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Bern (awp/sda) - Freitag, 14. Januar 2011
FRANKENGIPFEL: Der starke Franken hat in der Schweiz zwar keine Währungskrise ausgelöst, aber die Unsicherheit über die Entwicklung der Wirtschaft erhöht. Zu diesem Schluss kommt Staatssekretär Jean-Daniel Gerber nach dem Währungsgipfel in Bern. "Das Ziel war eine fundierte Analyse über die Situation", sagte der Chef des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), der die Lagebeurteilung einberufen hatte. Dieses Ziel sei erreicht worden, fügte Gerber an. An dem mit Spannung erwarteten Treffen hatten verschiedene Vertreter der Dachverbände, der Sozialpartner und der Kantone teilgenommen. Sie alle sehen "erhebliche Risiken" für die Schweizer Konjunktur, wenn der Franken auf Dauer überbewertet bleibt, wie das SECO mitteilte. Das Frankenhoch könnte die Wirtschaftserholung belasten.
BÖRSE BÜSST UBS: Die Grossbank UBS hat die Anleger 2007 zu spät vor ihren Verlusten im US-Hypothekengeschäft gewarnt. Zudem sind die Angaben zu den Managerlöhnen zu allgemein gewesen. Die Schweizer Börse SIX büsst die UBS deswegen mit 100'000 Franken. Trotz der festgestellten Verfehlungen will die UBS weiterhin nicht gegen die ehemaligen Verantwortlichen vorgehen. Aktionärsschützer Hans-Jacob Heitz sieht sich dagegen bestätigt, dass die UBS-Führung Informationen unterdrückte. Er will nun versuchen, den Verwaltungsrat an der Generalversammlung auf eine Verantwortlichkeitsklage zu verpflichten.
ZÜRICH BLEIBT ATTRAKTIV: Der Zürcher Finanzplatz hat in den letzten Jahren trotz hoher Wettbewerbsfähigkeit deutlich an internationaler Bedeutung verloren. Er geht allerdings gestärkt aus der Finanzmarktkrise hervor. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie "Finanzplatz Zürich 2010". Der Grund: Die Situation an wichtigen Finanzplätzen wie Grossbritannien und Irland habe sich stärker verschlechtert als in Zürich. Der Finanzsektor ist und bleibt im Grossraum Zürich der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftszweig.
HILTI ERHOLT SICH VON DER KRISE: Hilti hat die Wende geschafft: Der Baugeräte-Hersteller steigerte im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz um 2 Prozent auf 3,9 Mrd. Franken. Ohne Währungseinflüsse hätte das Wachstum sogar 7 Prozent betragen. Der Hersteller der legendären roten Bohrmaschinen profitierte von der zunehmend stabileren Wirtschaftslage sowie von der Dynamik in den Schwellenländern, wie das Liechtensteiner Unternehmen mitteilte. Hitli zeigt sich mit dem Umsatzwachstum zufrieden. Den detaillierten Jahresabschluss präsentiert Hilti im März.
STABILE PREISE IM GROSSHANDEL: Die Preise im Grosshandel sind im Dezember und im ganzen Jahr 2010 praktisch stabil geblieben. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Produzenten- und Importpreise nur um 0,2 Prozent. Konsumenten hatten dagegen Preisaufschläge von 0,7 Prozent hinzunehmen. Während die Grosshandelspreise für Schweizer Ab-Werk-Produkte um 0,1 Prozent sanken, stiegen die Importpreise trotz Kurseinbussen von Euro und Dollar zum Franken um 0,8 Prozent. Teurer wurden insbesondere Erdöl- und Metallprodukte sowie Elektrizität, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte.
HOTELS TROTZEN FRANKENSTÄRKE IM NOVEMBER: Die Zahl der Übernachtungen in Schweizer Hotels ist im November 2010 deutlich gestiegen. Mit 1,8 Millionen lag sie um 4,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Sowohl Schweizer wie auch ausländische Gäste buchten mehr Übernachtungen. So beherbergten die Hoteliers 817'000 einheimische Gäste. Dies sind 4,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf das Konto der ausländischen Gäste gingen 961'000 Übernachtungen, trotz Frankenstärke resultierte damit eine Zunahme um 5,1 Prozent.
IKEA MIT REKORDGEWINN: Die schwedische Möbelkette Ikea hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder Rekordgewinne eingefahren. Der Nettogewinn stieg im Ende August abgeschlossenen Geschäftsjahr 2009/10 um 6,1 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro. Verluste in Russland wegen umstrittener Stromrechnungen belasteten aber das Ergebnis mit 670 Mio. Euro. Beim Umsatz legte die Möbelkette um 7,7 Prozent auf 23,1 Mrd. Euro zu. Ikea ist nicht an der Börse notiert und hat als Familienunternehmen im vergangenen Herbst zum ersten Mal überhaupt Gewinnzahlen veröffentlicht.
EUROPÄER KAUFEN WENIGER AUTOS: Die Autohändler in Europa haben im vergangen Jahr weniger Kunden bedient: Sie verkauften mit 13,4 Millionen knapp 5 Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr. Wegen des Wegfalls staatlicher Kaufanreize in vielen Ländern seien die Verkäufe geschrumpft. Der grösste Rückgang verzeichnete Deutschland. Da brach der Absatz um fast ein Viertel auf 2,9 Mio. Autos ein. Im Jahr zuvor hatte die Abwrackprämie für einen Run auf die Autohäuser gesorgt. In Frankreich nahm der Absatz um zwei Prozent ab, in Italien um neun Prozent. In der Schweiz dagegen nahmen die Verkäufe um 10,6 Prozent zu. Insgesamt wurden hierzulande 294'239 Autos verkauft, wie die Vereinigung Schweizer Automobilimporteure anfangs Jahr bekannt gegeben hatte.
US-BANK LEGT ZU: Dank weniger Kreditausfälle hat die zweitgrösste US-Bank J.P. Morgan Chase Ende 2010 ihren Gewinn massiv gesteigert. Der Überschuss stieg im vierten Quartal um 47 Prozent auf 4,8 Mrd. Dollar, wie das Geldhaus mitteilte. Die meisten Geschäfte hätten sich gut entwickelt. Die Märkte stabilisierten sich, die US-Wirtschaft fange an zu wachsen. Der Bank kommt vor allem zugute, dass die US-Amerikaner ihre Kredite wieder zuverlässiger abstottern. J.P. Morgan gehört zu den Gewinnern der Finanzkrise. Der weit verzweigte Finanzriese schrieb durchgängig Gewinne, während viele Konkurrenten vom Staat gestützt werden mussten oder pleite gingen.
RÜCKZUG AUS EUROPA: Der japanische Kleinwagenhersteller Daihatsu Motor zieht sich aus Europa zurück. Der Verkauf von Neuwagen werde zu Ende Januar 2013 eingestellt, gab das Unternehmen, das zur Toyota-Gruppe gehört, bekannt. Gründe seien der schwache Absatz und die sich verschlechternde Profitabilität, woran teils der zum Euro stark gestiegene Aussenwert des Yen schuld sei. Daihatsu will sich nach eigenen Angaben fortan auf den heimischen Markt sowie auf Überseemärkte, wo das Unternehmen Produktionsstandorte hat, konzentrieren. Das sind unter anderem Indonesien und Malaysia.

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