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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 17. März
KEINE ZINSERHÖHUNG: Die Zinsen in der Schweiz bleiben vorläufig sehr niedrig. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) führt ihre expansive Geldpolitik angesichts von Frankenstärke, Euro-Schuldenkrise und Japan-Katastrophe fort und belässt den Leitzins auf Rekordtief. Für den massgeblichen Dreimonats-Libor peilt sie unverändert einen Satz von 0,25 Prozent an. Banken können sich bei der SNB nun seit zwei Jahren fast gratis mit Geld versorgen. Im laufenden Jahr erwarten die Notenbanker ein robustes Wachstum der Schweizer Wirtschaft um rund 2,0 Prozent. Bisher lautete die Prognose auf rund 1,5 Prozent. Trotz der offenen Geldschleusen rechnet die SNB vorderhand kaum mit Inflation: Sie erhöhte die Teuerungsprognose für 2011 insbesondere wegen der höheren Ölpreise von 0,4 auf 0,8 Prozent und für 2012 leicht von 1,0 auf 1,1 Prozent.
MEHR WIRTSCHAFTSWACHSTUM: Die Schweizer Wirtschaft läuft weiterhin überraschend gut. Trotz Frankenstärke, Schuldenkrise und Atomkatastrophe in Japan erhöht das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die Prognose für die Zunahme des Bruttoinlandproduktes im laufenden Jahr auf 2,1 Prozent. Im Dezember waren die Ökonomen des Bundes noch von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Für 2012 geht das SECO unverändert von einem BIP-Wachstum von 1,9 Prozent aus. Im Zuge der lebhaften Konjunktur verbesserte sich auch der Arbeitsmarkt. Im Februar betrug die saisonbereinigte Arbeitslosenquote noch 3,4 Prozent. Das SECO erwartet 2011 im Jahresdurchschnitt 3,2 Prozent. 2012 dürfte sie wieder leicht auf 3,3 Prozent steigen.
MEHR GEWINN BEI SWISS: Nachdem die Fluggesellschaft Swiss selbst in der Finanzkrise profitabel geblieben war, hat sie ihren Gewinn letztes Jahr wieder gesteigert. Mit 368 Mio. Fr. lieferte sie ihrem Mutterkonzern, der Lufhansa, einen zweieinhalb Mal so hohen Gewinnbeitrag ab wie im Vorjahr. Gemäss Swiss-Chef Harry Hohmeister besteht der Anspruch, das Ergebnis des vergangenen Jahres erneut zu erreichen. Sorgen bereitet der Swiss aber insbesondere die Erträge auf den Kurzstrecken in Europa. Der Gewinn des Lufthansa-Konzerns belief sich auf insgesamt 1,1 Mrd. Euro, nachdem 2009 noch ein Verlust von 112 Mio. Euro eingeflogen worden war.
BKW WILL AKW AM NETZ BEHALTEN: Der Berner Energiekonzern BKW verfolgt die Ereignisse in Japan "mit grosser Sorge". Eine sofortige Abschaltung des Atomkraftwerks Mühleberg hält die BKW-Leitung aus heutiger Sicht nicht für erforderlich. Der Bund sei daran, die Lage für alle Kernkraftwerke in der Schweiz zu analysieren, sagte BKW-Chef Kurt Rohrbach vor den Medien in Bern. Das Ergebnis stehe aus. Für Kosten einer allfälligen Stilllegung von Mühleberg hat die BKW nach eigenen Angaben bis heute Rückstellungen in der Höhe von 1,1 Mrd. Fr. getätigt. Die BKW Energie AG legte auch ihre detaillierten Zahlen für das Jahr 2010 vor. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um über 23 Prozent auf 228 Mio. Franken.
WENDE BEI DER LGT-GRUPPE: Die LGT Gruppe hält die Affäre durch den Diebstahl von Kundendaten für überwunden. Im vergangenen Jahr konnte sie per saldo Neugelder von 3,1 Mrd. Fr. anlocken. Unter dem Strich erzielte die LGT einen Reingewinn auf 147,7 Mio. Franken. Das sind 40 Prozent mehr als 2009. "Wir haben die Folgen des Datendiebstahls aus dem Jahre 2002 und der Weitergabe der Daten an die deutschen Behörden im Jahre 2008 sehr gut bewältigt", sagte LGT-Chef Prinz Max von und zu Liechtenstein an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Die Datenklauaffäre hatte den Liechtensteiner Finanzplatz erschüttert und das Bankgeheimnis durchlöchert.
GATEGROUP MIT MEHR GEWINN: Das Catering-Unternehmen Gategroup hat 2010 seinen Gewinn markant steigern können: Der Reingewinn stieg um mehr als einen Drittel auf 50,7 Mio. Franken, der operative Gewinn im ähnlichen Ausmass auf 114,3 Mio. Franken. Das bessere Resultat baut hauptsächlich auf eine höhere Effizienz auf: Der Umsatz ist letztes Jahr in Franken gerechnet im Vergleich zu 2009 nämlich um 0,5 Prozent auf 2,7 Mrd. Fr. zurückgegangen. Zu konstanten Wechselkursen hat ein Wachstum von 3,4 Prozent resultiert. Belastet wurde das Ergebnis auch durch einen unlängst bekannt gewordenen Betrugsfall eines Gategroup-Managers ins Skandinavien.
BEKB MIT MEHR GEWINN: Die Berner Kantonalbank (BEKB) ist weiter auf Erfolgskurs: Der Gewinn stieg im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 124,4 Mio. Franken. Wie andere Kantonalbanken verlieh auch die BEKB deutlich mehr Hypothekarkredite. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 15,6 Mrd. Franken. Insgesamt erhöhten sich die Kundenausleihungen von 16,57 auf 17,97 Mrd. Franken. Die Kundengelder, mehrheitlich Spareinlagen, stiegen von 19,28 auf 19,62 Mrd. Franken. Die BEKB betreute Vermögen im Wert von 20,5 Mrd. Franken (2009: 20,3 Milliarden). Im Zinsgeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler, stieg der Erfolg um 2,8 Prozent auf 358,2 Mio. Franken.
DOLLAR UNTER 90 RAPPEN: Der Dollar ist erstmals weniger als 90 Rappen wert gewesen. Er erreichte ein Allzeittief von 0.8977 Franken. Der Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank schwächte den Franken kaum. Wegen der Katastrophen in Japan sind die Wechselkurse derzeit sehr volatil. Der Franken ist als "sicherer Hafen" von Devisenanlegern gesucht.
ERHOLUNG AN DEN BÖRSEN: Während der japanische Leitindex Nikkei mit einem Minus von 1,44 Prozent geschlossen hat, kam es an den übrigen Börsen zu einer leichten Erholung. Der Schweizer Leitindex SMI lag kurz vor Börsenschluss mit 0,7 Prozent im Plus. In Europa ging es mit den wichtigsten Indizes ebenfalls nach oben. So konnte der deutsche DAX zwischenzeitlich um über 2,7 Prozent und der europäische Index Stoxx 50 um 2,1 Prozent zulegen. Auch die amerikanischen Börsen starteten freundlich in den Handelstag. Trotz der Erholungstendenzen an den Börsen weltweit bleibt die Stimmung wegen der Ereignisse in Japan angespannt. Erneut kam es zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise.

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