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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 16. Februar
KAUM GESUNDET, KAUFT CLARIANT SÜDCHEMIE: Nach Jahren mit Verlusten und der Streichung tausender Arbeitsplätze ist der Spezialchemiekonzern Clariant wieder profitabel und schwenkt sogleich auf Expansionskurs ein. Für 2,5 Mrd. Fr. kaufen die Baselbieter den deutschen Rivalen Süd-Chemie und müssen dafür neue Schulden aufnehmen. Clariant hat mit den Hauptaktionären die Übernahme von gut 95 Prozent am Traditionskonzern vereinbart. Dessen Gründerfamilie, die rund 46 Prozent hat, tauscht ihre Anteile in Clariant-Aktien. Zusammen mit der Ausgabe neuer Titel will Clariant dafür das Kapital um 1,1 Mrd. Fr. erhöhen. An der Börse und bei den Analysten wurde der Kaufpreis als zu hoch eingeschätzt. Im vergangenen Jahr erzielte Clariant einen Gewinn von 191 Mio. Franken, nach einem Verlust von 194 Mio. Fr. im Vorjahr. Der Umsatz legte trotz Frankenstärke um 8 Prozent auf 7,12 Mrd. Fr. zu.
CHEFWECHSEL BEI NOBEL BIOCARE: Beim Zahnimplantate-Hersteller Nobel Biocare tritt Konzernchef Domenico Scala abrupt zurück. Er informierte den Verwaltungsrat, dass er Nobel Biocare per 30. April verlässt. Im Mai übernimmt Richard Laube die Führung. Die Börse reagierte einen Tag bevor das Unternehmen die Jahresbilanz veröffentlicht wenig überrascht. Scala wird seinen Nachfolger im April einarbeiten und steht dem Unternehmen dann bis Ende Oktober noch beratend zur Verfügung. Der frühere Finanzchef des Agrarchemiekonzerns Syngenta hatte erst im Sommer 2007 Heliane Canepa als CEO von Nobel Biocare abgelöst.
SYNTHES SPÜRT PREISDRUCK: Der Orthopädiekonzern Synthes hat 2010 seine Umsatzzahlen in Europa und Asien erneut im zweistelligen Prozentbereich steigern können. Im für Synthes wichtigsten Markt Nordamerika gestaltete sich die Situation wegen des Preisdrucks allerdings schwieriger. Weltweit wuchs der Umsatz des Implantat- und Knochenmaterialherstellers mit Produktionsstätten in der Schweiz, Österreich, Deutschland und den USA um 8,6 Prozent auf 3,69 Mrd. Dollar. Global hat Synthes auch seine Marge halten können: Beim Betriebsgewinn legte das Unternehmen um 10,4 Prozent auf 1,2 Mrd. Dollar zu. Der Reingewinn stieg um 10,2 Prozent auf 907 Mio. Dollar.
FEINTOOL-VR NEUTRAL BEI ÜBERNAHMEOFFERTE: Im Seilziehen um die Macht beim Lysser Industrie-Unternehmen Feintool bleibt der Verwaltungsrat neutral. Das Gremium gibt den Aktionären keine Empfehlung zum Kaufangebot des Industriellen Michael Pieper ab. Kein Wunder: Die Hälfte des sechsköpfigen Verwaltungsrats ist mit einem der beiden Grossaktionäre Pieper und Fritz Bösch verbandelt, die sich in der Angelegenheit gegenüberstehen. Fritz Bösch, der Feintool 1959 gegründet hatte und 30 Prozent an dem Unternehmen hält, prüft laut einem Zeitungsbericht eine höhere Gegenofferte.
KEINE VERWÄSSERUNG BEI "TOO BIG TO FAIL": Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand warnt Banken und Politik davor, die Vorschläge der Expertenkommission für das "too big to fail-Problem" zu verwässern. Das Parlament solle die Entwürfe noch dieses Jahr behandeln. Irland gebe ein dramatisches Beispiel, was passieren könne, wenn sich ein Staat bei der Rettung von Banken ruinierten müsse, sagte Hildebrand in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabdruck vom Mittwoch. Er kündigte an, intensiv für die Vorschläge, die vor allem die Eigenmittel der Banken drastisch erhöhen wollen, kämpfen zu wollen.
TREND ZUM ELEKTROVELO: Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer steigen auf ein Elektrovelo um. Im letzten Jahr wurden 39'200 Velos mit einem so genannten "Flüstermotor" verkauft, das sind bereits 11,2 Prozent der insgesamt 351'000 neuverkauften Fahrräder. Vor fünf Jahren entschieden sich erst 1800 Personen für den Kauf eines Elektrovelos. Die Verkaufszahlen dieser Sparte haben sich seit 2005 somit fast verzweiundzwanzigfacht. Dies teilte die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen mit. Der Trend geht zulasten der Citybikes, also des normalen Fahrrads mit Schutzblechen, Lichtanlage und Gepäckträger. Die Verkäufe bei diesen Stadtvelos gingen im letzten Jahr deutlich zurück.
SPIELZEUG LEGT ZU: In der Schweiz wurden im letzten Jahr mehr Spielsachen verkauft als im Jahr 2009. Rein mengenmässig waren es sechs Prozent mehr, der Umsatz stieg um vier Prozent auf 428 Mio. Franken. Besonders beliebt waren sportliche Spiele für draussen. Diese Kategorie hat von allen Spielwaren-Sparten am meisten zugelegt, nämlich 16,1 Prozent, wie der Spielwarenverband Schweiz (SVS) mitteilte. In dieser Kategorie habe es mehrere Erfindungen gegeben, die sehr gut gelaufen seien, sagte SVS-Sprecher Sandro Küng. Ebenfalls stark zugelegt hat die Kategorie Plüsch mit einem Umsatzplus von 15,2 Prozent. Weiterhin auf Wachstumskurs waren Bausteine wie Lego und Duplo, die 10,7 Prozent zulegten.
SANOFI-AVENTIS ÜBERNIMMT GENZYME: Der französische Pharmariese Sanofi-Aventis kauft für mehr als 20 Mrd. Euro die US-Biotechfirma Genzyme und rüstet sich damit für die Zeit nach dem Auslaufen wichtiger Patente. Sanofi verspricht sich von der zweitgrössten Übernahme eines Biotechunternehmens bereits im ersten Jahr höhere Gewinne und baut seine Stellung am wichtigen US-Markt aus. Zudem bekommt das Unternehmen Zugang zum Markt mit Medikamenten für seltene Krankheiten.
DAIMLER GIBT GAS: Der Autohersteller Daimler hat 2010 mit Vollgas einen Milliardengewinn eingefahren. Nach tiefroten Zahlen im Jahr 2009 verbuchte das deutsche Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Strich 4,7 Mrd. Euro. Im Jahr zuvor hatte das Ergebnis nach Steuern wegen der weltweiten Autokrise noch bei Minus 2,6 Mrd. Euro gelegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg nach einem Verlust von 1,5 Mrd. auf 7,3 Mrd. Euro.

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