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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 19. Januar 2011
MIGROS MIT LEICHT MEHR UMSATZ: Die Migros hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz leicht steigern können. Der Konzernumsatz stieg um 0,3 Prozent auf 25,028 Mrd. Franken, jener im Detailhandel um 0,8 Prozent auf 21,202 Mrd. Franken. Damit ist das Wachstum der Migros kleiner ausgefallen als jenes des Konkurrenten Coop. In ihrem Communiqué verweist die Migros als Grund für das moderate Wachstum auf die Preisabschläge. Hinzu kam der währungsbedingte Umsatzrückgang im Reisegeschäft. Die Preissenkungen um insgesamt 2,1 Prozent hinausgerechnet, wäre der Detailhandelsumsatz um 2,9 Prozent gestiegen. 2009 hatte Migros als einziger grosser Schweizer Detailhändler einen Umsatzrückgang um 0,5 Prozent hinnehmen müssen.
SWATCH MIT UMSATZREKORD: Der Uhrenkonzern Swatch hat im vergangenen Jahr so viel verkauft wie noch nie. Der Umsatz erhöhte sich um 18,8 Prozent auf 6,44 Mrd. Franken. Im laufenden Jahr will der weltgrösste Uhrenhersteller wiederum zweistellig wachsen. Ohne den starken Franken wäre das Wachstum noch deutlicher ausgefallen: Die negative Entwicklung der Schweizer Währung namentlich gegenüber Euro und Dollar schmälerte den Umsatz um 164 Mio. Franken. Zu konstanten Wechselkursen wuchs die Swatch Group um 21,8 Prozent. Besonders gefragt waren die Uhren und der Schmuck der Swatch Group.
GROSSE NAMEN AM WEF: Ende Januar nehmen zahlreiche Grössen aus Politik und Wirtschaft am World Economic Forum (WEF) teil. Dieses Jahr reisen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron nach Davos. Ihren Besuch angekündigt haben auch der US-amerikanische Finanzminister Timothy Geithner und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon. Die Eröffnungsansprache wird der russische Präsident Dmitri Medwedew halten. Das 41. WEF steht unter dem Motto "Gemeinsame Normen für eine neue Realität". Damit sollen insbesondere die Anstrengungen der G20 nach der Weltwirtschaftskrise unterstützt werden. Mit Micheline Calmy-Rey, Doris Leuthard, Eveline Widmer-Schlumpf und Johann Schneider-Ammann haben auch vier Bundesräte ihr Kommen angekündigt.
BUNDESRAT ZUR FRANKENSTÄRKE: Der Bundesrat sieht wegen des starken Frankens keinen Anlass für Sofortmassnahmen des Bundes. Er will aber prüfen, wie Tourismus und Exportwirtschaft, die stark unter den tiefen Euro- und Dollarkursen leiden, unterstützt werden könnten. "Die Lage ist ernst", sagte Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann vor den Medien. Einzelne Branchen und Firmen litten wirklich. "In einer Krise befindet sich die Schweizer Wirtschaft aber nicht", sagte der frühere Chef einer exportorientierten Baumaschinen-Firma.
GALENICA STEIGERT UMSATZ DANK ZUKÄUFEN: Das Pharmaunternehmen Galenica hat auch im vergangenen Jahr zugelegt: Der Umsatz erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 3,104 Mrd. Franken. Ein Teil des Wachstums ist auf zwei Zukäufe des Berner Unternehmens zurückzuführen. Galenica hatte 2009 das Biotechnologie- und Pharmaunternehmen OM Pharma sowie die Apothekenkette Sun Store übernommen. 2010 wurden die Zahlen der beiden Unternehmen erstmals während eines ganzen Geschäftsjahrs berücksichtigt. Das Wachstum im 2010 sei angesichts der politischen Anstrengungen zur Senkung der Gesundheitskosten in vielen Ländern sowie des starken Frankens nicht selbstverständlich, teilte Galenica mit.
EASYJET WÄCHST: Die Fluggesellschaft EasyJet ist im vergangenen Jahr in der Schweiz deutlich gewachsen. 6,6 Mio. Passagiere hoben von den Flughäfen Genf, Basel und Zürich mit ihren Maschinen ab. Dies sind 13,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Umsatz des Billigfliegers belief sich in der Schweiz auf 1,7 Mrd. Franken. EasyJet will weiter expandieren und verspricht, pünktlicher zu werden. Das britische Unternehmen bietet 83 Destinationen von der Schweiz aus an, 19 der Routen sind im vergangenen Jahr dazugekommen. Die Schweizer Flotte umfasst 17 Airbus-Maschinen.
UBS SIEHT IMMOBILIEN-RISIKEN: Die UBS vergleicht die Lage auf dem Schweizer Immobilienmarkt mit einem "steifen Wind". Während die Ökononen der Grossbank kein Anzeichen einer flächendeckenden Blase sehen, warnen sie vor einer Überhitzung des Marktes in einzelnen Regionen. Teure Wohnlagen wie am Zürich- und Genfersee, in Zug oder einigen der Nobel-Ferienorte haben nach Ansicht der UBS in den vergangenen Jahren zu starke Steigerungen bei den Wohnpreisen erlebt. Für die Ökonomen der Grossbank birgt dies gewisse Risiken. So könnten bei negativen wirtschaftlichen Entwicklungen Preisstürze mit langjährigen Folgen auftreten.
DEUTSCHES WACHSTUM 2011: Die deutsche Regierung rechnet für 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent. Das teilte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts mit. Im vergangenen Jahr war die deutsche Wirtschaft noch um 3,6 Prozent gewachsen. Damit würde in diesem Jahr die Wachstumsscharte von 2009 ganz ausgewetzt, als die Wirtschaft um 4,7 Prozent geschrumpft war. Die deutsche Wirtschaft wachse damit 2011 spürbar stärker als der Durchschnitt der Eurozone. Der Aufschwung kommt auch langsam auf dem Arbeitsmarkt an. Die Arbeitslosenrate soll auf 7,0 Prozent zurückgehen, von 7,7 Prozent 2010 und 8,2 Prozent 2009.
PORTUGAL BESCHAFFT SICH GELD: Dank einer hohen Nachfrage hat das schuldengeplagte Portugal 750 Mio. Euro durch den Verkauf von Staatsanleihen eingenommen. Der Zinssatz für die zwölf Monate laufenden Papiere betrug nach Angaben der staatlichen Schuldenagentur 4,03 Prozent. Das war deutlich weniger als noch im vergangenen Monat, als die gleichen Anleihen noch 5,28 Prozent Zinsen brachten. Die Nachfrage sei drei Mal so hoch gewesen, wie Anleihen zur Verfügung gestanden hätten, teilte die Agentur mit.
US-MEDIENFUSION GEBILLIGT: Die US-Behörden haben eine Fusion des Medienkonzerns NBC Universal mit dem Kabelnetzbetreiber Comcast unter Auflagen gebilligt. Die Telekommunikationsaufsicht verpflichtete das neue Unternehmen unter der Führung von Comcast dazu, "den Wettbewerb auf dem Videomarkt zu fördern". Zudem müsse das Gemeinschaftsunternehmen sein Angebot an regionalen Nachrichten auszubauen, mehr Angebote für Kinder entwickeln und zusätzliche Sendungen in spanischer Sprache produzieren, hiess es am Dienstag (Ortszeit). Das neue Unternehmen könnte zum grössten Medienkonzern der USA aufsteigen.

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