Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Bern (awp/sda) - Montag, 28. März
LOB FÜR SCHWEIZER WIRTSCHAFTSPOLITIK: Die Wirtschafts- und die Finanzpolitik der Schweiz erhalten vom Internationalen Währungsfonds gute Noten. Der Fonds erwartet eine robuste Konjunktur in nächster Zeit, und er lobt die geplante Grossbankenregulierung. Sorgen macht ihm die Situation auf dem Immobilienmarkt. Im Häusermarkt seien präventive Massnahmen der Behörden angezeigt, raten die Experten des Währungsfonds (IWF). Obwohl der IWF keine eigentliche Immobilienblase ausmacht, sieht er bei Banken dennoch Anzeichen für eine laxere Vergabe von Hypothekarkrediten. Zudem vergäben Banken vermehrt langfristige Festhypotheken. Dadurch seien sie einer Zinserhöhung der Nationalbank stärker ausgesetzt. Grundsätzlich ist die Schweizer Wirtschaft laut IWF aber in guter Verfassung. Das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr schätzt der IWF auf 2,4 Prozent. Im nächsten Jahr dürfte sich das Wachstum wegen sinkender Exporte auf 1,8 Prozent abschwächen.
DYNAMISCHER ONLINE-HANDEL: Während Einkaufen über das Internet längst zum Alltag gehört, beeinflussen auch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter mehr und mehr die Kauf- und Konsumgewohnheiten in der Schweiz. Facebook wandle sich von einem sozialen Forum zu einer Plattform, über die eingekauft werde, sagte Thomas Rudolf von der Universität St. Gallen, der eine Studie zur Internetnutzung vorstellte. Zwischen 2006 und 2010 verdoppelten sich in der Schweiz die Ausgaben für Interneteinkäufe von 4,24 Mrd. Fr. auf 8,68 Mrd. Franken. Übers Netz gekauft werden vor allem Flugbillette und Reisen. Auch Bankdienstleistungen, Eintrittstickets und Software kaufen die Schweizer gern per Mausklick. Zum grössten Teil traditionell im Laden gehandelt werden immer noch Lebensmittel, Möbel, Schmuck und Kosmetika.
INNOVATIVE SCHWEIZER CLEANTECH: Die Schweizer Cleantech-Branche gehört zu den innovativsten auf der Welt. Dies zeigt die Zahl der Patente, welche Schweizer Firmen für Umwelttechnik-Erfindungen beantragen. Auf Millionen Einwohner heruntergerechnet wurden in den letzten Jahren in der Schweiz jeweils etwa 20 Patente beantragt - Tendenz stark ansteigend. Nur in Deutschland sind Cleantech-Unternehmen noch einfallsreicher. Mit einigem Abstand auf die Schweiz folgt Japan mit zwischen 15 und 20 Patent-Anmeldungen pro Million Einwohner. Die Cleantech-Branche umfasst die Entwicklung und Herstellung von umweltfreundlichen Technologien wie etwa Solaranlagen oder Wärmepumpen.
DATENAFFÄRE ÜBERWUNDEN: Für die Privatbank HSBC Suisse ist die Datenklau-Affäre um den Informatiker Hervé Falciani ein abgeschlossenes Kapitel. In Teilen Europas verlor das Genfer Institut im vergangenen Jahr aber immer noch Kundengelder. Die 8,5 Mrd. Fr. Netto-Neugeld im vergangenen stammen mehrheitlich aus Asien. In Europa zogen Kunden der Schweizer Tochter des britischen Finanzriesen HSBC unter dem Strich 1,6 Mrd. Fr. an Kundengelder ab. Mit 186 Mrd. Fr. Kundengeld gehört die Bank zu den grössten Vermögensverwaltern in der Schweiz, aber die Bestände sind verglichen mit 2009 um 2 Prozent zurückgegangen. Unter dem Strich fuhr HSBC Suisse einen Gewinn von 496 Mio. Fr. ein. Das Ergebnis liegt 29 Prozent tiefer als 2009.
KEIN AKW-EFFEKT FÜR GURIT: Der Spezialkunststoff-Hersteller Gurit hat im Windenergiegeschäft ein enttäuschendes Jahr hinter sich. Das Unternehmen rechnet jetzt zwar mit einer Erholung, trotz AKW-Katastrophe in Japan aber nicht mit einem schlagartigen Boom. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Umsatz der Gruppe, wie bereits bekannt, um 0,9 Prozent auf 311,6 Mio. Franken. Zu konstanten Wechselkursen hätte ein Wachstum um 2,7 Prozent resultiert. Insbesondere tiefere Steuern in China und höhere Margen führten dazu, dass der Reingewinn um 19,2 Prozent auf 24,9 Mio. Fr. stieg. 2011 rechnet Gurit, die Spezialkunststoffe auch für den Schiffbau sowie für die Ausstattung von Flugzeugen, Raketen, Eisenbahnen und Strassenfahrzeuge herstellt, mit steigenden Umsätzen.
MEHR ERDGAS VERBRAUCHT: Wegen des kalten Winters ist in der Schweiz im vergangenen Jahr so viel Erdgas verbraucht worden wie noch nie. Der Absatz stieg im Vergleich zum Jahr 2009 um 11,7 Prozent. Es wurde Gas mit einer Energiemenge von 38,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) verbraucht, wie der Verband der Schweizerischen Gasindustrie mitteilte. Dies entspricht einer Menge von 3,89 Mrd. Kubikmetern. Wegen der tiefen Temperaturen wurde deutlich mehr geheizt als im Jahr davor. Zudem sei das Erdgasnetz im letzten Jahr erweitert worden, was den Verbrauch zusätzlich habe steigen lassen. Ausserdem habe der Absatz von Erdgas und Biogas als Treibstoff um 18,4 Prozent zugenommen.
KONFLIKT BEI SWISS VERSCHÄRFT: Die Pilotengewerkschaft Aeropers unternimmt im Streit mit der Fluggesellschaft Swiss um einen neuen Gesamtarbeitsvertrag den nächsten Schritt. Eine Woche nach Abbruch der Verhandlungen gelangt sie an die zuständige Kantonale Einigungsstelle. Weil die Swiss nicht mehr direkt, sondern über die Medien verhandle, sei der letzte Rest an Vertrauen zerstört worden, schreibt Aeropers in einem Communiqué. Ab 1. April droht nun der vertragslose Zustand. "Wir werden alles daran setzen, einen Streik zu vermeiden", wird Aeropers-Präsident Rolf Odermatt zitiert. Die Swiss zeigte sich gegenüber einer Schlichtung offen.
NEUE AKTIONÄRSSTRUKTUR BEI PILATUS: Beim Flugzeugbauer Pilatus haben sich die Beteiligungsverhältnisse grundlegend geändert. Neu wird das Unternehmen von zwei gleich starken Grossaktionären kontrolliert. Die Grossaktionärin IHAG Holding der Industriellenfamilie Anda/Bührle teilte mit, dass sie ihre Pilatus-Beteiligung auf 41 Prozent aufgestockt habe. Sie habe dazu Anteile von 10 Prozent von der britischen Investitionsgesellschaft 3i übernommen. Auf Anfrage der SDA führte IHAG-Direktor Bernhard Müller aus, dass zudem ein neuer Aktionärsbindungsvertrag mit dem Investor Jörg Burkart zustande gekommen sei. Dieser besitze ebenfalls 41 Prozent der Aktien.
PORTUGAL UNTER DRUCK: Portugal muss angesichts des zunehmenden Drucks der Ratingagenturen am Finanzmarkt immer höhere Zinsen zahlen. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen stieg auf Rekordwerte von mehr als acht Prozent. Für Anleihen mit Laufzeiten von fünf Jahren verlangten Investoren sogar bis zu 8,7 Prozent, bei zwei Jahren waren es immer noch 7,3 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuvor die Noten von fünf portugiesischen Banken gesenkt.
mk

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???