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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 17. Februar
FASTWEB DÄMPFT SWISSCOM-ERGEBNIS: Die Swisscom hat im vergangenen Jahr weniger umgesetzt und verdient. Der Umsatz sank leicht um 0,1 Prozent auf 11,988 Mrd. Franken. Der Reingewinn ging um 7,1 Prozent auf 1,786 Mrd. Fr. zurück. Grund für die deutlichere Abnahme ist eine Rückstellung für die italienische Tochter Fastweb. Die Mailänder Breitbandanbieterin ist in Italien in eine Mehrwertsteueraffäre verwickelt. Für das das Verfahren hat die Swisscom 70 Mio. Euro (102 Mio. Fr.) zurückgestellt. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank aus diesem Grunde um 1,9 Prozent auf 4,597 Mrd. Franken. Bereinigt um die Rückstellung und Währungseffekte wäre der EBITDA um 1,7 Prozent gestiegen, hiess es. Swisscom teilte zudem mit, dass der bisherige Coop-Chef Hansueli Loosli sein neues Amt als Swisscom-Präsident am 1. September übernehmen wird.
NESTLÉ LEGT ZU DANK SONDEREINNAHMEN: Auch wenn die hohen Rohstoffpreise den Nahrungsmittelhersteller Nestlé stark belasteten, konnte der Konzern seine Profitabilität im Jahr 2010 halten. Der Gewinn sprang um ein Drittel in die Höhe, jedoch nur dank zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf des verbliebenen Anteils am Augenmittelhersteller Alcon. Ohne diesen Sondereffekt von 24,5 Mrd. Fr. wäre der Reingewinn leicht gesunken. Dieser belief sich schliesslich auf 34,2 Mrd. Franken nach 10,4 Mrd. Franken im Vorjahr, wie der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz des Konzerns stieg um zwei Prozent auf 109,7 Mrd. Franken. Der starke Franken drückte dabei auf das Ergebnis. Ohne Wechselkurs- und Akquisitionseffekte wäre der Umsatz um 6,2 Prozent gewachsen. Einer der Motoren für Nestlé bleibt weiterhin das Geschäft mit Nespresso. Währungsbereinigt betrug das Wachstum weltweit über 20 Prozent.
SCHINDLER MIT MEHR GEWINN: Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr erneut steigern können. Mit einem Reingewinn von 711 Mio. Fr. blieb unter dem Strich 8,9 Prozent mehr übrig als im Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ist als Folge des starken Frankens um 1,1 Prozent auf 8,19 Mrd. Fr. zurückgegangen. Bei den Bestellungen konnte Schindler mit 4,3 Prozent zulegen und verzeichnete insgesamt Bestellungen von 8,78 Mrd. Franken. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) des Lift- und Rolltreppengeschäfts steigerte sich von 962 auf 980 Mio. Franken. Konzernchef Alfred N. Schindler sprach von einem "exzellenten Resultat". Die Anleger teilten diese Ansicht aber offenbar nicht. Der Partizipationsschein gab mit minus 6 Prozent am Nachmittag deutlich nach. Alfred N. Schindler gab zudem bekannt, dass er die Konzernleitung Jürgen Tinggren, der bis jetzt die Sparte Aufzüge und Fahrtreppen leitete, übergibt.
ABB SCHREIBT DEUTLICH WENIGER GEWINN: Der starke Preisdruck, neue Konkurrenten in Schwellenländern und teurere Rohstoffen belasten den Elektrokonzern ABB. 2010 schrumpfte der Umsatz um 1 Prozent, der Reingewinn tauchte gar um 12 Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar. Der Auftragseingang hingegen sei wieder um 6 Prozent gestiegen, wie Konzernchef Joe Hogan am Donnerstag vor den Medien in Zürich sagte. Er sieht ABB deshalb nach der Wirtschaftskrise. Im Schlussquartal habe sich das Geschäft spürbar belebt - Der Gewinn kletterte um 30 Prozent auf 700 Mio. Dollar. Auch sei das bisherige Sparprogramm abgeschlossen und die Kosten damit gegenüber dem Jahr 2008 nachhaltig um 3 Mrd. Dollar reduziert worden. Für 2011 plant ABB weitere Einsparungen von 1 Mrd. Dollar, vor allem in der Energietechniksparte. Die ABB-Aktie notierte am Nachmittag einen Abschlag um 2,4 Prozent.
SWISS RE LEGT ZU TROTZ RÜCKZAHLUNGEN: 863 Mio. Franken Gewinn , was aber auch damit zusammenhängt, dass der Rückversicherer Geschäfte nicht mehr zeichnet, die er für zu wenig profitabel hält. Für die Zukunft indessen hat Konzernchef Lippe Grosses vor.erzielte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt im vergangenen Jahr. 2,3 Mrd. Dollar Gewinn hätten es sein können, wenn Swiss Re nicht die Milliardenhilfe von US-Investor Warren Buffett hätte zurückzahlen müssen. Buffet war der Swiss Re 2009 mit 3 Mrd. Fr. zuhilfe geeilt, als Milliardenabschreiber im Zuge der Finanzkrise den Konzern schwer erschüttert hatten. Die Kosten für die Rückzahlung belasten die Swiss Re mit 1,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn liegt aber immer noch 74 Prozent über dem Resultat von 2009. Trotz einem Schadenreichen 2010 blieb das wichtige Haftpflicht- und Schadengeschäft der Swiss Re profitabel. Hingegen lagen die Prämieneinnahmen mit 19,65 Mrd. Dollar 13 Prozent unter dem Vorjahr.
ACTELION MELDET GUTES ERGEBNIS: Der Reingewinn des Biotechunternehmens Actelion stieg 2010 um einen Viertel auf 390,6 Mio. Franken. Der Umsatz wuchs um 9 Prozent auf 1,929 Mrd. Fr., woran der Actelion-Renner - das Lungenmedikament Tracleer - mit 1,636 Mrd. Fr. fast 85 Prozent beisteuerte. Der Verwaltungsrat schlägt nun den Aktionären erstmals eine Dividende vor, wie Firmenchef Jean-Paul Clozel am Donnerstag erklärte: pro Aktie 80 Rappen. Trotz des Gewinnsprunges verdiente Actelion etwas weniger als Analysten erwartet hatten. Dennoch seien alle Voraussetzungen gegeben, weiter zu wachsen, sagte Clozel. Der Actelion-Gründer reagierte damit auch auf die Attacke des Hedgefonds Elliott Advisors. Elliott mit knapp sechs Prozent Aktienanteilen verlangt die Prüfung eines Verkaufs. Der Actelion-Chef indes warnte seine Anleger davor, verfrüht Gewinn machen zu wollen. Das Unternehmen sei nun in die Leverage-Phase getreten, in der sehr gute Geschäfte winkten.
BELL HAT 2010 WEITER ZUGELEGT: Der grösste Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat 2010 weiter zugelegt. Der Jahresgewinn stieg um 16,1 Prozent auf 64,5 Mio. Franken, der Umsatz um 1,4 Prozent auf 2,58 Mrd. Franken. Zum guten Ergebnis habe vor allem das Wachstum bei den wertschöpfungsstarken Sortimenten geführt, so im Frischfleisch- und Convenience-Bereich, hiess es am Donnerstag. Der Betriebsertrag (EBIT) der Coop-Tochter nahm im letzten Jahr um 6,5 Prozent auf 101,2 Mio. Fr. zu. Mengenmässig stieg der Absatz um 5,1 Prozent auf rund 224 Mio. Kilo. Gewachsen ist Bell nach eigenen Angaben in der Schweiz als auch international; ausserhalb der Schweiz waren die Märkte indes nach wie vor schwierig.
AXA WINTERTHUR SCHREIBT DEUTLICH MEHR GEWINN: Der Versicherer Axa Winterthur hat im vergangenen Jahr beim Reingewinn die Milliardengrenze überschritten: Das Ergebnis stieg, gestützt von Sondereffekten, um 63 Prozent auf 1,02 Mrd. Franken. Zudem hätten sich die Kapitalerträge positiv entwickelt. Dank des Lebensversicherungsgeschäfts stieg das gesamte Geschäftsvolumen um 3,5 Prozent auf 10,59 Mrd. Franken. Im Schadengeschäft waren die Prämieneinnahmen leicht rückläufig, dafür verbesserte sich die Schaden-Kosten-Bilanz, teilte der Konzern weiter mit.
NOBEL BIOCARE HAT GEWINN HALBIERT: Der Gewinn des Zahnimplantate-Herstellers Nobel Biocare hat sich 2010 mit 45,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Der Umsatz ging dank Euroschwäche nur 0,8 Prozent auf 576,6 Mio. Euro zurück. Mit konstanten Wechselkursen gerechnet wäre der Umsatz um 6,4 Prozent gesunken. Als Grund für das schwache Abschneiden nannte die Firma die immer noch anhaltende Zurückhaltung der Patienten bei komplexen Behandlungen. Immerhin zeigten sich diverse Absatzmärkte stabil, andere kehrten zum Wachstum zurück. Auch das Preisniveau liess sich halten. Noch besser wäre das BNP-Ergebnis ohne eine Beteiligung der Bank an dem französische Versicherungskonzern Axa ausgefallen. Weil dessen Aktien im Wert deutlich verloren, musste BNP im vierten Quartal 534 Mio. Euro abschreiben. Aufgrund dieser hohen Abschreibung hat BNP Paribas im vierten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten verfehlt.
BANK CA ST.GALLEN MIT REKORDGEWINN: Die Bank CA St. Gallen hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 8,7 Millionen Franken erzielt. Die Ostschweizer Regionalbank steigerte in allen Geschäftsbereichen den Erfolg, wie die Verantwortlichen am Donnerstag informierten. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg trotz anhaltend tiefer Zinsen um 3 Prozent auf 20,5 Mio. Franken. Die Hypothekarforderungen überschritten erstmals die Marke von einer Milliarde Franken (+9,8 Prozent). Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft brachte der Bank CA 14,4 Mio. Franken (+6,5 Prozent) ein, das Handelsgeschäft 2,9 Mio. Franken (+2 Prozent). Der Bruttogewinn der Bank stieg von 16 Mio. Franken im Vorjahr auf 19,2 Mio. Franken. Die Bilanzsumme nahm um 2 Prozent auf 1,783 Mrd. Franken ab.
AEW ENERGIE AG MUSS GEWINNRÜCKGANG HINNEHMEN: Der Aargauer Energieversorger AEW Energie AG hat im vergangenen Geschäftsjahr unter anderem wegen einem tieferen Finanzergebnis einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Gewinn sank um 5,1 Millionen Franken auf 65,6 Millionen Franken. Das Finanzergebnis sank um 6,7 Mio. Fr. auf 23 Mio. Franken. Grund dafür seien eine tiefere Dividendenzahlung der Axpo Holding AG, die Entwicklung an den Finanzmärkten und der tiefe Eurokurs. Im Kerngeschäft - der Stromversorgung - stieg hingegen die Nachfrage. Der Stromabsatz erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 4350 Millionen Kilowattstunden.
STREIT BEI DER UNIA BERN: 30 bis 40 Mitarbeiter der Unia-Region Bern haben ihre Arbeit niedergelegt und protestieren so gegen einen umstrittenen Führungswechsel. Die Regionsleitung solle die Absetzung von Roland Herzog als Chef der Sektion Bern rückgängig machen, fordern die Streikenden. Die Regionsleitung warf Herzog vor, er habe "Abmachungen nicht eingehalten, Informationen vorenthalten und Beschlüsse nicht umgesetzt" und will ihn deshalb bis zur Pensionierung im Zentralsekretariat unterbringen. Herzog wies die Vorwürfe zurück.
BNP PARIBAS MIT REKORDGEWINN: Die französische Grossbank BNP Paribas hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn verbucht. Der Gewinn stieg um 34,5 Prozent auf 7,84 Mrd. Euro. Er lag damit sogar leicht über dem Ergebnis im bislang besten Geschäftsjahr 2007. Grund für das gute Ergebnis ist gemäss eigenen Angaben die Integration des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis und der Banque Générale du Luxembourg BGL, welche grössere Synergien ermögliche. Besonders gut hätten sich zudem die Resultate im Geschäft mit Privatkunden und Investmentlösungen entwickelt.

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