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Zürich (awp/sda) - Dienstag, 18. Januar 2011
REKORDJAHR FÜR MIGROS BANK: Die Migros Bank hat im vergangenen Jahr ein Spitzenergebnis erzielt. Dank der grossen Nachfrage nach Hypotheken und spürbar gesunkener Kosten hat das Geldhaus 2010 so viel verdient wie noch nie. Unter dem Strich erzielte die Migros Bank einen Rekordgewinn von 172,6 Mio. Franken. Das ist eine Steigerung von einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Begünstigt durch die robuste Schweizer Konjunktur legte der Geschäftsertrag um 3,7 Prozent auf 593 Mio. Fr. zu. Haupttreiber war das Hypothekargeschäft, das um 4,4 Prozent auf 26,1 Mrd. Fr. wuchs. Hier sei die Eröffnung von drei neuen Filialen im vergangenen Jahr zum Tragen gekommen. Auch im laufenden Jahr wolle die Migros Bank weiter wachsen. Fünf neue Filialen sollen eröffnet werden.
BAUARBEITER WOLLEN MEHR SCHUTZ: Vor den Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag haben die Schweizer Bauarbeiter ihre Hauptanliegen angeben können. Am wichtigsten ist den befragten 16'000 Bauarbeitern ein Ausbau des sozialen und gesundheitlichen Schutzes. Die Forderung nach voller Lohnfortzahlung bei unverschuldeten Ausfallstunden wegen Krankheit, Unfall oder Schlechtwetter erhielt am meisten Zuspruch. Heute werden in der Regel nur 80 Prozent gewährt. Zudem wollen die Bauleute eine klare Regelung, wann sie ihre Arbeit bei Kälte, Nässe oder Hitze einstellen können. Schlechtwetter ist laut Unia ein wichtiger Grund dafür, dass jedes Jahr einer von fünf Bauarbeitern verunfallt.
SWISS LIFE BAUT POSITION AUS: Der Lebensversicherungskonzern Swiss Life übernimmt rückwirkend auf den 1. Januar 2011 den Geschäftszweig der beruflichen Vorsorge der Nationale Suisse. 32 Mitarbeiter wechseln deshalb zu Swiss Life. Deren Zukunft ist aber noch weitgehend unklar. "Bis Juli 2012 können wir eine Salärgarantie bieten", sagt Martin Läderach, Sprecher von Swiss Life Schweiz. Mit der Übernahme findet eine Bereinigung des Schweizer Markts der beruflichen Vorsorge (BVG) statt. Swiss Life, spezialisiert auf BVG-Lösungen, baut damit die Position in diesem Markt weiter aus. Nationale Suisse im Gegenzug stösst einen Geschäftszweig ab, in dem es als kleiner Anbieter zunehmend schwer sei, die angestrebte Rendite zu erwirtschaften.
LINDT & SPRÜNGLI IM AUSLAND BELIEBT: Der Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli spürt die weltweit bessere Konsumentenstimmung: Das Unternehmen erhöhte den Umsatz in Landeswährungen gerechnet um 7,3 Prozent. In Franken beträgt das Wachstum allerdings nur 2,2 Prozent auf 2,58 Mrd. Franken. Die Differenz sei auf die Entwicklung des Franken gegenüber Euro, Dollar und Pfund zurückzuführen. Besonders deutlich zulegen konnte Lindt & Sprüngli in Nordamerika, aber auch in Grossbritannien, Deutschland und Italien kauften die Konsumenten wieder mehr Produkte des Zürcher Unternehmens.
VOLG IM HOCH: Die Detailhandelsgruppe Volg hat sich 2010 mit ihren Dorf- und Kleinläden gegenüber der grösser werdenden Konkurrenz behaupten können. Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 1,29 Mrd. Franken, trotz des im Schnitt um 1,1 Prozent verbilligten Sortiments. Die Nischenpolitik sei erfolgreich. Laut der Tochter des Agrarunternehmens Fenaco spielen Nähe und Erreichbarkeit der Verkaufsstellen, die Übersichtlichkeit des Angebots für den täglichen Bedarf und die persönliche Atmosphäre beim Lebensmitteleinkauf nach wie vor eine entscheidende Rolle. Die Zahl der Läden der Volg-Gruppe stieg um 10 auf 872.
PRESSE MIT MEHR WERBEEINNAHMEN: Dank des Wirtschaftsaufschwungs konnte die Schweizer Presse im vergangenen Jahr mehr Werbefläche verkaufen: Ihre Inserateeinnahmen stiegen um 4,7 Prozent auf 1,64 Mrd. Franken. Vor einem Jahr waren die Inserateverkäufe der Printmedien noch um gut ein Fünftel eingebrochen. Den Aufschwung spürten die Verlage insbesondere bei den Prospektbeilagen und den kommerziellen/übrigen Anzeigen. Bei den Stellenanzeigen blieb das Niveau unverändert, bei den Liegenschaftsanzeigen sanken die Einnahmen im Vergleich zu 2009 um 8 Prozent. Die wichtigste Printmediengattung, die Tagespresse, verkaufte 4,4 Prozent mehr Inserate als vor einem Jahr. Noch besser lief das Inserategeschäft bei der PublikumspressE und der Spezialpresse.
WERBEAUSGABEN DER UNTERNEHMEN GESTIEGEN: Die Schweizer Medien haben im letzten Jahr von der wirtschaftlichen Erholung profitiert: Der Werbedruck ist gemäss Angaben des Marktforschungsinstituts Media Focus um 9 Prozent gestiegen. Er belief sich 2010 auf 4,35 Mrd. Franken. Im Dezember 2010 resultierte sogar eine Zunahme von satten 18 Prozent auf 422,5 Mio. Franken. Einzig im Januar 2010 nahm der Werbedruck gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,6 Prozent ab. Ansonsten legte das Werbevolumen in allen Monaten zu. Am meisten Geld gaben die Unternehmen für Nahrungsmittel-Werbung aus. Es folgten Fahrzeuge und Kosmetik und Körperpflege . Die Branche Kosmetik und Körperpflege verdreifachte in den vergangenen zehn Jahren ihre Werbeausgaben.
STEIGENDE ANGEBOTSMIETEN: Ein Wohnungswechsel ist im vergangenen Jahr im Schnitt leicht teurer geworden: Die Mieten für ausgeschriebene Wohnungen erhöhten sich in der Schweiz um 1,1 Prozent. In den beiden Vorjahren waren die sogenannten Angebotsmieten deutlich stärker gestiegen. Im Jahr 2009 hatten sich die Angebotsmieten um 1,9 Prozent erhöht, im 2008 hatte der Anstieg 4,0 Prozent betragen. Wird die Teuerung berücksichtigt, stiegen die Angebotsmieten im letzten Jahr allerdings um 1,3 Prozent. Gesucht waren vor allem grosse und neue Wohnungen. Besonders im Tessin, der Zentralschweiz und der Ostschweiz stiegen die Angebotsmieten deutlich.
NESTLÉ BREITET SICH IN ÄGYPTEN AUS: Nestlé baut in Ägypten aus. In den nächsten drei Jahren investiert der Nahrungsmittelkonzern umgerechnet 160 Mio. Fr. in bestehende Fabriken und Verteilzentren. Zur Ausweitung der Produktion soll die Zahl der Arbeitsplätze von 3000 auf 3500 steigen. Der Konzern erwartet angesichts des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums in Ägypten eine steigende Nachfrage. So soll sich beispielsweise das Kaffeemaschinen-Geschäft allein in diesem Jahr verdoppeln. In Ägypten betreibt Nestlé unter anderem die einzige Fabrik zur Herstellung von Mövenpick-Glacé ausserhalb Europas.
EU DRÜCKT AUFS TEMPO: Zügig und intensiv wollen die EU-Finanzminister die Arbeiten zur Stabilisierung des Euro fortsetzen. Die 17 Minister der Euro-Gruppe werden in den nächsten Wochen ihre Sitzungstätigkeit verstärken. Bis zum EU-Gipfel Ende März soll das Gesamtpaket stehen. Grundsätzlich geht es nicht nur um die Ausgestaltung des 750-Milliarden-Rettungsschirms, sondern auch um die vom EU-Gipfel im Dezember geforderte umfassende Antwort auf die Schuldenkrise. Bis im März muss auch der permanente Rettungsmechanismus verabschiedet werden, der ab 2013 den bisherigen Rettungsschirm ablösen soll. "Wir werden in den nächsten Wochen viele Telefonkonferenzen führen", sagte Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble. Dabei seien aber keine Schnellschüsse gefragt, warnte Schäuble.
CITIGROUP MIT MILLIARDENGEWINN: Die in der Finanzmarktkrise schwer angeschlagene US-Grossbank Citigroup hat zwar erstmals seit 2007 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der zweistellige Milliardengewinn blieb jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Citigroup wies für 2010 einen Gewinn von 10,6 Mrd. Dollar aus. 2009 hatte die Bank noch einen Verlust von 1,6 Mrd. Dollar erlitten. Im letzten Quartal des Jahres 2010 lag der Gewinn bei 1,3 Mrd. Dollar oder vier Cent pro Aktie. Die Analysten hatten jedoch sieben Cent pro Akte erwartet. Die US-Regierung hatte Citigroup in der Krise mit 45 Mrd. Dollar beispringen müssen und im Gegenzug die Bank teilverstaatlicht. Inzwischen hat die US-Regierung sich wieder aus der Bank zurückgezogen.

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