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Bern (awp/sda) - Freitag, 1. April
NEUER CHEF BEI COOP: Der Detailhändler Coop hat einen internen Nachfolger für Geschäftsleiter Hansueli Loosli gefunden. Joos Sutter, zuletzt Leiter der Direktion Trading, wird per 1. September neuer Chef, Loosli übernimmt das Verwaltungsratspräsidium bei Coop und Swisscom. Der heute 47-jährige Sutter arbeitet seit Jahren für Coop. Er übernimmt nicht nur den Vorsitz der Geschäftsleitung, per 1. September wird er zugleich Leiter der Direktion Retail, die das Kerngeschäft der Supermärkte umfasst. Der bisherige Geschäftsleiter Hansueli Loosli wurde am Freitag als zusätzliches Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt, wo er das Präsidium übernimmt. Die bisherige VR-Präsidentin, Irene Kaufmann, beschränkt sich auf das Vizepräsidium. Der Verwaltungsrat zeigte sich erfreut, dass die gesamte Geschäftsleitung "kompetent mit internen Personen" besetzt werden könne. Loosli übernimmt per 1. September auch das Verwaltungsratspräsidium der Swisscom.
HANDEL BLÜHT WIEDER: Der Handel mit Gütern zwischen Deutschland und der Schweiz hat sich nach der Finanzmarktkrise wieder erholt. Nachdem es 2009 einen der stärksten Einbrüche seit dem Zweiten Weltkrieg gab, wurde im vergangenen Jahr wieder mehr exportiert und importiert. Gehandelt wurden Güter für 94,9 Mrd. Franken. Der Vorjahreswert wurde damit um 5,8 Mrd. Fr. oder 6,5 Prozent übertroffen. Das hohe Niveau der Zeit vor der Krise sei aber noch nicht erreicht worden, sagte Eric Sarasin, Präsident der Handelskammer Deutschland-Schweiz. Auf eine baldige Lösung hofft er beim Streit über die Lärmbelastung des Flughafens Zürich, der sei über zehn Jahren die Atmosphäre in beiden Ländern belaste. Schnell beendet werden müsse der Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland.
REKORDERGEBNIS TROTZ KRIEGSWIRREN: Der weltgrösste Kakao- und Schokoladenproduzent Barry Callebaut hat trotz der Krise im wichtigen Kakao-Anbauland Elfenbeinküste im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis eingefahren. Der Umsatz legte um 3,1 Prozent auf 2,738 Mrd. Fr. zu. Dabei bekam der Konzern mit Sitz in Zürich den starken Franken zu spüren. In Lokalwährungen wäre Barry Callebaut um 13,2 Prozent gewachsen, doppelt so stark wie der weltweite Schokoladenmarkt. Der Reingewinn stieg um 9 Prozent auf 158,8 Mio. Franken. Und dies trotz des Bürgerkriegs in der Elfenbeinküste, woher Barry Callebaut gut ein Drittel seiner Kakaobohnen bezieht
LOGITECH SCHOCKT MÄRKTE MIT GEWINNWARNUNG: Der erfolgsverwöhnte Computerzubehör-Hersteller Logitech hat Anleger und Analysten mit einer Umsatz- und Gewinnwarnung auf dem falschen Fuss erwischt. Die Aktien des weltgrössten Herstellers von Computer-Mäusen brachen am Freitag an der Schweizer Börse in der Spitze um fast 20 Prozent ein. Logitech erwartet für das Finanzjahr 2011 (per Ende März) nur noch einen operativen Gewinn von 140 Mio. bis 150 Mio. Dollar, nachdem bislang 170 Mio. bis 180 Mio. Dollar in Aussicht gestellt worden waren. Die Umsatzerwartungen schraubte der Konzern von bisher 2,4 Mrd. bis 2,42 Mrd. auf 2,35 Mrd. bis 2,37 Mrd. Dollar zurück. Dabei hatte das Unternehmen, das auch Webkameras, Lautsprecher und Tastaturen herstellt, die Umsatzprognose erst im Januar angehoben. Als Grund nannte Logitech nun schwache Geschäfte in Europa, Nahost und Afrika.
ROBUSTER KONSUM: Im Februar sind die Umsätze im Schweizer Detailhandel im Vergleich zum Januar wieder deutlich gestiegen. Saisonbereinigt gab es bei den realen Detailhandelsumsätzen ein Plus von 3,8 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Nominal - also nicht teuerungsbereinigt - wuchsen die Umsätze um 3,3 Prozent. Der deutlichen Zunahme im Februar ging allerdings ein starker Rückgang im Januar voraus.
WIFAG EXPANDIERT IN SCHWEDEN: Die Maschinenfabrik Wifag verschafft sich einen besseren Zugang zu Ländern mit einem noch wachsenden Zeitungsdruck-Markt: Sie übernimmt die kleine schwedische Solna Gruppe, die mit einfachen Zeitungsdruckpressen eine starke Position in China einnimmt. Über den Kaufpreis schweigt sich die Wifag Maschinenfabrik aus. Mit der Übernahme verbessere man insbesondere die Chancen in den Wachstumsländern Brasilien, Russland, Indien und China. Die ehemals bernische Traditionsfabrik Wifag hat ihren Sitz neuerdings in Freiburg. Nach dem sukzessiven Niedergang ihres Druckmaschinen-Geschäfts wollte sie sich eigentlich auf die Wartung bereits produzierter Maschinen beschränken. Doch im Oktober 2010 bestellte ein indischer Verlag unversehens eine neue Druckmaschine, was der Wifag zu neuem Schwung verhalf und etliche Arbeitsplätze rettete. 90 Personen werden zurzeit beschäftigt.
TEURER GRIECHENLAND-FLOP: Die gescheiterte Expansion nach Griechenland hat das Genfer Werbeunternehmen Affichage bisher rund 150 Mio. Fr. gekostet. Dies schätzte der neue Affichage-Chef Daniel Hofer in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps". Der Betrag beinhalte die Anfangsinvestitionen und die anschliessenden operationellen Verluste. Bei ihren Wachstumsplänen im Ausland sei die damalige Geschäftsleitung möglicherweise zu optimistisch gewesen. Zudem seien Fehler bei der Auswahl der Geschäftspartner passiert. Auch andere Auslandaktivitäten blieben erfolglos. Affichage schrieb 2010 wegen entsprechender Wertberichtigungen einen Verlust von 52,3 Mio. Franken.
AMERIKANISCHES GEGENANGEBOT FÜR WALL STREET: Die US-Börse Nasdaq OMX will die Deutsche Börse bei der geplanten Übernahme der New Yorker Nyse Euronext ausstechen. Dazu legt Nasdaq zusammen mit der US-Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) ein Gegenangebot vor. Nasdaq und ICE teilten mit, 42,50 Dollar je Aktie für Nyse Euronext zu bieten. Diese Offerte übertreffe das Angebot der Deutschen Börse auf Basis aktueller Aktienkurse um 19 Prozent. Der Gesamtwert liege bei 11,3 Mrd. Dollar. Sollten die US-Konkurrenten mit ihrem Vorstoss Erfolg haben, wäre dies ein schwerer Schlag für die vom Schweizer Reto Francioni geführte Deutsche Börse, die auf eine Reihe von gescheiterten Übernahmeversuchen in den vergangenen Jahren zurückblickt. Neben Hürden von Aufsichts- und Kartellbehörden haben die transatlantische Fusion auch von Anfang an politische Bedenken begleitet. US-Politiker lehnten es ab, dass die traditionsreiche Wall Street in ausländische Hände gerät.
US-ARBEITSLOSENQUOTE ERNEUT GESUNKEN: Die Arbeitslosenquote in den USA hat im März mit 8,8 Prozent den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Im vergangenen Monat hatten gegenüber dem Februar zusätzliche 216'000 Personen Arbeit, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Im Februar lag die Arbeitslosenquote noch bei 8,9 Prozent. Seit November ist sie gar um einen vollen Prozentpunkt gefallen. Getragen wird der Aufschwung am Arbeitsmarkt vor allem von der Privatwirtschaft.
LEICHTE ERHOLUNG AUCH IN EU: Der Arbeitsmarkt in den 17 Euro-Ländern erholt sich leicht. Im Februar sank die Arbeitslosenquote auf 9,9 Prozent, das war der geringste Stand seit Dezember 2009, wie die Europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im Vormonat Januar hatte die Quote noch 10,0 Prozent betragen und auch im gesamten vergangenen Jahr stets bei diesem Wert oder leicht darüber gelegen. In allen 27 EU-Staaten sank die Quote laut Eurostat im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 9,5 Prozent. Damit seien knapp 23,1 Millionen Menschen in der EU ohne Arbeit gewesen.
BONITÄT GESENKT: Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit von Irland um eine Note gesenkt. Die Bonität werde jetzt nur noch mit "BBB+" bewertet, nachdem sie zuvor noch bei "A-" gelegen habe. S&P begründete die Entscheidung mit den Ergebnissen des jüngsten EU-Gipfels. Dieser hatte für den ab 2013 geltenden Rettungsmechanismus eine Umschuldung nicht gänzlich ausgeschlossen. "BBB+" liegt drei Noten über dem sogenannten "Ramschniveau". Der Ausblick sei aber jetzt stabil, teilte S&P mit. Es drohe also zunächst keine weitere Herabstufung. Der am Donnerstag veröffentlichte Bankenstresstest sei glaubwürdig, schreibt die Ratingagentur. Der durch die Stresstests identifizierte Kapitalbedarf der Banken von 24 Mrd. Euro habe im Rahmen der Erwartungen von S&P gelegen.
ABSATZEINBRUCH: Die Erdbeben- und Atomkatastrophe hat den Absatz der japanischen Autohersteller im März einbrechen lassen. Die Verkäufe stürzten in Japan um 37 Prozent auf rund 280'000 Einheiten ab, wie die Vereinigung der Autohändler mitteilte. Dies ist der grösste jemals in Japan festgestellte Einbruch bei Autoverkäufen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Der Absatz von Autos ging laut der Statistik am stärksten um 39,5 Prozent zurück, die Lastwagenverkäufe sanken um 11 Prozent. Am härtesten traf es Toyota und Mitsubishi: Der Absatz des Marktführers sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 46 Prozent auf 111'000 Fahrzeuge, Mitsubishi büsste 48 Prozent ein.
ÖLFELD GEFUNDEN: Der norwegische Energiekonzern Statoil ist auf ein riesiges Ölfeld in der Barentssee gestossen. Es handele sich um den bedeutendsten Ölfund vor Norwegen seit zehn Jahren, teilte das Unternehmen mit. In dem Skrugard-Feld 200 Kilometer vor der Nordküste lagerten bis zu 500 Millionen Barrel Öl. Statoil hält 50 Prozent an dem Feld, der italienische Energiekonzern Eni 30 Prozent und der norwegische Staatskonzern Petoro die übrigen 20 Prozent. Statoil zeigte sich zuversichtlich, in der Region weitere ähnlich grosse Ölvorkommen zu finden.

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