilte. Nebst des Widerstands von Umweltverbänden, betroffenen Privatpersonen und Tourismusorganisationen hätten auch die komplizierten Bewilligungsverfahren den Ausschlag für den Entscheid gegeben. Umweltverbände winken ab und bezeichnen die Begründung der BKW als reine Abstimmungspropaganda.
WERTVOLLE SCHWEIZER UNTERNEHMEN: Der Börsenwert der grossen Schweizer Unternehmen nimmt zu. In der globalen Liste der 100 teuersten Konzerne der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma Ernst & Young finden sich die vier Schweizer Schwergewichte Nestlé, Novartis, Roche und Xstrata. Ein Konzern figuriert gar unter den Top Ten. Der Nahrungsmittelmulti Nestlé arbeitete sich im Vergleich zum Vorjahr von Platz 17 auf Platz 10 vor, während der Pharmagigant Novartis von Platz 32 auf Platz 26 vorrückte. Zusammen sind die vier Schweizer Konzerne auf der Liste 554 Mrd. Dollar wert, das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Marktkapitalisierung belegt die Schweiz weltweit den fünften Rang.
WENIGER JOBS IN FINANZBRANCHE: In der Schweizer Finanzbranche gab es im Dezember weniger offene Stellen als noch im Herbst. Gemäss des vom Finanzportal "finews.ch" erhobenen JobDirectory-Index hatten die Banken und Versicherungen Ende Jahr auf ihren Internetseiten 3901 Stellen ausgeschrieben. Rund 1600 Arbeitsplätze hatten die Banken zu vergeben, etwas mehr als 900 Personen suchten die Versicherungen. Die restlichen Stellen waren in der Wirtschaftsprüfung, bei Beratungsfirmen oder bei IT-Zulieferern der Finanzbranche zu besetzen. Seit dem Sommer ist die Zahl der Stellenangebote in der Schweizer Finanzbranche somit leicht rückläufig, wie "finews.ch" mitteilte. Im Vergleich zu Anfang 2010 hat die Zahl der offenen Stellen um 32 Prozent zugenommen.
WASER VERKAUFT GESCHÄFTSBEREICH: Der französische Bürowarenkonzern Lyerco übernimmt das Unternehmenskundengeschäft des Schweizer Familienunternehmens Waser. Die neuen Eigentümer wollen sämtliche Waser-Mitarbeiter weiter beschäftigen. Der Kaufpreis bleibt geheim. Mit dem Verkauf regelt die Familie Waser einen Teil der Unternehmensnachfolge. Die Waser-Fachgeschäfte in Zürich, Bern (Kollbrunner) und Basel (Papyrus) werden von der Besitzerfamilie aber weiter eigenständig als Firma Waser Shop betrieben.
CHINA IMPORTIERT MEHR: China stillt seinen Hunger nach Waren und Produkten zunehmend auf den weltweiten Märkten. Der Überschuss im Aussenhandel Chinas ist 2010 etwas gesunken - bleibt aber weiterhin hoch. Der Wert der chinesischen Exporte lag im Gesamtjahr 183,1 Mrd. Dollar über dem Wert der nach China importierten Waren, wie der chinesische Zoll mitteilte. 2009 hatte der Aussenhandelsüberschuss noch bei 196,1 Mrd. Dollar gelegen. Der Überschuss schrumpft, da die Wirtschaft in China boomt, weshalb die Importe steigen. Gleichzeitig lahmt die Konjunktur in den wichtigen Abnehmerländern für Chinas Exporte weiterhin - die Ausfuhren wachsen deshalb nach der Krise nicht so schnell wie die Einfuhren. China wird seit Jahren von den Industriestaaten für sein hohes Aussenhandelsdefizit kritisiert.
NEUER US-ENERGIERIESE: Auf dem US-Energiemarkt entsteht nach einem Zusammenschluss der grösste Energieversorger des Landes: Das Unternehmen Duke Energy will seinen Konkurrenten Progress Energy übernehmen. Der Kaufpreis soll insgesamt 13,7 Mrd. Dollar in Duke-Aktien betragen. Zudem wird Duke von Progress Schulden in der Höhe von 12,2 Mrd. Dollar übernehmen, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Zusammen kommen die beiden Energieversorger den Angaben zufolge auf mehr als sieben Millionen Kunden in sechs Schwerpunktregionen. Das neue Unternehmen hat einen Firmenwert von 65 Mrd. Dollar und wird zugleich auch der grösste US-Produzent von Atomstrom sein.

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