Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Bern (awp/sda) - Dienstag, 25. Januar
OEHLER TRITT ALS CHEF ZURÜCK: Edgar Oehler vollzieht den lange angekündigten Rücktritt: Der Konzernchef und Verwaltungsratspräsident des Bauzulieferers AFG Arbonia Forster gibt Ende April die operative Leitung ab. Noch immer ist aber nicht klar, wer neuer Konzernchef wird. Der neue Chef des Thurgauer Konzerns wird voraussichtlich Anfang März an der Bilanzmedienkonferenz vorgestellt. Das Geschäftsjahr 2009 hatte der Bauzulieferer wegen diverser Abschreiber mit einem Verlust von 22,5 Mio. Fr. abgeschlossen - der Umsatz sank um 11,9 Prozent. Nun haben die Verkäufe aber angezogen: Der Umsatz stieg im Jahr 2010 um 2,1 Prozent auf 1,41 Mrd. Franken Währungsbereinigt betrug das Plus 5,8 Prozent.
HOTELPLAN SCHREIBT ROTE ZAHLEN: Der zur Migros gehörende Reisekonzern Hotelplan hat im Geschäftsjahr 2009/10 erneut rote Zahlen geschrieben. Während das Geschäft im Ausland noch defizitär war, ist Hotelplan in der Schweiz in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz in der Schweiz ist zwar um 14,2 Prozent auf 660,3 Mio. Fr. gesunken. Dank Kostensenkungen kann Hotelplan für sein Schweizer Geschäft aber dennoch einen operativen Gewinn (EBIT) von 6,7 Mio. Fr. ausweisen. Vor einem Jahr resultierte noch ein Verlust von fast 14 Mio. Franken. Der Konzernumsatz steht bei 1,49 Mrd. Franken. Hotelplan schreibt ein operatives Minus (EBIT) von 12,9 Mio. Franken. Im Geschäftsjahr 2008/09 war der Verlust auf EBIT-Stufe mit 26,8 Mio. Fr. noch mehr als doppelt so hoch.
MEHR 40 BIS 49-JÄHRIGE ENTLASSEN: Im vergangenen Jahr waren mehr als die Hälfte aller entlassenen Führungskräfte in der Schweiz 40 bis 49 Jahre alt. Das geht aus einer Statistik des Karriereberatungsunternehmens Grass & Partner hervor. Grass & Partner hat 300 ihrer Outplacements - Jobberatungen durch einen externen Anbieter - ausgewertet. Gemäss den Zahlen waren nur 6 Prozent der 55-Jährigen von Outplacements betroffen. 2008 waren es noch 13 Prozent, 2009 10 Prozent. 20 Prozent waren zur Zeit der ersuchten Beratung zwischen 50 und 54 Jahre alt. Die Zahl der entlassenen Geschäftsleitungsmitglieder bleibt mit 22 Prozent hoch. Ein Drittel der insgesamt betroffenen Outplacement-Kandidaten kamen von einer Bank.
MEHR AKTIONÄRE STIMMEN ÜBER LOHN AB: 2011 wird ein Drittel der 100 grössten börsenkotierten Schweizer Unternehmen an ihren Generalversammlungen konsultative Abstimmungen über Manager-Vergütungen durchführen. Das sind 13 mehr als noch im vergangenen Jahr, wie eine Umfrage der Stiftung Ethos ergeben hat. Ethos wertet diese Entwicklung als Erfolg. Das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagte Ethos-Direktor Dominique Biedermann. Konsultativabstimmungen sind allerdings für die Unternehmensleitung nicht verbindlich. Noch immer lehnten aber 35 Unternehmen eine Abstimmung über Managerlöhne, -boni und andere Vergütungen ausdrücklich ab. 18 Firmen seien unentschieden, hält Ethos fest. Von 11 Unternehmen erhielt die Stiftung keine Antwort.
GUTE LAGE DER KMU: Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz sind in Hochstimmung: In einer Umfrage zeigten sich 93 Prozent aller KMU mit der Geschäftslage zufrieden. 61 Prozent der befragten Unternehmen bezeichneten ihre Lage sogar als gut, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) mitteilte. 43 Prozent der KMU erwarteten, dass sich ihre Situation weiter verbessert (Februar 2010: 36 Prozent). Nur 5 Prozent gingen von einer negativen Entwicklung aus. Die Situation ist so gut wie seit Januar 2008 nicht mehr. Getrübt wird das Bild durch den Fachkräftemangel. Fast drei Viertel der KMU hatten Schwierigkeiten, neue, genügend qualifizierte Mitarbeitende zu finden.
KEINE KLÄRUNG BEI FEINTOOL: Ob der Investor Michael Pieper die Kontrolle über den Industriekonzern Feintool erhält, bleibt offen: Weder Grossaktionär Fritz Bösch noch der Feintool-Verwaltungsrat bekannten an der Generalversammlung Farbe zu Piepers Übernahmeangebot. Michael Pieper offeriert den Aktionären 350 Fr. pro Aktie und will so mindestens 50 Prozent aller Titel erhalten. Zurzeit besitzt Pieper einen Drittel an Feintool. Der Aargauer Industrielle käme rasch zum Ziel, wenn der andere Feintool-Grossaktionär, Fritz Bösch, auf das Angebot eingehen würde. Bösch besitzt nach letzten Angaben 29,5 Prozent der Aktien und will die Offerte Piepers kritisch überprüfen. Der Verwaltungsrat von Feintool nahm an der GV nicht Stellung.
GUTE KONSUMSTIMMUNG: Das gute Weihnachtsgeschäft im Detailhandel sowie viele Autokäufe haben im Dezember den Konsum angetrieben: Der Konsumindikator der UBS stieg im Vergleich zum November von 1,62 auf 1,84 Punkte. In diesem Jahr dürfte der Konsum gemäss der Bank überdurchschnittlich steigen. Die UBS-Ökonomen erwarten für dieses Jahr in der Schweiz ein Konsumwachstum von 1,7 Prozent. Für die Ausgabefreudigkeit sorgen die tiefen Zinsen sowie die anhaltend starke Immigration.
STELLENANGEBOT STAGNIERT: Das Stellenangebot in der Schweiz wächst kaum noch. Das Job-Angebot im Internet und in der Presse war Ende Dezember lediglich ein Prozent höher als drei Monate zuvor, wie ein Index des Stellenvermittlers Adecco zeigt. Der neunmonatige Aufschwung am Schweizer Stellenmarkt hatte sich bereits im Sommer abgeschwächt. Im Schlussquartal des letzten Jahres sei der Trend weitgehend zum Erliegen gekommen. Im Vergleich zu Ende 2009 war das Stellenangebot Ende Dezember gut 31 Prozent höher.
SCHWELLENLÄNDER WACHSEN STARK: Die Erholung der Weltwirtschaft macht unerwartet gute Fortschritte. Dabei haben Schwellenländer die reichen Nationen weit abgehängt. Unter den Industriestaaten steht Deutschland mit am besten da, wie aus dem jüngsten Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) hervorgeht. Im Jahr 2011 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4,4 Prozent erwartet, 0,2 Punkte besser als zunächst angenommen. Aber es gebe weiter noch etliche ungelöste Probleme und Stolpersteine - die starke Verschuldung in vielen reichen Ländern, die unerledigten Finanzreformen, aber auch die hohen Rohstoffpreise.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???